Montag, 27. Januar 2014

schwierige Verhältnisse


Heute Nacht so gegen 4 Uhr, als die Maus ausnahmsweise mal
 ganz gemütlich zwischen uns im Bett schlief und so gar keine 
Anstalten machte raus in den Garten zu wollen, war da im 
Treppenhaus plötzlich so ein merkwürdiges Geräusch. Auch 
Allegra, die im Gartenfenster auf ihrem Kissen schlief, hob 
das Köpfchen - war aber viel zu müde um die Herkunft des 
Geräusches zu lokalisieren. Auch Maus kuschelte sich wieder 
ein. Doch die Öhrchen blieben gespitzt. Und das Geräusch 
hörte nicht auf. War da ein Tier durch den engen Lüftungs-
spalt ins Treppenhaus gelangt? Etwa ein Mäuschen, dem es 
draußen zu kalt war? Irgendwann schaute ich dann doch lieber
 nach und eine Maus folgte mir. Na toll - Tauwasser! Wegen 
eines Baufehlers - bzw. eines Missverständnisses zwischen 
unserem Architekten und uns haben wir das Problem, dass 
bei Frost unser Treppenhaus nur 4° wärmer als die Außen-
temperatur sein sollte. Wir wollten damals ein kühles nicht 
beheiztes Treppenhaus, und unser Architekt plante einen 
kalten Wintergarten. Und wenn der Temperaturunterschied 
nun zwischen drinnen und draußen zu groß wird, dann bildet 
sich wegen der fehlenden Dachdämmung Tauwasser im Dach, 
das dann munter durch die Decke tropft. Nur jetzt tropfte 
es nicht vom Dach, sondern es hatte sich ganz oben in der 
Ecke zur Garage an den Fensterprofilen Wasser gebildet. 
Wenig später ging mir ein Licht auf: Wolfgang hatte in der 
Nacht die Schiebetür zum Schiffskeller nicht ausreichend 
geschlossen, und so strömte die warme Luft nach oben in 
die kälteste Ecke ins Treppenhaus. Und nun tropfte das 
Wasser munter auf mein Deko-Kartongebirge vor der Glas-
fassade! Also hieß es mal eben schnell nachts die Deko-
Kisten vor der Durchfeuchtung zu retten ...

Während die Maus nun doch lieber eine Nachtwanderung 
machte, wir wie wild im Treppenhaus Kartons umschichteten 
und Wasser wegwischten, wurde auch Allegra wach. Wahr-
scheinlich war sie so irritiert von der nächtlichen Unruhe, 
dass sie zwar ihre Katzenklo-Ecke neben dem Küchentisch 
aufsuchte, sich aber lieber unter der linken Vitrine hinter 
dem Klokiste einen Platz auf dem Parkett suchte. Es war 
also leider kein einmaliges Problem mehr, dass sich Allegra 
nun außerhalb - aber ganz in der Nähe, einen zusätzlichen
Platz wählte. Daher haben wir ganz schnell die zu kleine 
Holzplatte, auf der das Klo in den letzten Jahren thronte, 
entfernt und den Bereich komplett mit einem Wachstuch 
ausgelegt. Sicherheitshalber haben wir die Ecken auch 
etwas hochgeschlagen, falls Madame nun häufiger auf die 
Idee kommen sollte sich in diese Ecke hinter dem Klo 
zu verkriechen:

Aber wahrscheinlich tragen wir mal wieder eine nicht 
unerhebliche Mitschuld an diesem Geschehen: Denn 
am Samstag hatten wir ausnahmsweise Allegras Insulin-
Spritztermin um ca. 3 Stunden überzogen. Dann noch 
dazu das kalte Wetter, bei dem sich die Katz' auch im 
Treppenhaus sehr schnell verkühlen kann. Und in letzter 
Zeit waren wir etwas nachlässig mit den Tabletten gegen 
Harnwegsentzündung. Die geben wir ihr normalerweise 
nur, wenn sie das Katzenklo sehr häufig benutzen muss 
oder mal wieder über den Rand hinauspinkelt. Oftmals 
ist das wahrscheinlich ein Zeichen für Schmerzen bzw. 
Ungeduld, da die Blase zu stark gefüllt ist. Vielleicht 
sollten wir ihr die Tablette bei so kaltem Wetter in 
Zukunft einfach präventiv verabreichen? Noch dazu 
hatten wir am Wochenende weniger Zeit als üblich für 
unsere Madame. Und wenn dann auch das angebotene 
Nassfutter so überhaupt nicht schmeckt - sie daher 
vermehrt Trockenfutter frisst und dadurch noch mehr 
trinken muss, ist Katz' natürlich fürchterlich genervt, 
wenn sie 5 bis 6x am Tag das Katzenklo aufsuchen muss. 
Und da sie morgens anscheinend kurz nacheinander 2x 
die Kiste benötigte, die aber noch nicht sauber war ...

Nun hoffen wir, dass sich die 'verstellte' Katz dank Insulin 
bald wieder besser einstellen lässt. Und uns ist mal wieder 
klar geworden, dass unser Aktionsradius außerhalb des 
Hauses doch etwas kürzer ist. Es sei denn wir gewöhnen 
uns daran, dass Katz' sich die auf dem Boden aufliegenden 
Gardinen, ihr Kuschelkissen etc. als Katzenklo wählt.

Und da es wohl leider immer häufiger mal wieder aus ganz 
unterschiedlichen Gründen schlechte Tage geben wird, 
sollten wir bald möglichst ein niedrigeres und wesentlich 
größeres Katzenklo für diese Ecke neben dem Küchentisch 
finden ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

kleine-creative-Welt hat gesagt…

Oh je.... hätte nicht das tropfende Tau-Wasser gereicht? Aber nein, darf´s ein bisschen mehr sein - das tut mir leid - weißt du, die Erfahrung der letzten Jahre hat mich gelehrt, dass nach Beendigung der einen Sache die nächste schnell folgt - irgendwas ist immer -
versuch, es so gelassen wie möglich zu nehmen - auch das hat meine Erfahrung mir gezeigt: es wird nicht besser, wenn ich mich aufrege - im Gegenteil - ich fahre am besten damit, mir zwischendurch was zu gönnen, sei es eine Buch-lese-Pause mit was Leckerem oder ein kleiner Bummel - auch Spaziergänge tun Wunder -

ich drück die Daumen -

liebe Grüße - Ruth

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ruth
Jo, der Morgen hätte mir mit der spontanen Umräumaktion schon gereicht ;-) Zumal das fast aufgeräumte Treppenhaus jetzt wieder wie ein Warenlager aussieht, und wir erst nach dem Frost die Dinge dahin zurückschichten können. Na ja, vielleicht hat es auch sein Gutes und einiges kommt dann doch 'gleich' mal mit Wolfgangs Hilfe ins Außenlager. Also vorerst nix mit Deko im Treppenhaus! Aber wenigstens konnte ich am Tauwettertag mal Fensterputzen - hat auch was ...

Es kam dann zwar noch einiges mit unseren grauen Damen hinterher, aber ich hoffe es normalisiert sich nun wieder - zumindest etwas.
Und das Drum herum ist wohl leider Leben ;-)

Nein, aufregen tue ich mich nicht, nur ist es blöd, wenn es für manche Vorkommnisse halt keine Lösung gibt. Mir graut vor der Zeit, wenn ich Allegra auf Schritt und Tritt überwachen muss - fast immer wegen ihr im Haus bleiben sollte. Denn diese Phase kommt wohl leider irgendwann bei ihr. Herr Katze wollte damals von sich aus immer mehr in den Garten, konnte besser allein sein und konnte damit Leben abends in der Waschküche eingesperrt zu werden, als er immer mehr tröpfelte. Aber Allegra ist eine Hausdame, die unsere Nähe braucht. Jedenfalls macht es unter diesen Umständen überhaupt keinen Sinn noch über eine Renovierung nachzudenken ...

Gut, dass ich den 'Spaziergang' vor der Gartentür habe! Wenn die Sonne lockt, und die Kamera funktioniert (die geht allerdings bald kaputt) sieht das Leben schon wieder netter aus.