Donnerstag, 30. März 2017

Etwas vom ...




Bevor Wolfgang dann frühmorgens die leblose Maus 
aus unserem Bett holte, zupfte ich noch etwas Schafwolle 
aus ihrem inzwischen alten Kinder-Tretelfell und wickelte 
die Stücke um die Zweige der Hedi Grimm am Wiesenrand. 
Denn in den letzten Tagen konnte ich wieder mehrmals 
eine Kohlmeise beobachten, die den verlassenen Sessel 
vorm Treppenhaus heftig bearbeitete und dann schnell 
mit ihrer weichen Beute davonflog. Für unsere Maus 

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Freitag, 7. April 2017:
Im Nachhinein habe ich meine spontane Idee mit den kleinen 
Schaffell-Stücken in der Rose am Haus in den vergangen Tagen 
oftmals verflucht. Denn der Blick in den Garten, wo nun am frühen 
Morgen keine kleine Maus mehr ganz selbstverständlich am Ende 
nach Mäuschen inspiziert, tut auch so noch unheimlich weh. 
Auf diesen zusätzlichen Hinweis auf unser jetzt leider so ganz 
anderes Leben hätte ich gut verzichten können. Denn schließlich 
war das auch der Ausblick an unserem letzten gemeinsamen Tag
den wir alle zusammen im Treppenhaus verbrachten 

Doch nachdem ich am folgenden Morgen um ein Haar 
die Schafwolle entfernt hätte, stimmte mich die Natur am 
regnerischen 2. April dann doch versöhnlich: Eine Kohlmeise 
zupfte & zerrte im regenfeuchten Garten mehrere Minuten 
an den nassen Wollresten, flog mit dem Baummaterial davon 
und wählte dann wieder eines der restlichen Flöckchen aus, 
bis es den Schnabel voll hatte.


Mit dem Schaffell ...


… ist sie abends am Freitag dem 9. November 2001 
in unser Haus gekommen.


Und heute verlässt sie uns damit. Mach's gut Kleine Maus
Wir werden dich nie vergessen …

Foto: S.Schneider


Nachtrag Freitag, 31. März 2017:
Seitdem unser Tierarzt beim letzten Spritztermin am Mittwoch, 
dem 15. März 2017 seine Vermutung äußerte, dass der Maus 
wohl höchstens noch 4 Wochen blieben, musste ich viel zu oft 
beim Maushalten über ihr Grab und den letzten Post über sie
nachdenken. Also habe ich irgendwann den Text dann einfach 
vorgepostet, um mich nicht mehr mit dem Danach sondern 
lieber mit dem 'Hier und Jetzt' beschäftigen zu können und die 
letzten Tage mit der kleinen kranken Maus so gut als möglich 
zu genießen. Sicherheitshalber - und weil die Hoffnung 
zuletzt stirbt, hatte ich den Post auf den 30. April 2017 datiert. 
Aber uns blieben nur noch 2 Wochen, in denen wir glücklicher-
weise ihr Vertrauen dann doch noch zurückgewinnen konnten
Denn spätestens nach den letzten beiden Tierarztbesuchen 
Mitte März zog sie sich immer mehr zurück und wollte sich 
nicht mehr bei uns - in ihren früheren Wohnräumen aufhalten.

Wir haben gestern zahlreiche Versuche unternommen dieses 
letzte Foto der kleinen Graukatze zu machen. Aber das war 
nicht mehr unsere Maus, die da noch bis zum Nachmittag 
im Treppenhaus lag. Schon als sie noch bei uns im Bett war, 
veränderte sich ihre Ohrstellung. Diese nicht rassetypischen - 
viel zu flach stehenden Öhrchen zogen sich plötzlich zusammen. 
Und auch wenn ich sie schon früher mein kleines Katzenfell 
genannt hatte, so war es plötzlich nur noch ein Katzenfell 
in einem Meise-Mause-Schaffell-Sessel. Gut, dass wir vor 
einigen Tagen noch diesen besonderen Moment mit ihr 
einfangen konnten 


Was bleibt, ist die Erinnerung ...




Foto: W.Hein


Nachtrag, Freitag 31. März 2017:
Als ich am Donnerstag vor 2 Wochen zusammen mit der Maus 
im Sessel saß, fiel mein Blick auf einen kahlen Fleck links 
am Hochwald hinter der Magnolie. Und plötzlich musste ich 
darüber nachdenken, wo wir Maus und später einmal Allegra 
begraben könnten. Aber die Vorstellung, dass ich dann in 
heißen Sommern dort über die Fläche gehen und sie wegen 
der Magnolie häufiger unter Wasser setzen müsste, behagte 
mir gar nicht. Ebenso wie im Hochwald gleich hinter der 
Überschwemmungszone vom Teich. Und irgendwann fiel 
mein Blick auf den Steg zum riesigen panaschierten Ilex, 
der sicherlich auch schon über 40 Jahre im Garten steht. 
Wahrscheinlich musste ich wegen dem Film 'Schick mir 
keine Blumen' mit Rock Hudson und Doris Day plötzlich 
daran denken, ob das Grab unangetastet bleibt - wenn wir 
vielleicht doch mal Haus & Garten verlassen sollten. Ich 
gehe davon aus, dass der Garten dann platt gemacht wird - 
so, wie das zur Zeit auf vielen Grundstücken bei uns in 
der Siedlung geschieht, wenn ein Haus verkauft wird. 
Aber vielleicht hätten die neuen Eigentümer doch etwas 
Ehrfurcht vor so einem alten üppigen Ilex. Seitdem stand 
der Platz im Hochwald also fest. Und das Schaffell, in 
dem Maus als Katzenkind so gern tretelte und das seit 
einigen Jahren im Meise-Mause-Schaffell-Sessel lag - 
auf dem wir gerade saßen, könnte ich nach ihr ohnehin 
nicht mehr ertragen. Also ideal anstatt Biberbettlaken, 
Decke oder Pappkarton. Und nachdem Maus dann lieber 
und ich ins Haus ging, fiel mein Blick auf die schon 
Reihe am Treppengeländer.

Und gestern Nachmittag mußten meinen Überlegungen 
vom vorletzten Donnerstag leider schon Taten folgen.


Es ist so absurd ...


Am Sonntag, dem 30. März 2003 haben wir früh morgens 
diesen Zettel überall in der Nachbarschaft verteilt:


Und nach 19 Stunden voller Sorgen konnten wir spät abends 
unsere kleine abenteuerlustige Maus endlich zurück bekommen. 





Doch genau 14 Jahre später haben wir sie an diesem Tag
für immer verloren



Dabei zogen wir nur wegen ihr am 29.3.2003 ganz spontan um. 
Denn unsere kleine Graukatze hatte an diesem sonnigen Frühlings-
Samstag nachmittags im Garten Ausgang, sprang über den Zaun 
an der Ostgrenze und war dann verschwunden. So verschwunden, 
dass Wolfgang abends unser Bettzeug und ein paar andere Dinge 
aus unserer Stadtwohnung holte, so dass wir auch nachts die Tür 
zum Garten auflassen konnten und zusammen mit Allegra auf 
die Rückkehr der kleinen Maus hofften …

Als Wolfgang am Sonntagabend gegen 23 Uhr unsere kleine 
unternehmungslustige Maus endlich nach Hause tragen konnte
waren alle total erschöpft. So entschieden wir uns auch noch 
diese Nacht, im kühlen Haus zu verbringen. Und am nächsten 
Morgen, als beim Aufwachen, unser Blick in den Garten fiel, 
hatte für uns die Sommerzeit begonnen. Wir holten in den 
nächsten Tagen noch einige Dinge von der Wohnung ins Haus 
und verbrachten den ganzen Sommer dort. 

Als es zum Herbst jedoch wieder kälter und unangenehmer 
im feucht-kalten Haus wurde, und es allmählich Zeit war 
wieder in die kleine, aber besser beheizbare Stadtwohnung 
zu ziehen, wurde uns bald darauf klar, dass eine kleine Maus 
auch in der kalten Jahreszeit auf keinen Fall auf die täglichen
Gartenspaziergänge verzichten wollte. Und Wolfgang hätte 
abends - nach einem anstrengenden Arbeitstag, wahrscheinlich 
 auch wieder so manches Mal vor der falschen Haustür gestanden. 
So blieben wir seitdem in Haus & Garten und wohnen nun noch 
immer hier - und eigentlich nur wegen der Maus. Allerdings 
ist es im Winter bei Minusgraden schon manchmal etwas 
unangenehm vom warmen Wohn-/Schlafzimmer durch das 
frostige Treppenhaus ins wärmere Bad zu gehen. Aber dafür
sehen wir hier morgens im Bett Eichhörnchen- & Vogel-TV!


Nachtrag Montag, 3. April 2017:
Diesen Text über unseren spontanen Umzug wegen der Maus 
hatte ich irgendwann im letzten Frühjahr mal für unseren 
Wildwuchs-Blog vorgeschrieben und wollte ihn dort eigentlich 
am 30. März 2017 posten. Und nun ist alles ganz anders 

Allerdings muss ich zugeben, dass ich die Maus, die ich hier 
im Post irgendwann im Sommer 2002 im Arm gehalten habe, 
nicht so vermisse. Das waren wundervolle Zeiten mit zwei 
sehr verspielten Katzenkindern, die wir in 4 dicken Fotoalben 
ausführlich festgehalten haben. Das Betrachten dieser Bilder
 ist einfach nur eine schöne Erinnerung an unheimlich viele 
erlebnisreiche Tage in Haus & Garten. 

Was mir/uns jetzt fehlt, die die eigenwillige Charaktermaus, 
die früh morgens nach dem ersten Gartenspaziergang zum Beispiel 
in mausetypischer Art ihre Kuscheleinheiten einforderte: Sie lief 
daher um das Betthaupt herum, sprang mit ihrem markanten Ton 
links auf die Bettkante, gab dem Laptop zunächst Köpfchen, 
schmiegte sich an, ließ sich oft die kalten Öhrchen warm kneten
warf sich mir vorzugsweise in den rechten Arm und behinderte 
mich noch einige Zeit beim Posten, bis sie sich neben mir auf 
ihre Kuscheldecke unter die wärmende 75 Watt Glühlampe 
knallte und selig den Morgen verschlief


Mittwoch, 29. März 2017

ganz entspannt ...



Jetzt bin ich froh, dass ich trotz schwieriger Lichtverhältnisse 
kurz vor 20 Uhr nochmals versucht habe unsere kleine Maus 
im Treppenhaus in Wolfgangs Arm zu fotografieren. Denn nach 
einem kurzen Gartenspaziergang zu dritt und etwas frischem
entspannt aus … 

Nur als Cäsar ihr und Allegra ganz unbemerkt einen Hausbesuch 
abstattete, und ich ihn dabei im Flur stellte, war sie nicht 
gerade begeistert - aber erstaunlich gelassen. Bald darauf aßen 
wir noch gemeinsam im Treppenhaus, und ich bereitete unser 
Nachtlager vor. Schließlich hielten entweder Wolfgang oder ich 
schon seit dem Morgen unsere totkranke Graukatze im Arm. 
Und da sie im Laufe des Tages schon mehrmals bewiesen hatte, 
wie viel Energie trotzdem noch in ihr steckte, wollten wir 
sie lieber zwischen uns ins Bett legen.

Foto: S.Schneider


Nachtrag, Donnerstag 30. März 2017:
Die meiste Zeit atmete sie ruhig zwischen uns im Bett. 
Erst gegen Mitternacht wurde sie unruhig, bewegte 
häufiger den Kopf hin und her, richtete sich etwas auf 
und fiel auf einem Kopfkissen auf die Seite. So blieb sie 
ganz still und ruhig atmend liegen. Erst gegen 1:27 Uhr 
jaulte sie 1x laut auf, atmete noch einige Male aus 
und um 1:36 Uhr war sie auf dem Weg 


Montag, 27. März 2017

Nur schnell ein Foto ...



Hier darf unsere totkranke Maus jetzt auch mal 
ziemlich erschöpft aussehen … 

Es war ein schöner gemeinsamer sonnig-warmer Frühlingstag. 
Fast 4 1/2 Stunden waren wir zusammen auf dem Balkon 
unserer Haus-Mitbewohnerin. Und die Maus machte sogar 
noch einen kleinen Dachspaziergang bis zum First. Bei dem 
Abenteuer war das Wasserspuken schnell vergessen. Und 
dann fiel ihr ein, dass es da neben dem Gründach einen 
herrlich warmen Platz zum Liegen gibt. Also spielte sie 
noch einige Zeit die Katze auf dem heißen Blechdach und 
verzog sich irgendwann in den Schatten. Etwa 4 Stunden 
kampierte sie dann im Schatten unter dem besonnten Grill, 
nahm dankbar etwas Wasser an und fand es gar nicht gut, 
als wir sie dort hervorholten. Aber unbeaufsichtigt sollte 
sie dort oben auch nicht bleiben. Und irgendwann muss 
auch ich zumindest etwas arbeiten. Also wurde die kleine 
Graukatze wieder in die Küche zur Fensterbank getragen, 
bekam für ca. eine Stunde noch ein schattenspendendes 
Tablett ins Fenster gestellt und konnte je nach Bedarf 
träumen oder aus dem Fenster zum Hof schauen.

Am späten Nachmittag leistete ihr Wolfgang am Fenster 
noch etwas Gesellschaft. Und um kurz vor 19 Uhr gingen wir 
mit ihr zu unseren Nachbarn, um 'Heilwasser' zu holen. 
Eigentlich dachten wir, sie würde dort gern selbst wieder 
am Wasser sitzen und trinken Aber so eingemummelt 
im 'Kängurubeutel' wollte die kleine müde Maus gar nicht 
aussteigen - oder hatte eventuell auch gar keinen Durst.

Danach entdeckten wir noch eine unserer Nachbarinnen 
bei der Gartenarbeit im Vorgarten und schlenderten ganz 
gemütlich zum Zaun. Hier entstand dann auch dieses Foto.
Die leicht verklebten Augen haben wir ihr nach dem Ausflug 
vorsichtig gereinigt und die kleine Rotznase mal wieder 
mit warmen Wasser und einen Taschentuch geputzt. Irgend-
wann trank die Maus dann auch von ihrem frischen Wasser 
und schlief erschöpft auf der Fensterbank ein 

Foto: W. Hein


Nachtrag Dienstag, 28. März 2017 8:45 Uhr:
Nachdem der Tag wieder herrlich sonnig ist, sitzt auch die 
kleine Maus etwas aufgeweckter und erholter am Fenster 
'im Grünen'. Im Moment kann sie sich gar nicht entscheiden, 
ob sie nun lieber 'Heilwasser' aus Nachbars Garten, Staatl. 
Fachingen still oder einfaches Leitungswasser trinken will. 
Denn da wir ihr leider mit Futter oder Pasten schon seit 
über einer Woche keine Freude mehr bereiten können, 
so soll sie zumindest die Qual der Wahl an einer kleinen 
Wasserbar im Küchenfenster haben.

Etwas Kummer macht mir - neben der Tatsache, dass sie 
jeden Tag schwächer wird und das Ende unausweichlich naht, 
dass ihre Öhrchen zeitweilig ungewöhnlich warm sind. Daher 
versucht sie ihren Kopf wahrscheinlich auch zeitweilig 
am Wasserschälchen zu kühlen, während der Körper auf 
der Kuscheldecke bleibt. Sie bevorzugt eben immer häufiger 
möglichst wechselwarme Plätze. Und glücklicherweise ist sie 
noch immer in der Lage sich selbstständig so zu positionieren, 
wie es ihr behagt 


Sonntag, 26. März 2017

reintragen ...


… oder noch draußen bleiben?

18:45 Uhr wieder so einer der Momente, wo ich ihr sagte, 
dass ich sie nicht aufhalte, wenn sie nun irgendwann 
nicht mehr bleiben mag. Es wurde allmählich kalt im Garten,
die Bank lag schon länger im Schatten, und ich hatte ihr 
kurz zuvor eine Decke übergelegt, als sie mal wieder 
die Bankseite gewechselt hatte.

Schon oft sah unsere Maus in den letzten Tagen ins Leere. 
Dann sackte das Köpfchen immer tiefer, sie atmete meist
ganz ruhig, und die Augen waren halb geöffnet. Häufiger 
durchzog sie ein leichtes oder heftigeres Zucken, dessen 
Ursache wir wohl nicht mehr herausfinden werden …

Und plötzlich hebt sie nach einigen Minuten dann doch 
wieder das Köpfchen und ist immer noch da.

Ich wartete noch einige Zeit, aber bald darauf trug ich sie 
zurück ins Haus - zu ihrem Aussichtsplatz im Küchenfenster.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Montag, 27. März 2017 um 7:15 Uhr:
Was wird der Tag wohl bringen? Zumindest scheint die Sonne, 
und sie ist immer bei uns. Zur Zeit sackt das Köpfchen gerade 
in die Decke, denn nachdem sie nun einige Zeit den Morgen 
begrüßt hat, muss sie jetzt wohl mal wieder etwas schlafen. 

Sie trinkt immer noch das 'Heilwasser'. Allerdings inzwischen 
als Glasflaschen-Abfüllung. Denn gestern Abend mochte sie 
das abgestandene Wasser vom Vortag nicht mehr. Und bald 
nachdem sie aus dem Schälchen das abgefüllte Wasser aus 
der PET-Mehrwegflasche vom Vortag trank, musste sie leider 
reichlich gelbes Wasser spucken. Glücklicherweise war 
unsere Haus-Mitbewohnerin gerade zugegen, so dass sie ihr 
kurz vor Anbruch der Dämmerung noch frisches Teichwasser 
für die Nacht holen konnte. Und bis jetzt ist das auch 
im Katzenmagen geblieben 


Samstag, 25. März 2017

über dem Teich



Alles für die Maus! Wie gut, dass Wolfgang unserer 'Ausreißerin' 
in Cäsars Garten gefolgt war. Nicht nur um die Maus nun vor Cäsar 
zu schützen, sondern auch, um ihr im Nachbargarten ein kleines 
Schälchen zu suchen, es mit dem besonderen Fremdteichwasser 
zu füllen und es ihr gut erreichbar hinzustellen …

Foto: S.Schneider


'Heilwasser' im Haus



Es war wirklich eine gute Idee nicht nur ein Schälchen 
Beim zweiten Besuch der Maus am Fremdteich haben 
unsere Nachbarn uns eine leere Wasserflache zum Abfüllen 
des Teichwassers gegeben. Nun haben wir einen Vorrat für 
den restlichen Tag und die Nacht. Und morgen dürfen wir 
bei Bedarf frisches Wasser für die Maus holen … 

Pepino - der Nachbarskater vor Cäsar, hatte früher 
auch häufiger in der Zeit zwischen Leben und Sterben 
von diesem 'besonderen' Teichwasser getrunken, als 
er doch noch nicht gehen wollte.

Foto: S.Schneider


Freitag, 24. März 2017

von oben herab ...



Auch heute signalisierte die Maus am frühen Nachmittag, 
dass ein Besuch der Straße noch immer ganz wichtig ist. 
Doch als sie mitten auf der Fahrbahn stoppte, sich dort 
lang ausstreckte und liegenbleiben wollte, nahm ich sie 
nach einiger Zeit wieder auf den Arm.

Wie schon an den letzten Tagen ergab sich schnell 
ein längerer Nachbarschaftsplausch am Straßenrand. 
Und Tim, der Junge aus der Nachbarschaft fotografierte 
von unten herauf eine ganz entspannte Maus.

Fotos: Tim S.


Donnerstag, 23. März 2017

glückliche ...


und doch so traurige Momente …

Aber keine Sorge, sie ist noch da …

Ich konnte sie nach dem schrecklichen Moment, als sie 
neben dem Wohnklo gelbliche Flüssigkeit herauswürgen musste 
und dann auf den Fußboden kauerte, irgendwann auf meinen 
Schoß nehmen. Doch dort wollte sie nicht bleiben und schaute 
sehnsüchtig vom Fußboden zum Küchenfenster hinauf. Schnell 
nahm ich das kleine Klappergestell mit der Decke hoch und 
setzte sie in die Fensterbank. Dort positionierte sie sich und 
Ihr Blick schweifte in die Ferne. Sie erschien mir erstaunlich 
ruhig und mit ihrer kleinen Welt auch irgendwie zufrieden.

Doch da ich Angst hatte, dass sie irgendwann unbemerkt
aus dem Fenster springen und sich dabei verletzen könnte, 
setzte ich mich mit einem Stuhl zur ihr vor das Fenster. 
Denn es war gut möglich, dass es sie irgendwann wieder 
in das andere Treppenhaus vor die Küche unserer Haus-
Mitbewohnerin zog. Daher rief ich Wolfgang an, und bat ihn 
vor allem wegen Allegra bald nach Hause zu kommen ...

Foto: S.Schneider


Der Maus das Wasser reichen ...







Ein wirklich bewegender Moment, als Wolfgang nach Hause kam, 
sich auf meinen Stuhl setzte, und die kleine Maus signalisierte, 
dass sie vielleicht trotz allem nun wieder etwas trinken würde …

Foto: S.Schneider


ganz vorschichtig ...


Damals, bei Herrn Katze, schrieb jemand irgendwann einmal 
zu einem seiner Fotos, dass ihm sein Pelzmantel inzwischen 
zu groß geworden ist ...

Dieses Stadium hat unsere kleine Maus in den letzten Tagen 
nun leider auch erreicht. Denn eigentlich hat sie am 
vergangen Samstag - nachdem wir ihr irgendwie klarmachen 
konnten, dass sie nicht mehr zum Tierarzt muß, noch 
ein kleines Schälchen Sheba-Soup-Wasser mit einer 
halben Traumisal-Tablette zu sich genommen. Doch seitdem 
hat sie nur noch wenig Paste vom Finger geschleckt. Ich müßte 
jetzt genau nachschauen, aber ich bin der Meinung, dass sie 
seit Dienstag jegliche Nahrung verweigert, indem sie sich 
vom angeboten Futter abwendet. Doch das ständig und überall 
zur Verfügung stehende Wasser nimmt sie nach einer leichten 

Beim Mausestreicheln sind wir inzwischen sehr vorsichtig. 
Sie wirkt so zerbrechlich, obwohl sie in kritischen Momenten 
noch ziemlich energisch sein kann. So hatte sie vorhin dem 
Nachbarskater Cäsar von oben herab im Garten ganz deutlich 
zu verstehen gegeben, dass er vor ihrem Treppenhaus immer 
noch unerwünscht ist. Aber wenn sie sich danach wieder in 
meinen Arm kuschelt, genießt sie den leichten Kopfstreichler 
mit meiner Nase. Ihr immer mehr hervortretendes Rückgrad 
trauen wir uns nicht mehr gegen den Strich durchzukraulen, 
so wie sie es noch vor einigen Wochen so gerne mochte ...

Foto: S.Schneider


warm und kalt



Nach einem erlebnisreichen Tag ist die kleine Katze 
jetzt wieder total erschöpft und vergräbt ihr Näschen 
zwischen Fensterrahmen und Kuscheldecke.

Hier zeigt sich jetzt ganz deutlich, dass unsere sonst 
so extrem wärmeliebende Maus immer häufiger nicht nur 
einen kühlen Kopf benötigt. Wahrscheinlich ist es das 
zeitweilig aufkommende Fieber, dass sie dazu veranlasst 
sich auf kühlere Flächen zu setzen oder aber nur minimal 
beheizte Räume aufzusuchen.

Bei Herrn Katze vermuteten wir im Winter 2010, als er sich 
immer mehr zurückzog, dass er nur seine Ruhe haben wollte. 
Aber höchstwahrscheinlich war es eher mein kaum beheiztes 
ehemalige Kinderzimmer, das seinem schon damals erkrankten 
und vielleicht fiebergeplagten Körper Linderung verschaffte 

Fotos: S.Schneider


fast wie früher ...



Ein bewegender Moment: Die Maus wirklich sehr entspannt 
auf der Fensterbank in unserem Küchenfenster. So, wie wir sie 
in den letzten Tagen, als sie ihr Lager im anderen Treppenhaus 
aufgeschlagen hatte, kaum noch gesehen haben …

Allegra schlief währenddessen auf ihrem Kissen im Gartenfenster, 
und wir schauten der Maus gemeinsam beim Schlafen zu. Später 
haben wir zusammen bei ihr am Fenster gegessen und dabei 
wie ein altes Ehepaar ab und an aus dem Fenster geschaut. Aber 
die meiste Zeit konnten wir die Augen nicht von der kleinen 
müden Katze lassen. Zeitweilig drehte sie sich um, wechselte 
die Position und schaute immer mal wieder aus dem Fenster.

Als sie abends gegen 21 Uhr noch immer auf der Decke lag, 
entschieden wir ihr aus Schubladenkästen eine kleine Treppe 
zu bauen. Denn vielleicht mußte sie doch irgendwann mal 
zum Katzenklo oder es zog sie wieder ins kühlere Treppenhaus.

Bis kurz vor 11 Uhr abends blieb ich noch bei ihr sitzen
 und wünschte mir, dass sie am nächsten Morgen noch 
immer so daliegen und nicht mehr aufwachen würde 

Vom Bett aus konnte ich später noch einen Blick auf 
die Fensterbank werfen, und um 2 Uhr lag sie noch immer 
auf ihrer grünen Decke. Doch um 2:30 Uhr war ihr Platz 
wieder leer. Mit einem etwas ängstlichen Gefühl ging ich 
auf die Suche nach ihr. Doch sie hatte nur wieder ihren 
neuen/alten Stammplatz bezogen …

Foto: S.Schneider