Donnerstag, 27. Oktober 2011

Und jetzt?




Da spaziert unsere Madame interessiert und munter vom Hochwald
zum Haus. Spricht mit uns, fordert uns ab und an zum Spielen auf,
genießt ausgiebig gemeinsame Schmusestunden. Wechselt mehrmals
täglich ihre Schlaf- und Ruheplätze, die sie inzwischen wieder mühe-
los erreicht. Snackt mehrmals am Tag kleine Portionen Trockenfutter
neben ihren zwei größeren Feuchtfutter-Mahlzeiten zum Insulin.
Trinkt bei relativ hohem
Trockenfutterkonsum 180 aber eher um
die 250ml Wasser - oder zeitweilig auch mal mehr. Besucht dem-
entsprechend 2 bis 4x am Tag ihr Katzenklo,
wenn es im Wald nicht
zu aufregend ist
. Und erscheint uns wieder mehr die alte Allegra
zu sein. Ganz anders, als zu der Zeit, als wir ihre Trinkmenge durch
höhere und regelmäßigere Insulingaben meist um die 200ml halten
konnten und dafür eine recht lustlose und fast ständig nur noch
müde Katze erlebten.

Und nun erhielten wir heute das Ergebnis der Untersuchung:
Der Fructosaminwert konnte leider nicht ermittelt werden - das Serum
war unbrauchbar. Die Nierenwerte sind leicht erhöht, aber noch nicht
besorgniserregend. Und der Blutzuckerwert lag bereits 7 Stunden nach
der Insulingabe bei 400 - abzüglich des Stressfaktors wären das wohl
aber immer noch 300. Doch, da sie bei unserem Tierarzt einen recht
postiven Gesamteindruck hinterließ, sollen wir uns bei den Spritz-
intervallen/der Insulin-Dosierung weiterhin von unserem Eindruck
leiten lassen. Denn die Gefahr einer Unterzuckerung besteht wohl
nicht. Und
eine Katze, die nur noch müde ist, sich kaum bewegen
mag und sich dann auch nur sehr selten für ihre Umwelt interessiert,
was hat die von gesünderen
Werten?

Taurin, eine Schüßler-Salz-Mischung und die Globulis zur Stärkung
aller Organfunktionen mischen wir dem Feuchtfutter immer noch
täglich bei, um so hoffentlich die Folgeerkrankungen der Diabetes
noch etwas hinauszuzögern. Bei erhöhten Trinkmengen gibt es
sicherheitshalber 1x pro Tag eine Tablette gegen Harnwegsent-
zündungen. Und zwei Vitamin B12 Spritzen bekommt sie noch in
den nächsten Wochen.
Ob wir danach wieder ein Mäuschen
im Haus haben werden
?

Foto: S.Schneider


Kommentare:

carola hat gesagt…

tja, sie sind individuen.
wie jedes lebewesen.
und so manches läßt sich eben wissenschaftlich nicht auf eine linie bringen.
sehen wir mit unserem alten herrn ja auch.
der ist derzeit auch wieder hochaktiv und voller bewegungsdrang.
ich glaube, wenn man sie fragen könnte, würden sie sich wohl auch für die spaßigere lebensart entscheiden.
" jeder lebt nur einmal; ein paar jahre, und ist dann millionen jahre tot."

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
In solchen Momenten wünschte ich mir, man könnte sie fragen, was ihnen wichtiger ist, bzw. wie sie sich fühlen. Aber auch dann wäre es ja immer noch fraglich, ob eine andere Therapie dem kleinen Körper besser bekommt. Ich bin jedenfalls froh, dass ich ihr so oft Gesellschaft leisten kann, um hoffentlich negative Veränderungen noch rechtzeitig bemerken zu können ...