Donnerstag, 16. März 2017

wohlig im Sonnenschein














Unsere kleine Straßenkatze. Erstaunlich wie viel Energie 
noch in ihr steckt, und wie viel Lebensfreude sie plötzlich 
im Sonnenschein auf der Straße entwickeln konnte …

Der kahle Fleck am Bauch ist hier jetzt mal bewußt 
nicht wegretuschiert worden. Diesen unbedeutenden 
Makel trägt sie seit der Kastration. Denn unsere 
ungeduldige kleine Maus hatte sich damals vorzeitig 
selbst die Fäden gezogen.

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Doro hat gesagt…

Ich wünsche Euch eine gute Woche und dem grauen Mausetier noch einige schöne Sonnentage,die sie genießen kann! Liebe Grüße von Doro

SchneiderHein hat gesagt…

@ Doro
Zwar hatte sie vorhin noch die Kraft die 2 Treppen bis zum Kellerklo hinunter und wieder rauf zulaufen. Und erschreckenderweise sieht ihr weniger Kot nach Abbruch der Behandlung jetzt erstaunlich gut aus, aber nur etwa 3g functional Snack hatte sie gestern gegen 19 Uhr von meinem Finger geschleckt und vor einer Stunde konnte ich sie doch nochmals zum Wasserschlabbern motivieren. Sie fährt extrem runter. Ein Klo haben wir nun 1 Treppe tiefer im Flur stehen. Unserer Haus-Mitbewohnerin kann ich es ja schlecht antun ein Klo in ihrer Küche aufzustellen …
Vorhin schnurrte sie etwas beim Streicheln und bei Wolfgang peitschte etwas der Schwanz. Sie will zur Zeit wirklich ihre Ruhe haben. Abe es ist ihr anscheinend wichtig mitzubekommen was wir machen. Sonst könnte sie sich ja in einen Schrank verkriechen oder im Keller in einer dunklen Ecke hocken.
Vielleicht kommt bei ihr ja noch dieses kurze Aufblühen, und sie genießt nochmals Haus & Garten. Soweit ich mich aus der Sterbezeit von Herrn Katze daran erinnern kann, hatte ich häufiger etwas davon gelesen. Nur wann es diesen besonderen Moment bei Herrn Katze gab - ? Aber das Sterben ist eben auch extrem von den Umständen abhängig und wie so vieles ganz individuell, wenn man den Raum und die Zeit dazu bekommt ...

Diana hat gesagt…

Ich habe die letzten Tage hier ein wenig mitgelesen. Es ist eine schwere Zeit, die Ihr derzeit durchlebt. Ich wünsche Euch noch viele schöne Sonnenmomente mit der Maus, genießt es.
LG Diana

SchneiderHein hat gesagt…

@ Diana
Die letzten Tage waren fürchterlich, denn Maus trank kaum noch, und gefressen hat sie weniger als ein Spatz. Noch dazu saß sie fast die ganze Zeit mit dem Kopf in der Zimmerecke zwischen Treppenhauswand und der Küche unserer Haus-Mitbewohnerin. Zwar ging sie noch 1 bis 2x pro Tag in den Keller zum Klo, döste aber sonst stundenlang vor sich hin. Wir dachten schon, dass sie dort irgendwann wegdämmert …

Aber gestern Nachmittag holte ich sie dann trotz Regenwetter an die Gartentür, dort saßen wir bis zum frühen Abend und danach zog sie Badhocken dem Treppenhaus vor. Freiwillig legte sie sich plötzlich auch wieder auf meine Beine und irgendwann signalisierte sie, dass sie gern aus dem geöffneten Badfenster schauen wollte. Gut, dass ich sie beim vorschnellen Sprung vom WC in die Fensterbank auffangen und hochsetzen konnte. Daher mussten wir sie auch zum Abendessen aus dem Fenster nehmen. Ihren alten Wohnraum verließ sie jedoch recht schnell, aber saß bald darauf im geheizten Bad - ihrer ehemaligen Wellness-Oase.
Heute früh um 2 Uhr war sie immer noch dort. Und da sie mich neben sich duldete, holte ich mir den Laptop ins Bad und sortierte dort ihre Fotos der letzten Tage. Gegen 3 Uhr sprang sie auf, lief zur Gartentür, die ich schnell öffnete und verschwand bald darauf im Garten. Leider fing es 1 Minute später an zu regnen. Aber wahrscheinlich war es das Klo, was sie bald darauf wieder in den Keller zog. Danach saß sie irritiert vor Allegras neuem Katzenklo vorm Gefrierschrank (Madame pinkelt neuerdings lieber dort hinter der Wand). Und trotz einem kleinen Protestmaunzer nahm ich sie auf den Arm und wir gingen noch etwas im Keller spazieren.
Und als ich mich mit ihr zusammen auf die Liege im Treppenhaus legte, blickte sie von dort in den Garten und schlief zeitweilig sogar mal etwas eingekuschelt ein. Gegen 6 Uhr wurde sie unruhiger, setzte sich auf dem Fußboden auf den Laptop und verschwand kurz vor 7Uhr in den regennassen Garten und blieb auf dem feuchten Boden vorm Treppenhaus sitzen. Nach ca 10 Minuten war sie extrem unruhig oder unentschlossen und signalisierte, dass sie durch die Garage auf den Hof wollte. Das ging jetzt viel wackeliger von statten als noch am Donnerstag. Aber ihr Ziel war die Straße. Sie krabbelte zunächst unter ein Auto, aber spazierte dann irgendwann an den parkenden Autos entlang. In Etappen sogar 3 Häuser weiter und setzte sich da wieder mitten auf die Straße - diesmal schaute sie in die andere Richtung als am Donnerstag. Wie lange sie dort saß, muss ich anhand der Fotos nachschauen.
Aber das erinnerte mich fürchterlich an den letzten Tag meines ersten Katers Bibi - er umrundete in Etappen an einem kalten Wintertag sein Haus, danach legte er sich aufs Sofa und wäre dort wohl auch gestorben, wenn ich ihn nicht abends in den Keller hätte tragen müssen. So fanden ihn meine Mutter damals morgens tot an seinem Sessel …
Die kleine Katze verließ jedenfalls irgendwann die Mitte der Straße, kam fast auf mich zu, war aber unentschlossen. Wieder ein Protestmaunzer, aber auf dem Arm spazierengetragen zu werden war dann doch ok. Aufmerksam sah sie sich nochmals alle Vorgärten an und seitdem sitzen wir hier gemeinsam im Sessel in der Gartentür. Teilweise ist sie ziemlich matt, dann aber auch hellwach wenn die bauende Drossel in der Wiese Nistmaterial sammelt oder der Amselmann den Meisenknödel stürmt.
Gut, dass ich mir für sie im Moment die Zeit nehmen kann. Etwa einen Teelöffel Feuchtfuttersoße hat sie gestern früh das letzte Mal geschlabbert und getrunken hat sie noch heute Nacht. Da werden sich ihre Leberwerte jetzt ganz schnell verschlechtern. Eigentlich wäre das heute ein letzter schöner gemeinsamer Tag. Aber vielleicht ist es nun wie bei Herrn Katze, der wollte ja nach Abbruch der Behandlung Anfang September 2010 auch noch nicht sein Erdendasein hergeben ...

kleine-creative-Welt hat gesagt…

Liebe Silke,
ich hab deinen Post und auch deine Antwort an Diana gelesen -
es erschüttert mich immer zu lesen, wenn ein geliebtes Tier nicht mehr lange
bei uns ist -
ich möchte dich in den Arm nehmen - mit der kleinen Maus - alles Liebe -
Kraft für die letzte Zeit -

traurige Grüße - Ruth

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ruth
Ich kann mir gut vorstellen, was das in Dir auslöst … Gestern, als Maus früh morgens wieder so mitten auf der Straße saß, und ihr Blick in die Ferne scheifte, ging eine Nachbarin gerade aus dem Haus, und wir unterhielten uns noch etwas. Ich kann verstehen, dass sie genau deswegen kein Tier haben möchte. Und ich kenne einige, die das Ende auch als so schrecklich empfanden, dass sie danach keinen neuen Lebensgefährten mehr wollten. Mir haben besonders die letzten Tage gezeigt, dass ich nach Maus & Allegra nicht ohne Katzen leben mag, aber wir brauchen dann erst mal Zeit zum Renovieren. Den Stress wollen wir Allegra nicht antun. Aber danach sollen es dann doch wieder Russen werden. Ihr Wesen ist faszinierend. Aber keine Katze der Welt wird die Maus ersetzen können ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Wirklich erstaunlich, wie viel Energie sie dann doch immer mal zeigen!
Kitty hatte zeitweilig auch einen allerdings recht großen kahlen Fleck unterm Bauch, der allerdings lt. Tierarzt von einer Allergie stammte. Die weißen Katzen sollen in der Hinsicht sehr empfindlich sein.

Liebe Grüße auch hier
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Die Energie ist inzwischen abverbraucht. Jetzt schafft sie je nach Bedarf noch 2 bis 6m am Stück und muß dann eine Verschnaufpause einlegen. Allerdings gestern Mittag, als sie vom Teich schnell zum Klo im Keller wollte, waren das wohl nochmals 18m und die Kellertreppe am Stück …

Bei ihr ist das einfach eine Op-Narbe, wo das Fell nicht wieder nachgewachsen ist.