Freitag, 29. Oktober 2010

Noch vor 2 Jahren ...


... stellten wir meine Großmutter im Rollstuhl auf den Rasen,
damit sie sich noch etwas an ihrem Garten erfreuen konnte.
Und heute, als Herr Katze gegen Abend auf seiner Matte an der
Schiebetür des Wintergartens lag und sehnsuchtsvoll in seinen
Garten schaute, trug ich ihn nun auf den Rasen unter den Apfel-
baum, damit er seinen Garten mal wieder aus einer anderen
Perspektive betrachten konnte.

Erstaunlicherweise blieb er auf seiner Matte liegen,
schaute sich einige Zeit interessiert um und wechselte
dabei häufiger seine Liegeposition.

Als er genug geschaut hatte, legte er ganz selbst-
verständlich sein Köpfchen auf die Pfoten ...

und rollte sich wenig später zum Dösen zusammen.
Nach einiger Zeit war er jedoch verschwunden.
Ich entdeckte ihn ein paar Meter entfernt unter der
Zuckerhutfichte an der Grenze. Dort verweilte er
noch etwas und wanderte dann zurück zum Winter-
garten. Die letzten 2 Meter waren allerdings zu
beschwerlich, so dass ich ihn auf seine Liege trug
und in sein Laken hüllte. Doch er zog es vor auf
dem Tuch zu liegen.

Gegen 18:30 Uhr war es so dunkel, dass ich ihn für die
Katerwäsche ins Haus brachte. Aber an diesem herrlich
warmen Herbststag konnte er seinen Garten nochmals
fast 8 Stunden genießen. Und das Roastbeef schmeckt
im Garten auch viel besser!

Fotos: S.Schneider



Nachtrag Samstag 30. Oktober 2010:
So schön, wie der gestrige Gartentag für ihn auch war,
so scheinen seine Krankheiten nun immer mehr zu
Komplikationen zu führen. Schon gestern war sein Kot
eher gräulich, weich und stinkend. Und in der Nacht
hatte er sein Futter erbrochen. Vielleicht ist es nur ein
vorrübergehendes Problem, aber bei seinen gesammelten
Krankheiten ist es ohnehin schon erstaunlich, dass sein
kleiner Körper bis jetzt noch nicht aufgegeben hat.

Doch wie mir meine Mutter am Nachmittag berichtete,
hatte er am späten Vormittag trotzdem Appetit und
behielt das Futter im Körper ...


Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Die Komplikationen werden sich häufen, das ist klar. Auch wenn es sehr traurig ist.

Ich finde jedoch, dass du sehr liebevoll mit dem kleinen Katermann umgehst. Schön ist das!

Schönen Sonntag euch und liebe Grüße, Brigitte

Christina hat gesagt…

Durch deine Verlinkungen zu älteren Beiträgen und Fotos sieht man sehr gut, dass Katerchen in den vergangenen Monaten doch sehr viel weniger geworden ist.
Wieviel Kraft doch in so einem kleinen Leben steckt!
Einen zarten Knuddler für alle drei Grauen und liebe Grüße

Christina

Herz-und-Leben hat gesagt…

Erstaunlich - aber das kann schon recht lange gehen. Meist erlebt man es nur deshalb nicht, weil heute schnell DIE Spritze gegeben wird - dann kann man diese Phasen gar nicht miterleben ...
Da wir das Gleiche aber bei den Katzen meiner Mutter beobachten konnten, weiß ich auch wie das ist, weil ich ja jede Woche, oft auch mehrmals zu meiner Mutter fahre.

Der Vergleich zum Menschen ist ja ähnlich.

Gute Nacht
Sara