Freitag, 29. Oktober 2010

Gartenpicknick



Das hätte ich nach dem gestrigen Telefonat mit
meiner Mutter nun überhaupt nicht erwartet ...

Sie schilderte mir, dass Herr Katze morgens im Keller einfach
auf seinem Lager liegen blieb. Und auch im Wintergarten war
er gestern nicht sonderlich bewegungsfreudig. Und am Nach-
mittag lag er zeitweilig sogar im leichten Regen auf dem Rasen.
Insgesamt erschien er ihr wesentlich schwächer und konnte
sich kaum noch auf den Pfoten halten. Solche Schilderungen
ließen mich heute wieder mit sehr gemischten Gefühlen zu
ihm fahren. War heute der Tag gekommen, um seine Tierärztin
zu uns in den Garten zu bitten?

Doch immer wenn wir glauben, dass seine Zeit gekommen ist,
dann bewies uns das Katertier bis jetzt das Gegenteil: Denn
schon am Morgen erhob er sich wieder von seinem Kellerlager
und kam meiner Mutter entgegen. Heute konnte es plötzlich
nicht schnell genug in den Garten gehen. Spürte er vielleicht,
was für ein herrlicher Herbstag draußen auf ihn wartete? Und
als ich wenig später zum Wintergarten kam, stand er erstaunlich
schnell von seiner Liegematte an der Schiebetür auf und kam
sogar erwartungsvoll auf den Rasen spaziert. Roastbeef? Dort
verließen ihn jedoch seine Kräfte. Ich holte ihm eine Matte,
für den nassen Rasen. Und das eilig gefüllte Futterschälchen
wurde sogleich genüsslich mitten im Garten verspeist. Das
herrlich saftige Roastbeef wurde dann allerdings wenig
später auf der Katerliege serviert ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Stefanie hat gesagt…

Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ja nun wissen wir was mit Olli passiert ist, auch wenn wir kein Katzengrab im Garten haben. Trotzdem denkt man immer, er müsste gleich um die Ecke kommen und mit seinem kläglichen Miauen um Einlass bitten...
Ja, diese Strasse bereitet mit echt Bauchweh. Die Katzen gehen nachts gerne über diese Strasse zur Hasenjagd, obwohl auf der ungefährlichen Seite genug Wiesen und Felder sind...aber keine Hasen.
Luna und Luzie haben übrigens gerade wieder das Haus verlassen wollen. Findus vermisst seinen großen Freund auch sehr. Er hat nämlich Angst vor anderen Katzen und brauchte Olli immer zur Unterstützung. Zusammen waren sie die Jungs

So ein langes Leiden wie eurem süßen Katertier hätte ich Olli aber auch nicht gewünscht. Vielleicht macht dem kleinen das trübe Wetter auch zu schaffen. Ich könnte es auch nicht haben, wenn er so auf der nassen Wiese liegen würde. Wie lieb, dass ihr ihm auch draussen immer eine Matte unterlegt, damit er nicht nass und kalt wird.
Ich drück ihm die Daumen, dass morgen ein warmer und trockener Herbsttag ist damit er mal wieder einen richtigen Gartenspaziergang unternehmen kann.
Liebe Grüße
Stefanie

Herz-und-Leben hat gesagt…

ja, das kann sich lange hinziehen, liebe Silke. Wir haben es bei der alten Maja ja miterlebt. Das ging wohl an ein Jahr ungefähr. Aber irgendwann war es doch mal soweit. Sie baute immer mehr ab und manche hätten ihr schon längst die Todesspritze gegeben. Aber das eine Jahr war auch Leben und dieses Leben war auch lebenswert! Nur am Ende war es nicht mehr ganz so angenehm, sie wurde die letzten 2 oder 3 Tage auch noch blind ... aber viele wollen diese Strapazen eben nicht mit tragen ...


Anfang November fahre ich dann auf Kur und werde wohl im Dezember wieder daheim sein, sofern es keine Verlängerung gibt ...
So langsam freue ich mich sogar drauf ;-) Dann haben die anderen mal die ganze Gartenarbeit ... obwohl die es kaum einsehen werden ... aber was man nicht "sieht" macht einen nicht heiss ;-)

Liebe Grüße
Sara

Renate hat gesagt…

Ach, dieses rührende graue Katertier...
Gib ihm einen Streichler und einen sanften Nasenstüber von mir.

Liebe Grüße
Renate

Renate hat gesagt…

P. S.: Was du schreibst, liebe Silke, klingt nicht nach Leiden ... sondern einfach danach, wie das Leben ist, wenn es aufs Ende zugeht.

Pusteblume hat gesagt…

Es ist schon erstaunlich, wie zäh das Katertier ist. Es freut mich zu lesen, dass er den schönen, sonnigen Herbstag draußen genossen hat. Dank Eurer liebevollen Pflege will er wohl einfach noch nicht aufgeben. Ich wünsche ihm von Herzen noch ein paar gute Tage.

LG Susanne

katzenfreundin hat gesagt…

Es ist wirklich schön zu lesen wie das graue Katerchen sein Leben geniesst, jeden Tag aufs Neue geniesst und noch soviel Freude an kleinen Dingen hat.

Ich wünsche ihm noch viele solcher schönen Tage.


Liebe Grüße


Claudia

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

Liebe Silke,
ich verstehe nicht, warum ich deine Posts nicht bekomme. Du bzw. der Blog Maus, Allegra & andere Katzen ist in meiner Blogliste. Diese habe ich so angeordnet, dass ich die neu eingestellten sofort sehe - und ich gehe immer alle durch jeden Tag.
Auf jeden Fall sehe ich erst jetzt, dass du wieder eingestellt hast und ich eine Menge versäumt habe - so habe ich das Lesen nun nachgeholt - da war ja eine Menge in der Zwischenzeit - ich freue mich, dass es den Katzen "gut" geht - auf jeden Fall freue ich mich, dass der kleine Kerl noch immer "schöne Zeiten" hat, wo er liebevoll versorgt wird, leckere Sachen fressen kann und seinen Rundgang durch den Garten, den er so liebt, noch genießen kann.
Es ist so rührend zu lesen, wie besorgt du bist und was du so alles tust - ich danke dir in seinem Namen dafür - lass dich umarmen - gib den süßen Fellnasen ein Küsschen von mir - ganz liebe Grüße - Ruth
PS Ich hoffe, dir geht es gut?

renate hat gesagt…

Wie geht es Euch allen, liebe Silke?

Liebe Grüße - Renate

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Alle
Posts mit Bildern vom Montag & Donnerstag vom Katertier sind in Vorbereitung. Aber Spaß machen sie nicht. Denn sein Ausdruck hat sich nochmals stark verändert. Allerdings hat er noch immer einen starken Willen und da, wo der kleine Körper allmählich zu schwach wird, zeigt er deutlich, was er sich wünscht: Raus oder rein, auf die Gartenliege, dazu ein gut gefülltes Futterschälchen und ein trockenes Krankenlager ...

Aber ganz ehrlich sehnen wir den Tag herbei, wo er nicht mehr Fressen mag und uns deutlich zeigt, dass er nicht mehr kämpfen will. Aber so weit ist er anscheinend immer noch nicht. Im Moment befürchte ich sogar, dass er erwartungsvoll schauen und sich auf Futter freuen würde, wenn wir mit seiner Tierärztin in den Garten kämen. Doch wahrscheinlich müssen wir ihm diese Entscheidung in den nächsten Tagen trotzdem abnehmen, eh' er vielleicht doch zu sehr unter seinen Krankheiten leiden muss. Angeblich können Katzen Schmerzen ja auch lange verbergen. Allerdings maunzt er bis jetzt nur, wenn er etwas will. Und wenn wir ihn auf den Arm nehmen kommt kein Ton. Nur nach ein paar Minuten Katerbad zeigt er deutlich, dass es nun reicht ....

Christina hat gesagt…

Ich wünschte, klein Katze würde euch diese Entscheidung abnehmen... Aber so oder so, alles geschieht aus Liebe und zu seinem Besten. Dieser letzte Weg ist unausweichlich, für jeden von uns.
Ich denke an euch und schicke einen zarten Knuddler fürs Katertier.

Ganz liebe Grüße, Christina

Renate hat gesagt…

Ich wünsche dem Katerchen so sehr einen ruhigen und natürlichen Abschied. Einschlafen, weil das Herzchen aufhört zu schlagen.
Ach...

Anonym hat gesagt…

Einfach nur mal wieder liebe Grüße!
Renate