Sonntag, 31. Dezember 2017

Theater im Katzenfenster












Wie gut, dass wir die 16 Jahre alten Übergardinen, 
die damals extra für die Katzenkinder Maus & Allegra 
angeschafft wurden, noch nicht getauscht haben!

Fotos: S. Schneider


Dienstag, 26. Dezember 2017

Katz' Du gefällst mir nicht!



Als ich gegen 8 Uhr mit dem Frühstücks-Schälchen zu Allegra 
in die 'Kleiderkammer' kam, gefiel sie mir überhaupt nicht: 
Unter ihrem linken Auge hatte sich schon wieder ein braun-
verkrusterer Klumpen gebildet. Schwerfällig richtete sie sich 
von ihrem Plüschkissen auf, aus den Wasserschälchen hatte sie 
für ihre Verhältnisse ungewöhnlich wenig getrunken, und 
außerhalb des Großraum-Klos befanden sich wieder einmal 
2 Pfützen unserer zeitweiligen Stehpinklerin … 

Das angebotene Futter gefiel ihr so gar nicht. Auch die 
verschiedenen Trockenfutter-Bonbons sowie ein weicher 
Cat-Yums-Snack oder einige Käserollis konnten sie so gar 
nicht verlocken. Und mit ihrem widerwillig gesäuberten 
Matschauge, das danach gleich noch mehr tränte, verzog 
sie sich vom 'Futterplatz' dann lieber auf das Kissen mit 

Es gibt so manchen Tag, wo ich schon genau hinschauen muss, 
ob unsere heute genau 16 1/2 Jahre alte graue Diabetikerin 
noch atmet. Und wahrscheinlich ist es auch die immer weiter 
fortschreitende Erblindung, die ihr bisweilen sehr zu schaffen 
macht. Denn ich kann mich noch gut daran erinnern, dass 
meine Großmutter nach einer gut verlaufenen Star-Operation 
durch eine anschließend auftretende Herpes-Infektion im Auge 
bald darauf einseitig erblindete. Doch mit dem anderen 
Star-geschädigten Auge konnte sie je nach Tagesform und 
Lichteinfall mal mehr oder weniger schemenhaft ihre Umgebung 
trotzdem noch wahrnehmen. Daher lassen wir für Allegra 
inzwischen das Licht in den dunkleren Räumen und im Keller 
auch 24 Stunden am Tag an, um ihr eine bessere Orientierungs-
möglichkeit zu bieten, und um sie zu etwas mehr Bewegung 
im Haus zu motivieren. Denn weder die beiden Einfahrten,
 noch den Garten mag sie in letzter Zeit besuchen. Allerdings 
lag das auch an dem so gar nicht pfötchenfreundlichen 
feuchten-kaltem und meist sehr windigen Wetter.

Wahrscheinlich stimmte mich dieser Morgen in Bezug auf Allegra 
so nachdenklich, da ich heute genau vor einem Jahr nach einer 
scheinbar erfolgreichen Behandlung der kranken kleinen Maus 
zum ersten Mal im Katzenklo Blut im Durchfall-Stuhl entdeckte. 
Und das war der Anfang vom baldigen Ende ...

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Mittwoch 27. Dezember 2017:
Aber nur 10 Minuten später machte mir Allegra ein ganz 
besonderes Geschenk. Ob sie meine Gedanken gelesen hatte?


Das schönste Geschenk - Teil 1


ist mir die Fotoqualität hier ganz egal:

Denn zwischen den beiden Bildern von Allegra 
auf ihrem Plüschkissen, und diesem inzwischen 
sehr außergewöhnlichen Moment liegen gerade mal 
10 Minuten. Es dauerte nicht lange, bis unsere alte 
graue Dame ihren warmen Platz auf dem Sideboard 
verließ, dann unentschlossen auf den Nadelfilz-Fliesen 
in der Kleiderkammer saß, dem Bad einen Kurzbesuch 
abstattete und danach geradewegs zur Kellertür ging. 
Doch plötzlich schlug sie etwas zögerlich den Weg 
nach rechts zur Haustür ein. Die wurde gern umgehend 
für sie geöffnet, und sie blieb ungewöhnlich lange 
dort zwischen drinnen und draußen sitzen.

Das ist besonders erstaunlich, da sie schon sehr lange 
nicht mehr auf den Nord-Hof wollte. Und erst gestern 
spazierte Cäsar morgens einfach mal beim Lüften 
durch das geöffnete Fenster der Kleiderkammer und 
verließ das Haus bald darauf durch die Eingangstür. 
Es war also jederzeit damit zu rechnen, dass Cäsar 
wieder in Hausnähe erschien, um sich auch heute 
sein Tages-Würsten abzuholen.

Doch anscheinend hielt das Allegra nicht davon ab 
am Weihnachtsmorgen einen kleinen Spaziergang 
zu unternehmen ...

Foto: S.Schneider


Das schönste Geschenk - Teil 2


Doch nachdem Allegra einige Zeit recht interessiert 

flanierte sie ganz gemütlich den Weg 
zwischen Haus und Garage entlang.

Unentschlossen blieb sie dann hinter der Garage stehen, 
denn diesen Anblick mit freier Sicht in Cäsars Vorgarten 
und auf die Straße kannte sie wohl noch gar nicht ... 

Unser Nachbar hatte leider Anfang Dezember die ca.1,5m 
hohe Ligusterhecke, die unsere beiden Grundstücke seit 
über 20 Jahren so malerisch trennte, in einem Anfall von 
'Ordnungswut' auf Stock gesetzt. Mit den Worten 'Das wächst 
wieder nach!' war er mit seinem Werk recht zufrieden. Nur 
dem armen Cäsar fehlt seitdem der Schutz seiner Hecke. 
Denn oftmals saß er bei weniger angenehmen Wetter in 
diesem naturnahen Trennstreifen zwischen seiner Terrasse 
und unserer Garage. Dort wartete er dann auf seine Leute 
oder uns, wenn er mal wieder seiner Meinung nach viel
zu lange allein Zuhause war und nun sehnsüchtig auf 
Zuneigung & Aufmerksamkeit wartete. 

Für Allegra schien diese Veränderung jedoch von Vorteil
 zu sein, da sie die Umgebung nun wesentlich besser 
überblicken konnte. Und so marschierte sie geradewegs 
zu den mickrigen Resten der Hecke, schnupperte intensiv 
am verbliebenen alten Efeu an der Wand und markierte 
die linke Kante am Garagentor. Doch leider war zu 

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Mittwoch 27. Dezember 2017:
Am Morgen schlief Allegra für ihre Verhältnisse erstaunlich lange. 
Aber gegen 10 Uhr war sie dann doch gern wieder etwas im Haus 
unterwegs. Doch heute stand ihr der Sinn weniger nach einem 
Spaziergang auf dem Hof. Die Treppe unserer Haus-Mitbewohnerin 
war für sie viel interessanter. Denn kurz zuvor war Flo mal wieder 
in den Gemeinschaftsflur entwischt und hatte dort reichlich Spuren 
hinterlassen. Denen musste Allegra dann natürlich ganz genau 
nachgehen!


Das schönste Geschenk - Teil 3


blieb leider nahezu fotolos. Denn ich hätte Allegra 
nicht einfach mal kurz aussperren können, um ganz
schnell die andere Kamera aus dem Kinderzimmer 
zu holen.

Aber zwischen den Hofbildern und dieser Szene 
im Bad lagen dann auch nur etwa 3 Minuten 

An diesem Morgen stand ihr ganz offensichtlich mal wieder 
der Sinn danach ihre Umgebung genauer wahrzunehmen.

Denn ganz intensiv wurde die vordere Kante 
des Badezimmer-Lakens beschnuppert ...

und anschließend sogar mehrmals hingebungsvoll 
mit dem Köpfchen berieben.


Fotos: S.Schneider


Das schönste Geschenk - Teil 4



legte sie sich zwar sehr langsam und vorsichtig ...

aber doch recht entspannt auf das weiche Bad-Laken.

Wie gut, dass es nun wieder diesen weichen Liegeplatz 
für sie gibt. Denn auch auf die Badezimmer-Matte hatten 
wir wegen der Flöhe im Haus leider lange Zeit verzichten 
müssen. Ab und an hatte sich unsere alte graue Dame 
in den letzten Tagen nun schon mal kurz ins geheizte Bad 
zurückgezogen. Aber dann kauerte sie im vorderen Teil 
auf dem Tuch und war oftmals ziemlich in sich gekehrt.
Heute dagegen forderte sie mich regelrecht dazu auf 
mich neben sie zu setzen, ihr den Bauch zu kraulen, und 
mich durch ein sehr intensives brummiges Schnurren 
immer wieder zum Weitermachen aufzufordern.

Mag sein, dass das nun auch bei Allegra so langsam ein
letztes Aufblühen vor dem Ende ist. Denn die letzten 
intensiven Tage mit der kleinen Maus habe ich nämlich 
unter anderem auch auf dieser Bettbezugs-Matte im 
geheizten Badezimmer verbracht. Das Bad war schon 
immer bei der kleinen Graukatze eine Wellness-Oase, 
in der sie uns zur Streichelmassage aufforderte. Und 
besonders in den letzten Monaten ihres Lebens saß sie 
dort sehr oft und rief uns teilweise sogar nachts ziemlich 
fordernd zum Kuscheln herbei. Und bei der totkranken 
kleinen Maus war das Bad ab Mitte März plötzlich der 
einzige Ort im Haus, wo sie meine Schmuseeinheiten 
noch zuließ. So saßen ich mit ihr dann oft stundenlang 
mit dem Rücken an der Heizung auf dem Fußboden 
und spielte Katzensofa. Ab und an kam Allegra vorbei, 
gesellte sich einige Minuten zu uns und ging bald darauf
wieder ihres Weges. Doch wenn die kleine Graukatze 
dann entweder wieder einmal ganz schnell zum Katzenklo
in den Keller musste, oder plötzlich meine Nähe nicht mehr 
ertragen konnte, verzog sie sich wieder auf den kühlen 

Auch Allegra ist nun schon sehr lange 'wechselwarm'. 
Denn sie braucht anscheinend für ihre Gelenkbeschwerden 
sowohl die Wärme als auch kältere Aufenthaltsorte. Doch 
die Empfehlung unseres Tierarztes ihr eine Rotlicht-Lampe 
zur Verfügung zu stellen, lehnte sie beim ersten Versuch 
vor Weihnachten strikt ab. Sie bewegte sich zwar zunächst 
interessiert zu dem roten Licht, wich dann jedoch schnell 
zurück und verließ bald darauf sogar ihr Sideboard. Ob es
 zu viel Wärme für sie war? Die Leuchte hat immerhin 
150 Watt - produziert also doppelt so viel Wärme wie ihre 
75 Watt Glühlampe über dem Plüschkissen. Oder liegt es 
vielleicht sogar an der Lichtfarbe, die sie als unangenehm 
bzw. zunächst als sehr ungewohnt empfand? Wir werden 
es demnächst nochmals ausprobieren und ihr die Leuchte 
an einem Ort aufstellen, der zwar gemütlich ist, aber 
nicht zu ihren Hauptaufenthaltsorten gehört. Denn es ist 
auch durchaus möglich das ihr 'wechselwarmes' Bedürfnis 
mit einem schwankenden Blutzuckerspiegel oder 
dem Blutdruck zusammenhängt  

Nach einer sehr intensiven Kuschelzeit für uns beide 
erhob sich Madame dann plötzlich vom Boden, ging 
geradewegs auf den Türrahmen zu, schnupperte an 
ihrer altbewährten brauen Schmuddelkante und 
markierte dann nochmals beim Verlassen ihren Raum.


Fotos: S. Schneider


Das schönste Geschenk - Teil 5


Wer nie mit einer Katze zusammen gelebt hat, der 
erklärt uns sowieso für verrückt. Und wer bisher nur Katzen 
in Einzelhaltung kennt, dem wird unsere Freude über 
die vielen braunen Schmuddelkanten in Köpfchenhöhe 
wohl auch nur merkwürdig vorkommen …

Wann Allegra damit anfing die Kanten an den Laibungen 
der Durchgänge und vor allem auch am Türrahmen im Bad 
zu markieren, daran kann ich mich leider nicht mehr so 
genau erinnern. Aber auffällig braun wurden diese Ecken 
wohl vor 2 Jahren. Es ist durchaus möglich, dass sie seitdem 
ihre eigene Fellpflege immer mehr vernachlässigt hat und 
das intensive Markieren ihres Reviers nun Spuren hinterlässt. 
Aber vielleicht war es vordem auch gar nicht so notwendig 
innerhalb des Hauses so viele Zeichen zu setzen.

Denn sicherlich ist auch Cäsar daran schuld, der ab und an 
ganz selbstverständlich einen Spaziergang durchs Haus 
unternahm, wenn die Tür zum Garten 'für ihn' geöffnet war. 
Aber mir scheint, dass auch die kranke - und dadurch bisweilen 
auch aggressivere Maus, Allegra zum Markieren veranlasste 

Und nun hat Allegra mit dem Trio-Infernale, das ihre 

Einige Zeit resignierte sie wohl einfach wegen dieser für sie 
ausweglosen Mehrkatzen-Haushalts-Situation. Oder sie fühlte 
sich körperlich nicht dazu in der Lage ihr Revier gegen die 
drei forschen Mädchen zu verteidigen. Aber heute, war mal 
Zeichen zu setzen. Denn schließlich ist das hier ihr Eingang 

Foto: S. Schneider


Nachtrag Samstag, 30. Dezember 2017:
Diese kleine Serie über das ganz besondere Weihnachtsgeschenk 
von Allegra dauert nun mal wieder viel länger als geplant. Aber 
das Schönste daran ist, dass zumindest im Moment diese etwas 
selbstbewußtere Phase bei Allegra noch anhält. Zwar hat sie 
seitdem kein Pfötchen mehr vor die Haustür bzw. in den Garten 
gesetzt, aber sie geht zumindest wieder interessierter im Haus 
spazieren, wenn die Mädchen im Kinderzimmer eingesperrt sind. 
In den letzten Tagen hatten wir nämlich befürchtet, dass sie 
sich nur noch zwischen ihren beiden Plüschkissen bewegt und 
gegebenfalls ihr Wohn-Klo auf dem Podest aufsucht. Aber in 
der Nacht wandert sie für ihre Klobesuche jetzt auch wieder in 
den Keller oder sucht zumindest die Dusche zum bequemen 
Stehpinkeln auf. All' das sind kleine feine Momente, die uns 
zeigen, dass unsere alte graue Dame doch noch Interesse 
am Leben hat, und sich je nach körperlichem Befinden 
mit ihren Einschränkungen auch notfalls arrangiert. Aber 
wir haben dabei natürlich auch immer im Hinterkopf, dass 
Katzen meist 'still und heimlich leiden' und ihre körperlichen 
Schwächen oftmals gut zu verstecken wissen 

Doch gestern schaute sie mal wieder recht interessiert 
von oben herab, als direkt unter ihrem Sideboard der 
graue Kindergarten ausgelassen tobte. Denn inzwischen 
weiß sie sicherlich, dass wir die Mädchen nur unter 


Das schönste Geschenk - Teil 6


ging Allegra bis zur Mitte der Nadelfilz-Fliesen, schnupperte dort 
ganz intensiv und rauhte - fast so wie früher, mal wieder den 
kratzfreundlichen Bodenbelag richtig gut auf. Einerseits wohl zur 
Krallenpflege, andererseits wahrscheinlich auch um ihre Gelenke 
etwas beweglicher zu halten und natürlich auch, um den Mädchen 
zu signalisieren, dass das immer noch ihr Reich ist.

Dann setzte unsere alte graue Dame ihren Weg fort 
und nahm am Ende der Teppichfläche vor dem weit 
geöffneten Fenster Platz.

Dank digitaler Fotografie konnte ich anhand der vielen 
Katzenbilder nachvollziehen, dass Allegra vom Eingang 
der Kleiderkammer bis zu diesem meist geschützten 
Aussichtsplatz mit Gartenblick ca. 3 Minuten brauchte.
Nicht zu kalt, kein Wind und auch kein Cäsar zu sehen.
Also ein guter Grund irgendwann weiter zu gehen ...

Foto: S.Schneider


Das schönste Geschenk - Teil 7


Leider kann ich mich nun schon jetzt nicht mehr 
daran erinnern, ob Allegra danach von sich aus in 
die Fensterbank sprang, oder ob ich sanft nachhalf 
und sie einfach mal wieder aufhob, um sie auf 
die schmale Fenster-Brüstung zu stellen: 

Mit den Vorderpfötchen im Garten und dem Hinterteil 
noch im warmen Raum. Nur einen kleinen Katzensprung 
vom Garten entfernt 

Foto: S.Schneider


Das schönste Geschenk - Teil 8


Einen Moment lang zögerte unsere alte Dame noch, 
doch dann sprang sie tatsächlich von der Fensterbank  
ganz vorsichtig in den Garten:

Es war wohl wirklich eine Mischung aus Gartenneugier ...

und einer gewissen Furcht. Denn Cäsar könnte ja gleich 
hinter dem Teich oder am Hochwald erscheinen, um dann 
geradewegs über den Steg zum Haus zu marschieren. 
Jedenfalls war das in Allegras besseren Gartenzeiten recht
häufig der Fall gewesen. Und so wurde zunächst das Steinfeld 
entlang der vorderen Kante ausgiebig beschnuppert und 
sicherheitshalber dabei der Steg genau im Auge behalten.

Eigentlich war ich mir ziemlich sicher, dass sie nun sogleich 
versuchen würde wieder durch die Treppenhaustür ins Haus 
zu gelangen … 

Doch ihr Weg führte mit einem leicht unbeholfenen Sprung 
über das inzwischen ziemlich große Loch im morschen Podest 
zur vorderen Stegkante. Dann wieder das so typische Kontroll-
schnuppern, und mit einem Hops stand sie auf dem Stegblech.

Ein kurzer Blick hinter dem Farn zum schmalen Weg 
zwischen Steinfeld und Teich und dann schnurstracks 
weiter auf dem Catwalk.

Früher war der Taxus am Steg immer eine wichtige Infosäule 
für alle Freigänger-Katzen in unserem Garten. Ob Allegra 
nun dort nur noch schnupperte oder auch ein Zeichen setzte, 
darauf habe ich leider nicht geachtet.

Jedenfalls schienen sie die Duftmarkierungen anderer Katzen 
nicht sonderlich zu beunruhigen. Denn die wilde Wiese mit 
der Tischgruppe erregte ihre Aufmerksamkeit. Fast schien es 
als ob sie gleich mit wenigen Sprüngen die Fläche durchqueren 
würde, um unter dem Tisch nach den Mäuschen zu schauen. 
Doch sie blieb lieber noch etwas auf ihrem Beobachtungsposten.

Leider ist das das letzte Foto von Allegras Garteninspektion. 
Denn nachdem mich auf dem Nord-Hof zunächst der leere Akku 
am Fotografieren hinderte, war es dann der volle Fotochip.
Wie lange es nun dauerte, bis es Allegra auf dem Steg zu kalt 
wurde oder das Treiben unter dem Gartentisch zu uninteressant 
für sie war, kann ich daher nicht mehr nachvollziehen. Ihr Weg 
führte sie danach jedoch geradewegs zum Haus vor die für sie
'plötzlich' verschlossene Treppenhaustür. Und dahinter wartete 
eine verdutzte Flo. Das war für Allegra nun natürlich kein so 
gelungener Abschluß ihres Gartenspaziergangs. Und in dem 
Moment hätte ich mir gewünscht, dass die 3 Mädchen in ihrem 
Kinderzimmer eingesperrt, und die Tür zum Garten jetzt weit 
für Allegra geöffnet wäre. Daher nahm ich die nun leicht 
verwirrte Katze schnell auf den Arm, und trug sie durch das 
noch geöffnete Kleiderkammer-Fenster zurück in ihren Raum. 

Auf dem Kissen wurde ihr dann sogleich ein Snack serviert, 
und plötzlich schmeckte ihr auch das Feuchtfutter, von dem 
fast angeekelt abgewendet hatte. Und danach schlief sie 
entspannt unter ihren wärmenden 75 Watt Glühlampe ein.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Sonntag, 31. Dezember 2017:
Die letzten Tage verliefen für Allegra recht gut. Zwar war sie 
nicht sonderlich bewegungsfreudig, aber Streicheleinheiten 
und Aufmerksamkeit forderte teilweise sogar durch Maunzen ein.
Wenn nun das Wetter zeitweilig mitspielen würde, dann könnten 
wir sie vielleicht bald mal wieder dazu bewegen unter Aufsicht 
vor die Tür oder durchs Fenster zu gehen.


Ohne Aufsicht kann Katze Mütze vom Blog 'Miesi' jetzt 
wohl leider auch nicht mehr spazieren gehen. Ihr macht 
inzwischen die Demenz zu schaffen. Nach ihrem letzten 
Verschwinden wurde sie glücklicherweise nach einer sehr 
unruhigen Nacht gegen Mittag im Nachbargarten gefunden, 
und zunächst mal in die geriatrische Reha verfrachtet