Samstag, 12. April 2014

die Zecke wartet schon



Immer wenn sich Allegra über den Steg in den mittleren Teil 
des Gartens traut, muss sie auch die aktuelle Graslage am 
Holzbalken mitten auf der Betonfläche kontrollieren. Und je 
nach Graslänge ist dann auch ein kurzer oder längerer Snack 
möglich. Doch zum Glück hatte ich heute Nachmittag ein 
merkwürdiges Gefühl und habe schnell selbst einen Blick 
auf ihr Gras geworfen. Und tatsächlich, da saß eine Zecke 
an einem Halm und wartete auf Madame! 

Aber nachdem ich mir diesen Text über das Haller'sche Organ 
der Zecke zu Gemüte geführt habe, wundert mich jetzt gar 
nichts mehr. Dann stimmt es also wirklich: Die 'latschen 
notfalls meilenweit' für einen Wirt …

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Miuh von romantischeslandleben hat gesagt…

Liebe Silke, Euer Umgang mit den Zecken beeindruckt mich! Vorsicht, Gefühl und Wissen helfen hier viel! Heute Morgen habe ich nur im Halbschlaf auf diesen Titel geschaut, bin wieder eingeschlafen und habe von Zecken geträumt und überall nach kleinen Krabblern gesucht. Liebe Grüsse, Miuh

Country Charme hat gesagt…

Na dann Prost Mahlzeit! Bin gleich Deinem Link gefolgt und war wieder mal echt deprimiert. Diese Biester vermiesen einem schon den Naturgenuß... (mein Mann hatte/hat? Borreliose)
Liebe Restostern-Grüße
Christel

engelundteufel hat gesagt…

Wir müssen mal gleich auf Holz klopfen - obwohl Mama ja immer mit dem Stöckchenholer unterwegs ist, haben wir hier zum Glück noch keine gehabt - außer Mama :-)
Schnurrer Engel und Teufel

SchneiderHein hat gesagt…

@ Miuh
Ich gebe zu, im Moment fällt es mir wieder echt schwer damit umzugehen ...
Und gerade vor einigen Tagen habe ich wieder mal zu Wolfgang gesagt, dass ich hier in 2 oder 3 Jahren weg will, wenn das so weiter geht. Denn nach all' den Beobachtungen und Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren mit Zecken im Garten machen musste, erscheint es mir zur Zeit nahezu unmöglich zu sein sie wieder aus dem Garten herauszubekommen. Da hilft wohl wirklich nur Brandrodung, Durchpflastern, Abschotten und dann zwischen Mauern und ein paar Kübelpflanzen braten - also nix, was für uns noch irgendetwas mit Natur zu tun hat.

Ja, das Thema ist wirklich unangenehm. Und trotz aller Vorsicht hat mich vorgestern vielleicht irgendwo am Wegesrand ein Weibchen erwischt. In den Beeten war ich jedenfalls nicht unterwegs. Aber ich hatte ja schon öfters erlebt, dass sie auch auf dem Steg warten. Oder vielleicht reichte es auch, dass unsere Maus sich zwischendurch mal an meinem Bein rieb. Möglichkeiten gibt es überall. Und das blöde ist ja auch, dass man die Weibchen zwar sehen, aber kaum spüren kann. Das ist jedes Mal ein merkwürdiges Gefühl, wenn die Tiere auf der Hand krabbeln und nix zu spüren ist. Da sind Katzen ja meist sensibler und kommen zum Kuscheln, damit man ihre Zecken findet …
Na ja, bei mir ist es gestern jedenfalls gründlich schief gegangen ;-( Zunächst habe ich sie auf der Hüfte nicht gesehen und versehentlich berührt. Die hat natürlich gleich gespuckt. Glücklicherweise hat das abgelaufene Vereisungsspray noch funktioniert, denn selbst durch den kleineren Zeckenhaken ist sie Wolfgang 3x durchgerutscht. Und dann ist auch noch der Kopf abgerissen. Der Borreliosetest, den wir noch hatten ist irgendwie unklar - ein ganz leichter rosa Streifen zeigt sich auf dem Testgerät. Und heute habe ich noch eine ca. 5cm große Rötung …

@ Christel
Ja, echt frustrierend, denn das passt alles perfekt zu meinen Beobachtungen im Garten. Zecken bewegen sich wohl wirklich ziemlich aktiv zu attraktiven Wildwechselgebieten. Und das mit der 'Pfadfinderrolle' kommt mir auch so vor. Denn so viele Zecken können nicht im letzten Sommer/Herbst oder gar Frühjahr von Mäusen, Igeln bzw. sogar Fröschen und Eichhörnchen abgesprungen sein. Schließlich habe ich in den letzten 4 Wochen am Wiesenrand auf ca. 9m Länge über 100 Zecken abgesammelt. Die rücken wohl wirklich aus anderen Bereichen nach. So wie es bei Bierfallen ja auch heißt, dass man dadurch die Schnecken auch aus den Nachbargärten anlocken kann …
Wenn mir nicht so sehr vor dem Gestank grauen würde, dann würde ich mich wirklich gern an den Buttersäurefest trauen. Ich denke mir, wenn das klappt wäre das die beste Methode um den Garten nach mehrmaliger Anwendung zumindest etwas zeckenfreier zu bekommen. Denn hier wie wild mehrmals im Jahr mit Gift umhersprühen ist wirklich keine Alternative für uns.

Mit der Borreliose, das hattest Du schon mal geschrieben. Und was nun mit mir seit gestern ist? - siehe @ Miuh. Ich werde mir wohl mal wieder Herrn Storl greifen und mich noch weiter über die Kardenkur informieren :-( Und von meiner Nachbarin bekomme ich eine Adresse von einer Heilpraktikerin, die sich auf Borreliose spezialisiert hat ...

@ Engel & Teufel
Seid froh, wenn Ihr um die Erfahrungen drum herum kommt!

Mascha hat gesagt…

Seufz, ja, die Zeckenplage diesjahr scheint mir besonders schlimm zu sein! Merula hat schon wieder eine heute, trotz "Frontline", was ja angebl. 4 Wochen wirken soll... und was ich eigentlich immer vermeiden will anzuwenden, weil ich mir nicht ganz sicher bin, ob es dieser doch etwas heiklen empfindlichen Katze gut tut... Aber das Beaphar Zeckenhalsband brachte leider überhaupt nichts - sie kam gleich am nächsten Tag mit 3 neuen Zecken heim. Und das Halsband roch ganz ekelhaft chemisch und verbfärbte ihren weiszen Brustlatz rot... das hab ich ihr wieder abgenommen, denn ich hatte kein gutes Gefühl dabei.
Aber wie das diesjahr noch weitergehn soll - - ? ? -
Rausmachen läszt sie sich die Dinger ja nicht von mir, misztrauisch, wie sie wohl immer bleiben wird -
Einen schönen Abend und eine gute (zeckenfreie) neue Woche wünscht
Mascha

SchneiderHein hat gesagt…

@ Mascha
Und ich war schon versucht über ein Zeckenhalsband als Alternative nachzudenken ;-( Aber wir hatten unserem Kater mal vor einigen Jahren eines umgemacht und danach musste er sich übergeben. So ein Ungeziefer-Halsband scheint noch schlimmer als Frontline zu sein …
Aber auf die 4 Wochen von Frontline kannst Du Dich leider auch überhaupt nicht verlassen. Maus & Allegra hatten am Sonntag letzter Woche eine neue Dosis bekommen. Am Freitag lag eine halbvolgesogene noch lebende Zecke plötzlich auf dem Parkett. Und Maus musste ich am Samstag non eine Zecke auf dem Schulterblatt entfernen. Dabei hatten wir das Mittel an mehreren Stellen im Nacken problemlos verabreicht. Es scheint also doch noch länger als 2 oder 3 Tage zu dauern, bis die abtötende Wirkung eintritt. Denn bisher fand ich nur eine tote Zecke auf der Kuscheldecke. Und spätestens nach 3 Wochen haben sie uns dann auch wieder die Zecken im Fell krabbelnd ins Haus geschleppt, die dann häufiger irgendwo abspringen und uns auflauern. Zum Glück sind beide aber meist sehr kuschelbedürftig wenn sie eine Zecke haben, die wir finden sollen …

Hast Du es schon mit so einem Zeckenhaken (gibt es in 2 verschiedenen Größen) probiert? Unsere Damen halten dabei inzwischen erstaunlich still. Im Anfang gab es viel mehr Theater. Aber nun wissen sie wohl, dass wir sie von den Blutsaugern befreien können!?

Mascha hat gesagt…

Ich glaub, die Zecken sind inzwischen frontlineresistent - das hat hier auch mehrere Tage gedauert, bis sie tot waren. Und danach hingen sie immer noch in der Haut, bis zu einer Woche lang - kann das sein, oder waren sie noch immer nicht tot?
Leider läszt sie sich nichts von mir entfernen, ich hab auch eine Zeckenzange, die eigentlich gut geht... aber Miez hat das Misztrauen ihrer Streunerzeit leider immer noch nicht ganz abgelegt und meinem Partner gegenüber vor allem, so dasz wir sie auch nie zu zweit behandeln können, was deutlich besser ginge. Auch das Betupfen mit Teebaumöl (hatte mir jemand geraten) geht meist daneben...
Müssen wir wohhl mit leben mit dieser Plage und neues Frontline kaufen gehn... Ein Halsband kriegt sie von mir nicht noch mal!
In der Hoffnung, der nächste Winter wird wieder richtig kalt, so dasz das Mistzeug totfriert!
LG Mascha

SchneiderHein hat gesagt…

@ Mascha
Auf kalte Winter brauchst Du bei Zecken nicht zu hoffen ;-( Eher sind es feuchte Winter, die ihnen schaden können. Aber ich vermute, dass ist alles noch gar nicht richtig erforscht. Jedenfalls die Zeit im Gefrierschrank sitzen sie locker ab: http://www.zecken.de/forschung/zeckenhaertetest/

Eher vermute ich, dass das mit den mit Borrelien verseuchten Zecken zusammenhängt. Ich muss mir dafür mal eine Linkliste zusammenstellen. Im www hatte ich dazu einen Artikel gefunden, dass mit Borrelien infizierte Zecken besser mit Hitze klarkommen und auch sonst um einiges zäher sind als nicht infizierte. Da kommt noch einiges auf uns zu :-(

Bitte kein Teebaumöl etc.Das verleitet die Zecke dazu sich zu erbrechen. auch wenn Katzen angeblich nicht erkranken können, so bleibt nach dem Einstich doch oft eine schmerzhaft entzündete Stelle zurück.
Meine Einstichstelle ist allerdings nach der mehrmaligen Einnahme von Arnica-Globulis erstaunlich schnell abgeheilt, und tat kaum weh.

Gerade jetzt bei dem feucht-warmen Wetter geht es bestimmt erst richtig los. Ich hoffe ja, dass ich ziemlich viele in den letzten Wochen aus der Wiese fischen konnte. Morgens sind mir manchmal über 10 Zecken am Wiesenrand begegnet. Aber nach über 100 Tierchen wird es vielleicht allmählich doch besser!???