Donnerstag, 30. März 2017

Was bleibt, ist die Erinnerung ...




Foto: W.Hein


Nachtrag, Freitag 31. März 2017:
Als ich am Donnerstag vor 2 Wochen zusammen mit der Maus 
im Sessel saß, fiel mein Blick auf einen kahlen Fleck links 
am Hochwald hinter der Magnolie. Und plötzlich musste ich 
darüber nachdenken, wo wir Maus und später einmal Allegra 
begraben könnten. Aber die Vorstellung, dass ich dann in 
heißen Sommern dort über die Fläche gehen und sie wegen 
der Magnolie häufiger unter Wasser setzen müsste, behagte 
mir gar nicht. Ebenso wie im Hochwald gleich hinter der 
Überschwemmungszone vom Teich. Und irgendwann fiel 
mein Blick auf den Steg zum riesigen panaschierten Ilex, 
der sicherlich auch schon über 40 Jahre im Garten steht. 
Wahrscheinlich musste ich wegen dem Film 'Schick mir 
keine Blumen' mit Rock Hudson und Doris Day plötzlich 
daran denken, ob das Grab unangetastet bleibt - wenn wir 
vielleicht doch mal Haus & Garten verlassen sollten. Ich 
gehe davon aus, dass der Garten dann platt gemacht wird - 
so, wie das zur Zeit auf vielen Grundstücken bei uns in 
der Siedlung geschieht, wenn ein Haus verkauft wird. 
Aber vielleicht hätten die neuen Eigentümer doch etwas 
Ehrfurcht vor so einem alten üppigen Ilex. Seitdem stand 
der Platz im Hochwald also fest. Und das Schaffell, in 
dem Maus als Katzenkind so gern tretelte und das seit 
einigen Jahren im Meise-Mause-Schaffell-Sessel lag - 
auf dem wir gerade saßen, könnte ich nach ihr ohnehin 
nicht mehr ertragen. Also ideal anstatt Biberbettlaken, 
Decke oder Pappkarton. Und nachdem Maus dann lieber 
und ich ins Haus ging, fiel mein Blick auf die schon 
Reihe am Treppengeländer.

Und gestern Nachmittag mußten meinen Überlegungen 
vom vorletzten Donnerstag leider schon Taten folgen.


Kommentare:

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

So ist es auch mit Maja ... sie verblieb im Waldgarten ... wer weiß, was da mal sein wird. Zumindest wurde sie an einer Stelle bestattet, an der so leicht nichts geändert werden wird. Aber man weiß schließlich nie ...
Das Plattmachen der Gärten grassiert auch hier überall. Früher hatte man doch mehr Ehrfurcht vor alt eingewachsenen Gärten. Die wissen gar nicht, was sie tun! ;-) Seltsam nur, daß manche, die erst alles kahl haben wollten, sich dann doch nicht wohlfühlen und plötzlich künstlichen Sichtschutz besorgen .... denn bis alles wieder so hoch ist, wie es einmal war, das dauert bekanntlich ...

Was mich eigentlich wundert .... man kann Tiere ja auf den Tiefriedhof bringen, z.B. im BS Tierheim auch, werden die denn dort auch ganzkörperbestattet oder verbrannt? Bei Menschen ist es ja bald schon gang und gäbe, nur bei Tieren scheinbar nicht oder doch? Mit Kitty steht das ja auch noch bevor, denn bei uns im Garten geht das nun wirklich nicht mehr. Würde auch keinen Sinn machen, da der Garten nicht so groß wie der Waldgarten ist und Nachfolger garantiert drauf stoßen würden.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Da ich bisher nicht das Problem hatte, habe ich mich auch nie mit Tierfriedhöfen beschäftigt. Aber vermutlich ist es wie bei der menschlichen Bestattung - es ist eine Kostenfrage. Allerdings kann man ja die Asche seines geliebten Tieres dann auch zu Hause lagern - bzw. sicherlich auch heimlich irgendwo im Wald oder einem anderen Ort verstreuen/im Pappkarton vergraben ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Wobei die Kosten bei der menschlichen Bestattung sich kaum unterscheiden sollen, wie ich erst kürzlich erfuhr. In dem Falle ging es um ein Sozialbegräbnis, weil da oft Urnenbestattung gewählt wird, doch jeder hat das Recht auf eine Ganzkörperbestattung, auch in diesem Fall! Nur wenn die Angehörigen z.B. vorgreifen und einfach die Feuerbestattung wählen, kann man hinterher natürlich nichts mehr rückgängig machen ...
Auf dem Tierfriedhof in BS werden die Tiere, soweit mir bekannt, ganz beerdigt.
Mit Asche zuhause oder verstreut irgendwo hat es sicher nicht jeder so, mancher hat gern eine "richtige" Grabstelle, zu der er gehen kann ....

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Klar verstreut, oder am Baum begraben ist halt keine richtige Grabstääte für Blümchen, Bild, Spielzeug & Co ;-)

Bei der Bestattung vergißt Du aber die Grabstelle, den meist größeren Stein - ev noch mit Vorgaben und die daraus resultierende Grabpflege. Das sind dann nicht unerhebliche Folgekosten bei der menschlichen Bestattung. Da sind die Urnengräber dann günstiger & pflegeleichter.

Bei der Tierbestattung sind die Laufzeiten aber wohl auch geringer. Irgendwann hatte ich da mal was von 3 oder 5 Jahren gelesen mit der Option einer Verlängerung. Und es stimmt wohl, wer so ein Grab als Gedenkstätte braucht, der möchte es sicherlich auch häufiger besuchen und pflegen ...

Katzen-Fieber de hat gesagt…

Huhu Silke!
Ich hab in dem ganzen Stress, den wir hier hatten (in der engen Familie gabs zusätzlich zu Janis OPs auch noch einen Trauerfall) ganz aus den Augen verloren, bei euch reinzuschauen. Jetzt nach deinem Kommentar bei mir hab ich Gänsehaut...

Ich drücke euch aus der Ferne!

Liebe Grüße
Miriam