Montag, 26. Januar 2015

fürchterlich unentschlossen



Nee, heute ist kein guter Mausetag: Daußen ist der Boden 
noch matschig vom Samstagsschnee. Aus dem grauen Himmel 
kommt ganz feiner, aber felldurchnässender Nieselregen. 
Und dann turnte auch noch dieser extrem neugierige Cäsar 
in der Morgendämmerung auf dem Vogelfuttertisch herum. 

Zu allem Übel schmeckt der Maus das heute früh angebotene 
Feuchtfutter überhaupt nicht. Und eigentlich steht ihr eher 
der Sinn nach Würstchen, Bonbons mit Grasgeschmack, Käse-
rollis oder etwas Leberwurst aus der Tube. Das sind alles 
von denen sie jedoch leider Durchfall bekommt, die sie 
nicht mag, oder als 'Einzahn'-Katze inzwischen leider 
nicht mehr kauen kann … 

Daher war es sehr praktisch mit den vielen wegen Allegra 
angebrochenen Packungen den Nachbarskater Cäsar einige 
Zeit bespaßen zu können. Ihn hatten wir seit Silvester 
in seinem Zuhause in Pflege. Und auch er war von dem 
feuchten Wetter Anfang Januar ziemlich genervt und blieb 
daher lieber die meiste Zeit im Haus. Doch den Leckerlies 
im Haus und auf der Treppe nachzujagen war für den 
wirklich verfressenen Kater, der eigentlich immer Hunger 
hatte, dann eine unterhaltsame Beschäftigungstherapie.

Aber eine kleine Maus weiß inzwischen ganz genau, dass 
Mäulchen fliegen, und sie dafür kaum etwas zu tun hat.

Und in den letzten feuchten Winterwochen ist sie nun 
leider viel zu viel Maus geworden. Ob das nun nur 
die Winterlangeweile ist, oder doch etwas organisches 
bei ihr mitspielt, das wollen wir im Februar mal lieber 
von ihrem Tierarzt abklären lassen. Aber unsere kleine 
'Dickmadame' wollen wir bis zum Tierarztbesuch nun 
lieber mal etwas auf Diät setzen. 

Nur ist das mit Allegra - unserer diabetischen Snackkatze, 
ja gar nicht so einfach zu realisieren. Denn wir können  
wegen ihr nicht einfach die Futterbar für einige Stunden 
am Tag schließen ... 

Vielleicht ist die Maus in letzter Zeit aber auch wegen Cäsar 
fürchterlich quengelig. Denn Anfang des Jahres hatte sie 
sich mit dem schwarzen Eindringling nachmittags so angelegt, 
dass die beiden Katzen im Eifer des Gefechtes in den Teich 
gefallen sind. Jedenfalls geht die Maus seitdem nicht mehr 
so gerne in ihren Garten. Oftmals bleibt sie vor dem Spalt 
der Gartentür sitzen oder setzt sich nur kurz vor die Tür. 
Und verkriecht sich bald darauf wieder ins Haus. Wenn, dann 
geht sie jetzt lieber mitten in der Nacht on Tour - wohl in 
der Hoffnung, dass der Nachbarskater in seinem Zuhause ist.

Foto: S.Schneider


Gestern war ich daher richtig froh, als die Quengel-Maus 
gegen 11 Uhr unter ihrer Kuscheldecke auf dem Bett 
verschwand, und erst kurz vor 18 Uhr wieder zum Vorschein 
kam. Danach wurde kurz die Futterbar besucht, und dann 
spielte sie für mich Wärmflaschenersatz für meinen immer 
noch hartnäckigen Winterhusten. Denn der findet feuchte 
Witterung auch ganz toll, um noch etwas länger da bleiben 
zu können. So haben wir uns dann noch 2 1/2 Stunden 
gesund geschlafen. Und vielleicht sieht die Welt morgen 
schon wieder ganz anders aus 


Nachtrag, Dienstag 27. Januar 2015:
Heute früh habe ich zunächst erst eimal schnell mit 
unserem Tierarzt telefoniert. Denn was ich gegen 9 Uhr 
im Keller-Katzenklo vorfand, sah nicht gut aus. Da gab 
es ganz viele kleine feuchte Streuklumpen anstatt einem
 kompakten feuchten Fleck in einer Ecke des Katzenklos. 
So ganz genau kann ich leider nie beurteilen, wer da 
nun was in der Kiste hinterlassen hat, da beide Katzen 
zumindest 3 der 5 im Keller befindlichen Toiletten 
gemeinsam benutzen. Aber meist ist Allegra die, die 
nicht verscharrt, während Maus fast immer wilde 
Buddel-Orgien veranstaltet. Außerdem kommen bei 
Allegra oftmals um die 100ml pro Klo-Besuch aus der 
Katze heraus. Bei Maus ist es meist nur die Hälfte 
oder auch weniger. Und nachdem mir Allegra wenig 
später im Wohn-Klo vorführte, dass bei ihr alles normal 
ist, hat oder hatte anscheinend die Maus ein Problem. 

Die hat nämlich gestern noch einige Zeit in der schiefen 
Schublade im Schrank hinter unserem Bett geschlafen, 
sich dann irgendwann ins Körbchen neben dem Bett 
verkrochen und wollte gegen 3 Uhr früh in den Garten. 
Nach etwa 1 Stunde kam sie zur Futterbar, brauchte 
dann meinen rechten Laptoparm einige Zeit als Pfötchen-
stütze und lag danach zwischen uns im Bett. Kurz vor 9 Uhr 
hatte sie noch etwas Hunger, und seitdem liegt sie nun 
wieder schnarchend unter der Kuscheldecke auf dem Bett. 

Von Herrn Katze kenne ich solche Harnwegsprobleme 
zur Genüge. Bei ihm gab es dann ab dem 5. Lebensjahr 
häufiger die Diagnose Struvitsteine oder eine Harnwegs-
entzündung. Jedenfalls erklärt das, warum Maus in den 
letzten Tagen so unausstehlich war. Sie hat oder hatte 
Schmerzen.

Im schlimmsten Fall schleppt sie das Problem schon länger 
mit sich herum - vielleicht sogar schon, seitdem sie & Cäsar 
am Freitag dem 2. Januar in den Teich gefallen sind 

Jedenfalls hat unser Tierarzt nichts dagegen einzuwenden, 
dass ich der Maus heute präventiv eine der Flutd-Tabletten 
von Allegra verabreiche. Und wenn es im Katzenklo dann 
weiterhin so kleinkrümelig bleibt, werden wir den 
geplanten Tierarztbesuch wohl vorziehen müssen 


1 Kommentar:

engelundteufel hat gesagt…

Feuchtes Wetter mögen wir überhaupt nicht, da bleibt unser Auslauf auch verwaist :-D
Aber die Pipisorgen sind ja nicht schön :-(
Schnurrer Engel und Teufel