Dienstag, 20. März 2012

Sie schnurrt wieder ...


... und genießt ihren Arbeitsplatz:

Zuvor wurde sich ausgiebig auf dem Küchentisch gestreckt,
und dabei durfte ich auch etwas den Bauch kraulen. Dann
brauchte Katz' den Rückhalt und magnetische Ströme vom
Laptop. Doch so richtig gesprächig ist sie noch immer nicht.
Aber etwas fordernder klingt sie schon wieder, wenn es
um Aufmerksamkeit und Kuscheleinheiten geht.

Foto: S.Schneider


Nur gegen 17:30 Uhr bekam ich dann doch einen Schock,
als Katz' versuchte geradewegs durchs Zimmer zu gehen:
Tiefergelegt, schwankender Gang und das Hinterteil lief
wieder in eine andere Richtung als sich der Katzenkopf
das im vorderen Teil wohl vorgestellt hatte. Zwar lief sie
nicht
so flach wie im Januar 2011 auf den Hinterläufen.
Doch ihr Gang war wieder ähnlich beängstigend. Nach
diesem Erlebnis war ihr anscheinend die Lust auf einen
längeren Gartenspaziergang vergangen. Aber zumindest
saß sie noch einige Zeit auf dem Steg in der Dunkelheit.

War das nun der gefürchtete
Somogyi-Effekt? Doch der
müsste eigentlich recht bald nach der Insulin-Dosis auftreten
und nicht erst nach 6 Stunden? Denn Allegra hatte ihr Insulin
morgens gegen 10:30 Uhr erhalten und noch dazu eine
geringere Dosis als sonst üblich ...


Nachtrag Mittwoch 21. März 2012:
Etwa 10 1/2 Stunden nach der letzten Insulin-Dosis - also
gegen 21 Uhr - lag Allegra sogar nur auf dem Fußbodenkissen
vor ihrem Lieblingsplatz in der Küchenfensterbank. Traute
sie sich nun noch nicht einmal mehr in die Fensterbank zu
springen? Auch auf Wolfgang reagierte sie abends recht des-
interessiert, obwohl sie ihn nomalerweise freudig begrüßt
und ihn sogleich vereinnahmt. Wir überlegten hin und her,
ob es sinnvoll wäre ihr nach 12 Stunden Insulin zu geben
oder doch besser wieder 16 bis 18 Stunden abzuwarten.
Da Allegra nicht zum Futternapf ging und einfach auf
ihrem Kissen vor der Heizung liegen blieb, hatten wir
uns für die noch längeren Spritzabstände entschieden.

Also klingelte um 3 Uhr morgens das Handy. Und kaum
waren wir einigermaßen wach, stand die Katz' freudig
und schmusebedürftig auf dem Bett. Erwartungsvoll saß
sie
wenig später auf dem Küchentisch, um mir bei der
Zubereitung ihres Feuchtfutters mit Traurin, Schüßler-
Salzmischung und Arnica- sowie Aconitum-Globulis zu-
zuschauen. Hätte sie Hunger gehabt - der Futternapf mit
diabetischem Trockenfutter steht immer für sie bereit.
Aber Madame stand natürlich der Sinn nach anderem
Trockenfutter, das sie nur in kleinen Mengen zum Insulin
bekommen darf, da es Getreide enthält. Vom Feuchtfutter
wendete sie sich empört ab. Nein, Trockenfutter sollte
es jetzt sein! Komischerweise frisst Allegra ihren Feucht-
futtermix anstandslos gleich nachdem sie ihr Insulin be-
kommen hat. Aber natürlich immer nur in Kombination
mit dem heißgeliebten Trockenfutter und nur neben
ihrem Wolfgang
auf dem Bett ...

Danach sprang sie leichtfüßig in die Katzen-Fensterbank,
putze sich noch etwas, streckte sich zufrieden
zwischen
Scheibe & Gardine
aus, und jetzt wird ein Teil des Insulins
wieder weggeschlafen.


Kommentare:

Lisanne hat gesagt…

liebe silke, erst mal danke ich dir für deine worte bei mir...siggi ist alt und nicht mehr fotogen, er sieht aus wie ein zerzauster straßenkater, der arme. ich denke mal, wir sehen im alter auch nicht besser aus. ich glaube nicht, dass er sich wo anders einquartiert hat. das ist nicht seine art. und merlin und siggi haben keine feindlichen berührungen, siggi will einfach seine ruhe - merlin hat das voll respektiert....wir werden sehen.-)
der allegra weiter eine gute besserung und dir einen schönen tag, bin dann mal wech, cucu
lisanne

Luna und Luzie hat gesagt…

Ihr tut alles, damit es der Katze /den Katzen gut geht. Das ist schön!!! Nicht jeder kümmert sich so um seine Tiere.
Hier laufen seit vielen Jahren 2 unkastrierte Kater rum, denen man ab und zu am Gang ansieht, dass es ihnen schlecht geht. Leider kann ich mich einfach nicht um alle kümmern, auch wenn ich es gerne täte. Ich hab ja schon den Mietzer aufgenommen....vier Katzen sind eigentlich schon zu viel.
Trotzdem tut es mir immer wieder leid, wenn ich sie draussen streunen sehe.....

Gute Besserung an Allegra!

Liebe Grüße
Stefanie

SchneiderHein hat gesagt…

@ Lisanne
Wahrscheinlich hast Du das Drama von Herrn Katze (dem Kater, den wir im August 1994 meiner Großmutter & Mutter untergejubelt hatten) vom Frühjahr bis zum November 2010 hier auf dem Blog noch nicht mitverfolgt - da du ja erst im Dezember mit der Bloggerei angefangen hast ...
Bei seinen Fotos sieht man gut, dass nicht nur schöne Bildmotive bei uns auf dem Blog eine Daseinsberechtung haben. Teilweise erschrecke ich mich jetzt zwar auch mehr, als noch vor ein paar Monaten über sein Endstadium, aber trotzdem bin ich immer noch froh, dass es die Bilder gibt. Denn auch wenn er zeitweilig auf den Fotos richtig erbärmlich und bemitleidenswert aussieht, so steckte fast bis zum Schluß trotzdem noch sehr viel Lebensenergie in dem alten grauen Herrn. Und ich bin mir immer noch sicher, dass er die Zeit zum Sterben brauchte ...

Gerade vor ein paar Tagen, als ich mich mit meinem Nachbarn über den Zaun unterhalten hatte, erzählte er mir, dass sie Wanja - ein schwarz-weißer Kampfkater - damals mit der Diagnose Krebs wohl viel zu schnell haben einschläfern lassen. Er war wohl noch nicht bereit. Und dass er jetzt Anfang Februar, als Pepino am Wochenende in ihrer Gegenwart einfach gestorben war, er ein besseres Gefühl dabei hatte (er war auch schon lange krank). Auch er sah schon lange nicht mehr vorzeigenswert aus.

Aber müssen wir uns bzw. unsere Tiere deswegen verstecken? Ist es nicht idiotisch, dass wir sogar auf den Blogs dann der jugendlichen, immer nur gepflegten & idealistischen Vorstellung folgen wollen, die uns die Werbewelt ständig suggeriert?

Ich hätte jedenfalls gern noch ein anderes Bild von Siggi gesehen. Und hoffe, es ergibt sich noch eine Möglichkeit ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Stefanie
Ich hatte mich schon gewundert, dass der Mietzer jetzt so oft auf Deinem Blog in Erscheinung tritt!
Ja, es ist wohl wirklich ein Unterschied, ob Katzen in einer Siedlung in Stadtnähe wohnen oder aber in einer Siedlung in ländlicher Umgebung. Hier laufen wahrscheinlich kaum unkastrierte Katzen & Kater umher. Bei Euch scheint es ganz anders zu sein, wenn ich da so an all' die Katzen denke, die du auf Deinem Blog im Laufe der Jahre gezeigt hast ...

Sicherlich wäre bei uns auch noch Platz für einen Streuner, wenn Maus & Allegra ihn akzeptieren würden. Aber Oskar, der süße Dickkopf aus der Nachbarschaft hatte uns ja schon genug Stress bereitet ...

Und solange Allegra - unser Sensübelchen noch lebt, werden wir hier lieber keine weitere Katze aufnehmen. Aber danach wird es wohl auch ein Tierchen, mit dem esdas Leben bisher nicht so gut meinte ...