Sonntag, 12. September 2010

Fressen mag er immer noch ...


... solange es nach seinem Geschmack ist:


Dann ist ihm sogar ein kleines Gartenpicknick mit vorheriger
Pinkelpause sehr willkommen. Allerdings werden die Strecken,
die er jetzt zwischen den Stopps zurücklegen kann immer
kürzer. Und sein Rundgang beschränkt sich nun auf den Weg
hinter dem Wintergarten, dann zwischen den Gießkannen hin-
durch zum großen Katzenklo unter den Büschen, entlang der
Grenzen bis zur Mitte des Gartens, dort liegt er unter der
Birke und kehrt zurück. Also spaziert er wohl noch ca. 2 bis
3x täglich durch 1/4 seines Gartens. Oder hat er heute sogar
eine Abkürzung genommen, da ich ihn erschöpft vor dem
Rundbeet rechts der Birke gesehen habe?

Wenn er jedenfalls nach einer längeren Verschnaufpause auf
seine Liege springt und sich so einkuschelt oder ganz entspannt
alle viere von sich streckt, dann sieht er gar nicht krank und am
Ende seiner Kräfte aus. Und wenn er noch dazu ganz tief im
Traumland ist und dabei die weißen Schnurrhaare zucken, dann
ist es immer noch schön 'Kater zu gucken' ...

Wielange das nun noch möglich ist? Sein gestriger Urintest zeigte
jedenfalls noch immer die höchste Stufe von Blut im Urin an. Also
wirkt das Antibiotikum noch nicht oder gar nicht? Auch das stetige
Tröpfeln wird ihn wohl bis ans Ende begleiten. Und auch sonst wird
er jeden Tag weniger Kater ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Petra hat gesagt…

Vielleicht gibt es ja bei Katzen auch eine Antibiotikum-Resistenz. Da hilft dann kaum noch ein Mittel.

Das Schlafkaterchen sieht ja unheimlich niedlich aus - so friedlich.

Dem schönen Wetter am Wochenende ist heute leider wieder der Regen gefolgt.....hätte ja noch ein paar Tage schön bleiben können.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich wundere mich, daß er überhaupt noch fressen mag. Aber ich kann es immer nur von den Katzen meiner Mutter her beurteilen. Andere Vergleiche habe ich ja nicht. Und da die weiblich waren ...

Wenn sie dann so friedlich daliegen, kann man sich den Zustand kaum vorstellen ...

Ich wünsch' ihm weiterhin noch angenehme Tage und Dir auch alles Liebe
Sara

Cecie hat gesagt…

oh man. der arme wurm. viel kater ist da wirklich nicht mehr. ich fühle mich sehr an meinen Kato erinnert, der lag die letzte zeit unter dem sofa, schleppte sich nur noch zum pieseln ein paar mühsame schritte und frass nur noch ein paar happen frisches schabefleisch.

die entscheidung, ob sie allein gehen oder man ihnen helfen soll... wenn ich im nachhinein die bilder des verstrubbelten katers (ähnlich wie bei euch grad) ansehe und die fotos im vergleich, was für ein prachtvolles tier er bei seiner ankunft war: ich hätte ihn eher gehen lassen müssen. schlauer ist man immer erst hinterher und so wünsche ich euch die kraft, die richtige entscheidung zur richtigen zeit treffen zu können.

(ich würde gern mehr kommentieren, bin mit baby ((deswegen auch die blogruhe)) und grad akuter sehnenscheidenentzündung aber kaum in der lage zu tippen. ich lese aber täglich, bin in gedanken ganz viel bei euch und drücke euch!!)

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

Es scheint, als wenn er auf jeden Fall seine letzten Tage noch stückweise genießen kann - immer noch ein kleiner Rundgang durch den geliebten Garten - ein leckeres Fressen - und ein Schläfchen in der Sonne - ich wünsche ihm, dass er zum richtigen Zeitpunkt gehen darf -
lg. Ruth

Anonym hat gesagt…

Liebe Montagsgrüße an Euch und das Katerchen - von Renate

Alex aus dem Gwundergarten hat gesagt…

Hach, Mensch, ich werd immer ganz traurig, wenn ich hier rein schaue... aber ich muss einfach. Ich muss einfach wissen, wie's ihm heute geht. Weisst Du, er sieht so zauberhaft aus... auch wenn er alt und krank ist. Naja, halt eben ein Knutschtier.
Übrigens hier noch eine kleinere Leckerei für ihn, welche meine alte Dame Jazz geliebt hat: Lachs Paté von Rio Mare. Ist so eine Paste aus der Tube. Damit hat sie mir jedes Medikament aufgeschleckt.
Ui, Deine Mutter hat aber auch gerade viel zu tragen. Und dann noch das Katerchen (habe irgendwie immer gedacht, es sei Deiner, hab ja nicht von Anfang an mitgelesen)... ja, das geht an die Nieren. Wie gut, dass sie Dich hat.
Liebe Grüsse
Alex

Suse hat gesagt…

Alle ,die Dir geschrieben
haben, haben so liebe Worte gefunden, daß ich mich einfach nur anschließen kann. Streichel den alten grauen Herrn von mir.
Viele Grüße Suse

Anonym hat gesagt…

Seien Sie doch so fair zum Kater und erlösen Sie Ihn von seinem Leid. Was
hat er denn noch von einem tollen Katzenleben, das aus spielen, erkunden, raufen, sonnenbaden, fressen und glücklich-sein besteht? Er ist mittlerweilen so schwach,dass
er liegend frisst, so gut wie nicht mehr weiter vom Haus weg geht und auch nicht mehr kann. Und das er nicht mehr kann, dass weiss er nur zu
gut und das etwas nicht mehr stimmt mit
ihm selber, das weiss er auch. Und
ich glaube nicht, dass er glücklich oder zufrieden ist. Er ist einfach am Ende und hat es verdient, in Würde gehen zu dürfen.
Wir können Tieren unsere Achtung und aufrichtige Zuneigung zeigen, indem wir alles für sie tun, um ihnen ein tiergerechtes Leben zu bieten und immer für Sie da sind,wenn sie uns brauchen. Wieso muss er das alles ertragen, in seinen Augen ist er unsauber (Uringeruch), muss tgl. baden, Medikamente, Tierarztbesuche,Pipetteneingaben, Futterreste am Maul, Fliegen u. deren Eier im Fell? Das KaterTier kann einfach nicht mehr, wir machen alles wie beim Menschen, der nicht gehen darf lt. Gesetz, aber schon lange gegangen wäre, wenn
er könnte. Ich weiss, ich mache mich
sehr unbeliebt mit der Aussage, aber
Tierliebe und Verantwortung beinhaltet auch den Tod des Tieres.
Was denken sie, was in dem Katerkopf vorgeht. Der kann und will nicht mehr leben, weil es aus
seiner sicht kein katzenleben mehr
ist sondernResignation, er aknn sich ja
auch nicht mehr wehren. Dazu fehlt ihm die Kraft und der Wille.

Liebe Grüsse und den Mut zur Entscheidung wünscht Ihnen allen
ein Tierfreund, der Katzen, Pferde,
Hunde hat und viele schon gehen lassen musste. Was haben tiere ausser fressen, spielen, laufen und
freie entscheidungen zu treffen? Tiere leben im Hier und Jetzt und bauen nicht auf morgen, in der Hoffnung, dass alles besser wird.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Alle
Gestern hielt sich Herr Katze über eine Stunde im Garten auf. Um später im geschützen Wintergarten mal von einem Gartenstuhl den erhöhten Blick in seinen Garten zu genießen.

Und heute verschläft er überwiegend den veregneten Tag im Wintergarten auf seiner Liege. Er frisst immer noch gern und putzt sich in der Mittagszeit ganz gründlich nicht nur sein Hinterteil.


Ist so ein Leben nun nicht mehr lebenswert?

Maus wollte heute gegen 7 Uhr kurz in den Garten, fraß und liegt seitdem auf ihrem Kissen unter der 100 Watt Glühlampe in der Kleiderkammer. Und auch Allegra wechselte zwischen Klobesuch und ein paar Snacks heute nur ihre Schlafplätze - vom Bett in den Schrank und zurück aufs Bett.

Und wenn ich mir nun unsere Nachbarin ansehe, die nach der Kurzzeitpflege wieder in ihrem Zuhause ist, aber für Spaziergänge nun einen Rollator und sicherheitshalber eine Begleitung braucht. Für die inzwischen eingekauft, gekocht und geputzt wird. Und die auch sonst den Tag über betreut wird bzw. ihr Gesellschaft geleistet wird. Ist ihr Leben deswegen jetzt nicht mehr lebenswert?

Ich würde jetzt nicht alle Tiere mit Menschen gleichsetzen wollen. Denn ein freilebendes Wildtier oder ein Nutztier verhält sich und lebt ganz anders als ein verwöhntes Haustier. Einige Katzen haben wirklich das Talent ihre Bezugspersonen ganz leicht um die Pfote zu wickeln, wenn sich ihr Mensch gern darauf einlässt. Sie sind Service gewöhnt und scheinen auch keine Probleme damit zu haben mit zunehmendem Alter mehr Service bzw. Krankenpflege anzunehmen. Denn das Katertier hätte immer noch die Möglichkeit sich zu verkriechen und die Pflege zu verweigern. Dazu ist er noch nicht zu schwach, wie er mir erst am Sonntag mal wieder bewiesen hat.

Um noch einen anderen Vergleich zum Menschen zu ziehen, der aber bestimmt nicht auf jeden Menschen zutreffen mag: Meine Großmutter hat in den letzten Jahren sehr oft gesagt, dass sie sterben möchte oder dass sie nun wohl bald sterben wird. Aber genauso häufig gab es auch Äußerungen von ihr, dass sie noch etwas hierbleiben möchte. In dem Stadium gibt es nun mal gute und schlechte Tage. Gute Tage waren für sie auf jeden Fall im Herbst vor 2 Jahren noch die Tage, in denen sie fast blind mit dem Rollstuhl an ihren Gartenbeeten vorbeigeschoben wurde und manche Blüte noch erahnen konnte. Oder einfach die wärmende Sonne auf der Haut spürte. An schlechten Tagen hatte sie keine Lust zum Essen & Trinken und verschlief einfach den Tag. Die Freuden werden einfach mit zunehmendem Alter kleiner. Aber sind sie deswegen nichts mehr wert - erlebenswert?
Hätte ich nicht in den letzten 5 Jahren all' die Höhen und Tiefen bei meiner Großmutter erlebt, würde ich sicherlich auch noch ganz anders darüber denken. Allerdings erscheint ihr selbst ihr Leben wohl auch noch lebenswert, da die Pflege und Zuwendung stimmt. Im Pflegeheim wäre dieser Service und das individuelle 'Feintuning' der Ruhigstellungsmittel nie möglich gewesen. Auch hätte es nicht in den Ablauf eines Pflegeheims gepasst, wenn sie plötzlich um 3 Uhr morgens ein Brot möchte. Unter typischen Pflegeumständen hätte sie sich bestimmt schon längst aufgegeben und würde nicht mehr leben.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Alle - Teil 2
Ähnlich sehe ich das nun bei dem Kater. Würde er in seinem Zustand weniger Pflege und Aufmerksamkeit bekommen, dann hätte er sich sicherlich schon viel früher aufgegeben. Es gab Zeiten - besonders im August, da wollte er nur im Garten sein. Nun scheint er menschliche Nähe wieder zu bevorzugen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn er in einer kleinen Wohnung leben würde, seine Bezugsperson berufstätig wäre und nur in den Abenstunden etwas Zeit für ihn aufbringen könnte, dann hätte sich das Thema bereits erledigt.
Aber er scheint seinem kleinen Katerdasein noch immer etwas abgewinnen zu können, denn er hat ja fast jeden Tag die Möglichkeit sich unter die Büsche zum Sterben zu verkriechen. Ich denke mir, trotz seines sehr bequemen Lebens als Haus- & Gartenkater hat er diesen natürlichen Instinkt wann es 'mit ihm zu Ende geht' immer noch.
Und je mehr ich zu dem Thema bei Katzen lese, scheint es wohl typisch für das Ende zu sein, dass sie sich kaum noch putzen, sich immer mehr verkriechen und nicht mehr fressen und ev. auch nicht mehr trinken wollen. Keiner dieser 4 Punkte trifft auf ihn zur Zeit zu. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich das ganz schnell ändern kann ...

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Petra
Leider vermute ich das auch. Inzwischen ist das sein drittes oder gar viertes Antibiotikum, dass er seit März bekommen hat. Und inzwischen ist er ja auch selbst vernünftiger und versucht sich warm zu halten. Dazu war er ja leider im August überhaupt nicht zu bewegen.
Wie und ob man ihm nun mit seiner Blasenentzündung noch helfen kann, werde ich morgen mit seiner Tierärztin besprechen.

@ Sara
Ich bin mir inzwischen recht sicher, dass es an der Diabetes liegt. Aber deswegen treibt trotzdem der Hunger nicht alles in ihn rein. Er hat immer noch ganz konkrete Vorstellungen, was er fressen mag - und möglichst abwechselungsreiche Kost!
Ich glaube allerdings nicht, dass es da so extreme Unterschiede zwischen Katzen und Katern gibt. Eher sind es dann wohl die Krankengeschichten, die zu unterschiedlichem Fressverhalten führen.

Ich hoffe, dass wenn er Schmerzen hätte, er nicht so friedlich daliegen könnte. Das ist meine größte Sorge, dass er unnötig leiden müsste. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er sich dann doch ganz anders verhalten würde.

@ Cecie
Wenn er sich zum Beispiel unter die Liege verkriechen würde, dann hätte ich jetzt auch schon viel mehr Bedenken. Aber bis jetzt kauert er in keiner Ecke und genießt seine Kuschelzeit nach dem Katerbad ebenso wie den Überblick in seine Beete wenn wir ab und an mit ihm spazierengehen. Nach einiger Zeit möchte er dann allerdings wieder auf den Boden. Ich denke mir, sein Leben ist stark wetterabhängig: Wenn es noch genügend schöne Herbsttage gibt, dann wird er wohl noch etwas länger bleiben wollen als wenn es jetzt nur noch grau und feucht-kalt im Wintergarten ist. Das er den Winter erlebt, das wünsche ich ihm in dem Zustand eigentlich auch nicht mehr ...

@ Ruth
So sehe ich das auch!

@ Renate
Ich freue mich über jedes neue Foto von Deiner Lili ganz besonders. Hing doch ihr kleines Leben schon oft am seidenen Faden!

@ Alex
Das mit dem verflüssigten Antibiotikum bekommen die beiden ganz gut hin. Und obwohl ich gelesen habe, dass es wohl schrecklich schmecken soll, schlabbert er nicht gleich danach den angebotenen Fleischsaft. Aber ihm mehr als 2x täglich Medikamente einzuflößen, da würde er wohl doch protestieren.
Mal schauen, ob mir die Paste begegnet. Aber meist findet er Fischgeschmack gar nicht so toll. allerdings haben wir ja 3 Leckermäuler ;-)

Ja, im Moment leidet sie wirklich unter dem Zustand. Denn solange es im Garten noch schön ist, leisten sie sich ja beide Gesellschaft. Aber heute macht es ihr keinen Spass im Garten und Herr Kater würde sich im Wohnzimmer wohl auch nicht mehr wohl fühlen ...

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Suse
Ja, je länger der Zustand anhält, um so schwieriger wird es noch Worte zu finden!

@ Anonym
Schade, dass so ein Kommentar noch nicht einmal einen Namen nennen mag ...
Ich glaube, meinen Standpunkt habe ich in dem Kommentar @ Alle nochmals dargestellt. Leicht mache ich es mir weder mit der einen noch mit der anderen Entscheidung. Denn jeden Tag überlege ich aufs Neue, ob es nun nicht besser wäre die Verabreichung des Antibiotikum und der funktionsunterstützenden Salze & Globulis einfach einzustellen, um so ein eventuell schnelleres Ende herbeizuführen.
Meine Mutter hofft hingegen immer noch, dass ihm eventuell doch geholfen werden kann und sich seine Lebensqualität nochmals für einige Zeit etwas verbessern lässt. Das werde ich morgen mit der Tierärztin besprechen. Allerdings bin ich weiterhin gegen größere medizinische Eingriffe und gegen eine übermäßige Verabreichung von Medikamenten, die er nicht mit dem Futter aufnehmen kann/will.

Nach den genannten Kriterien für ein tolles Katzenleben müssten wir unsere inzwischen 9 jährige Maus und Allegra auch schon bald von ihrem Dasein erlösen lassen. Denn auch ihnen merkt man ihr Alter jetzt an und Allegra protestiert jedes Mal leise und unglücklich, wenn sie ihr Insulin bekommen soll.

Diese Entscheidung über Leben und Tod ist und bleibt zum Glück wohl noch länger sehr individuell. Eine pauschale Regelung wann ein Leben nicht mehr als lebenswert zu betrachten ist, würde ich nach den Erfahrungen mit meiner Großmutter wirklich schrecklich finden. Es hängt viel vom Umfeld ab, wann sich ein Mensch und wahrscheinlich auch ein Tier aufgibt. Meiner Meinung nach ist das dann der richtige Zeitpunkt ...

Anonym hat gesagt…

Ja, es gibt auch bei Katzen eine Antibiotikum-Resistenz. Aber da kann der TA ein Antibiogramm machen, damit testet er verschiedene ABs in der Petrischale an den Erregern aus. Man sieht dann deutlich, wo reagiert wird und wo nicht.
Ich bin gespannt, was heute Katerchens Tierärztin sagt und wie es weitergeht.
LG und alles Liebe
Graugrün

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Graugrün
Danke für den Tipp. Davon hatte ich bisher noch nichts gehört. Also noch ein Grund mehr ihn, wenn es ihm morgen einigermaßen geht, doch der Tierärztin vorzustellen. Die hat nämlich Dienstag-Nachmittag keine Sprechstunde und dafür am Mittwoch ...

Wie geht es Eurem Kater? Oder steht das unter dem Kommentar wo Du davon berichtet hast?

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
ich konnte zum Vergleich nur von uns Menschen und einem "normalen" Eßverhalten ausgehen. Da können Männer ja doch wesentlich mehr als Frauen verdrücken. Wenn man von den Eßgestörten einmal absieht.
Und was Diabetes betrifft, da habe ich früher in der Verwandtschaft so meine Beobachtungen gemacht. Je mehr Insulin gespritzt wurde (denn der Doktor hatte es ja gesagt ... und man "muß" ja schließlich wegen der Spritzen essen ...) wurde auch zuviel gegessen. Als dann KH-Aufenthalte folgten, wurde dort drastisch reduziert und siehe da, es ging auch ohne dieses viele Essen. Insofern ein circulus vitiosus, und meiner Ansicht nach eine Eßstörung.

Ich glaub's aber auch nicht, daß er friedlich daliegen würde, wenn er Schmerzen hätte, denn diese würden ganz sicher auch beim Tier mindestens zu Anspannung und sicher auch Unruhe führen.

Lieber Gruß
Sara

Alex aus dem Gwundergarten hat gesagt…

Hallo liebe Silke
Lass Dich nicht beirren: Du machst es schon richtig. Weisst Du, aus der Ferne kann man so gut sagen, mach dies und mach das. Aber nur Du erlebst das Katertier aus der Nähe, daher würde ich mir auch nie anmassen zu sagen, dass nun der Zeitpunkt zum Erlösen gekommen ist.
Ja, die Spaziergänge mit meiner Jazz durch den Garten haben mir auch arg gefehlt, als sie nicht mehr da war. Kann Deiner Mutter gut nachfühlen. Grins, aber nun habe ich ein Katerchen, das galopiert förmlich durch den Garten und mag es, wenn ich mit ihm Verstecken spiele... so eine gestörte Nudel habe ich echt noch nie erlebt.
Liebe Grüsse
Alex

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Maus wäre dann eher männlicher Natur, die verschlingt meist größere Portionen in Windeseile. Aber bei ihr habe ich ja auch den verdacht, das in ihr viel von einem Kater steckt ;-)

Insulin bekommt klein Katze nicht, daher kann die von Dir beschriebene Möglichkeit bei ihm nicht zutreffen.
Aber da sein kleiner Körper nun wohl wegen der Diabetes immer weniger von der Nahrung verwerten kann, hat er wohl sehr häufig Hunger/Appetit.
Ganz auffällig war es, als er etwa 1 Woche nach der Langzeit-Cortisonspritze ständig zum Klo musste. Da kam er fast alle 2 Stunden vorbei und verschlang etwa 50 bis 80 g Feuchtfutter. Dabei hat er aber kaum zugenommen.
Und schon vor ein paar Jahren war es auffällig, dass er immer häufiger vom Garten ins Haus kam und Futter wollte. Vielleicht waren das schon die Anfänge seiner Diabetes, aber das wurde nie überprüft. Allerdings nahm er damals auch nicht mehr zu. Wir hatten eher das Gefühl, dass er etwas dabei abnahm, was uns jedoch bei seinem stolzen Gewicht nicht als Problem erschien.

Bei Allegra, die im Regelfall jedoch 2x tägich Insulin bekommt, könnte das von Dir geschilderte Problem allerdings zuteffen. Leider kann ich im Moment ja nun überhaupt kein Gefühl entwickeln, wer wieviel frisst. Wenn ich mehr Zuhause bin, dann höre ich sie ja häufiger knuspern ...
Auf jeden Fall frisst sie gleich nach dem Insulin für ihre Verhältnisse eine ungewöhnlich große Portion. Sonst sind es mehr viele kleine Snacks. Da sollte ich doch mehr ein Auge drauf haben - zumindest auf die ohnehin bedenklichen Trockenfuttermengen. Aber leider bekommt sie bei zu viel Feuchtfutter auch schnell Durchfall ...

Eine gewisse Unruhe hatte Herr Katze wohl gestern und wechselte häufiger seine Liegeplätze. Da werde ich morgen mal genauer drauf achten. Am Sonntag kam er mir jedenfalls auf der Liege über einen längeren Zeitraum sehr entspannt vor.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Alex
Ja, bei Deinem Noah kann ich mir das sehr gut vorstellen, dass er ein richtiger Entdecker ist. Und von oben aus den Bäumen sieht die Welt noch viel interessanter aus!

Ich war ganz erstaunt, dass Maus es in diesem Frühjahr nochmals mit einem Wachholder aufnahm. Denn ich dachte eigentlich ihre Baumzeit wäre nun vorbei. Aber ich vermute, der Abstieg reichte ihr dann auch für dieses Jahr ;-)

Ich vermute auch, dass Haus & Garten merkwürdig leer sind, wenn das graue Etwas fehlt - egal ob nun pflegebedürftig oder noch kurz allein on Tour. Aber das sollte kein Kriterium sein.
Daher kann ich die anonyme Meinung in gewisser Weise verstehen.
Nur diese Entscheidung muss ich nun mal mit meinem Gewissen vereinbaren. Und leider bin ich in jungen Jahren mit meinem Kaninchen an eine Tierärztin geraten, die meiner Meinung nach zu schnell zur erlösenden Nadel griff und mir erst danach sagte, dass das Tier viel Pflege benötigt hätte. Das ist immer noch ein blödes Gefühl. Auch bereue ich es noch immer nicht, dass unser erster Kater zuhause sterben konnte. Er verkroch sich auch nicht, sondern verbrachte seinen letzten Tag im Wohnzimmer auf dem Sofa. Den Platz hätte ich ihm auch für seinen Tod gewünscht, aber ihn musste ich leider am Abend in den Keller bringen. Aber ich hoffe, dass er in den 8 Stunden, bis wir ihn am nächsten Morgen fanden nicht zu sehr gelitten hat ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
weiß ich, daß er kein Insulin bekommt.

Jetzt habe ich auch den anonymen Kommentar gelesen.
Wenn man so denken würde, müßte man auch jeden Menschen "erlösen", der - aus der eigenen!!! - Sicht kein lebenswertes Leben mehr führt. Gnade Gott, daß das niemals in dieser Form der Fall sein wird!

Ich weiß es aus eigenem Erleben, daß man sich sehr elend fühlen kann - aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ein Tier kann sicher so wie wir Menschen nicht denken, aber es LEBT und solange es lebt, wird es von seinem Instinkt, der den Lebensantrieb bedeutet, gesteuert. Der ist der stärkste, neben dem Geschlechtstrieb überhaupt!

Das kann man gut beobachten, wenn man einmal z.B. eine vergiftete Ratte beobachten konnte oder irgend ein anderes, z.B. verletztes Tier. Genauso wie auch der Mensch, hängt es bis zuletzt an seinem Leben!
Von den lebensmüden Zeitgenossen einmal abgesehen, die es noch dazu oft nicht einmal wirklich ernst meinen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich wollte noch hinzufügen - letztes Jahr habe ich die Katze meiner Mutter sterben sehen.

In dieser wirklich letzten Endphase des Sterbens, die maximal wenige Stunden andauert, innerhalb dieser der Tod dann sicher eintritt, kann schon einmal von - zumindest nach außen hin - sichtbaren Zeichen eines schwereren Leidens gekennzeichnet sein. Dann ist es immer noch zu überlegen, ob man die Spritze wählt ... wobei es dann manchmal doch schnell gehen kann beim Tier.
Alles andere ist oft Unwissenheit oder Bequemlichkeit oder die "Umstände" - ja, wer überlegt es sich auch schon vorher, was es bedeutet, ein Haustier zu haben und es bis zuletzt so liebevoll, wie das hier jetzt geschieht, zu begleiten? Der Tod, das Sterben wird ohnehin weitgehend ausgeklammert und wie soll man da bei einem Haustier drauf vorbereitet sein??

Tier:

http://www.mobile-tierheilpraxis-braunschweig.de/htm/sterbehilfe.htm

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Mensch:

http://www.schmerzzentrumfulda.de/pdf/leitlinieFinalphase.pdf

http://www.pflegewiki.de/wiki/Sterbephasen_nach_K%C3%BCbler_Ross

http://www.cosmiq.de/qa/show/487222/Der-Uebergang-des-Lebens-Welche-Merkmale-hat-die-Sterbephase/

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Ich kenne da auch andere Fälle, wo Menschen ab einem bestimmten Punkt ihrer Krankeit feststellten, dass ihr Leben nicht mehr lebenswert sei und sich dann relativ schnell aufgaben. Aber bis dahin haben sie sicherlich alle noch lange gekämpft. Auch gibt es bestimmt eine Reihe von Menschen, die möchten sich nicht in die Abhängigkeit eines Pflegeheimes begeben und wählen vorher noch schnell andere Wege, bevor über sie fremdbestimmt wird. Auch dafür habe ich Verständnis. Und dann gibt es eben auch Personen, die mögen einfach nicht loslassen - wie eben meine Großmutter, die hier immer noch irgendetwas hält, was wir aber schon lange nicht mehr nachvollziehen können.

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass das jeder ganz individuell für sich entscheiden muss und es ganz extrem vom Lebensumfeld abhängt, wie lange bzw. bis zu welchem Punkt ein Leben noch lebenswert ist bzw. erscheint. Und da bin ich mir sicher, dass das bei einem Tier kaum anders ist.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Die Tierheilpraktikerin, die Du dort nennst, war am 21. August 2010, als meine Mutter den Kater erlösen lassen wollte bei uns im Garten. Damals war er allerdings nur überwiegend durch Medikamente zugedröhnt und um ein Haar hätten wir ihn durch die von der Tierärztin empfohlenen Schmerzmittel wohl sogar selbst 'erlöst'. Mit ihr haben wir uns fast 1 Stunde lang über das Thema unterhalten und seitdem sehe ich dem Moment auch etwas ruhiger entgegen.
Doch zur Zeit stehe ich noch immer vor der Entscheidung wie viel Behandlung jetzt noch gut für ihn ist ...

Anonym hat gesagt…

@silke:

Vielen Dank der Nachfrage! Als hättest Du nicht schon selbst genug Sorgen!!
Unser Kater bekam ein Langzeit-Antibiotikum, denn der Tierarzt ist für drei Wochen in den USA und ich hoffe, unsere vielen Katzen machen uns in der Zeit keine Scherereien, ich wüsste wirklich nicht, wohin mit einem Notfall.
Die Entzündung ist wohl daraufhin zurückgegangen, aber das Problem besteht weiterhin, wenn er Trockenfutter frisst. Obwohl wir ein Spezialfutter nehmen, ist jegliches Trockenfutter Gift für ihn und der Tierarzt fürchtet schon, wenn er sich nicht bald umstellt, wird er früher oder später auf seinem OP-Tisch liegen.
So hoffen wir, unser Kater ist bald mal einsichtig und nicht so stur. Heute kam das ReVet an, da starte ich jetzt mal eine Art Kur, mal sehen, obs hilft.
Ja, Dein Katertier sieht im Schlaf noch aus wie eine Jung-Katze. Wunderschöne Fotos hast Du wieder gezeigt!
Ach ich wünschte wirklich, Euer Katerchen würde sich nochmal berappen für eine Weile aber letztendlich seid Ihr in der Pflicht, die richtige Entscheidung zum richtigen Moment zu treffen.
Und wie alle anderen schon sagten: Bei dem, was Ihr auf Euch nehmt und wie Ihr Euch kümmert, kann man davon ausgehen, dass Ihr zum Wohl des Tiers entscheidet.
Weiterhin alles, alles Liebe
graugrün

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Graugrün
Wenn die Entzündung recht schnell zurückgegangen ist, und Du eine harnansäuernde Kur mit ihm machen kannst, dann sieht das doch schon mal ganz gut aus. Damals reagierte unser Kater auch recht schnell auf die Behandlung in 2 oder 3 Fällen auf das Langzeitantibiotikum. Und wir bekamen das Problem sogar mit Medizinal-Trockenfutter und 2 Portionen Feuchtfutter am Tag wieder in den Griff.

Komischerweise gab es nach der Drohung einer Penisamputation bei der letzten Behandlung gar keine Probleme mehr - seitdem bekam er nur noch vorbeugend neben dem Feuchtfutter verschiedene Urinary-Trockenfutter, die wohl wirklich für ein säuerlicheres Milieu sorgten.

Was nun bei unserem Herrn zur Verengung der Harnröhre geführt hat, ist immer noch ungeklärt. Struvitsteine scheint er ja nicht zu haben, wie die Ansicht des sterilen Harns aus der Blase ergab ...

Aber nachdem ich vor ein paar Tagen zufällig im Fernsehen gesehen habe, was allein das Blase spülen durch den Harnleiter für ein langwieriger Eingriff ist, sollte ich das unserem Kater wohl wirklich nicht mehr antun.
Und hoffe, dass Ihr das mit Eurem Kater auch nicht erleben müsst!

Vorbeugend würde ich aus heutiger Sicht versuchen ihm Salze gegen Blasenentzündung zu geben, aber die lassen sich auch leichter mit Feuchtfutter aufnehmen, was Euer Siam-Herr ja wohl leider dann auch ablehnt. Obwohl unser Kater scheint die mit Wasser vermengten Salze über dem Feuchtfutter gern zu nehmen.
Und auch bei mir habe ich in bestimmten Situation schon festgestellt, dass mir bestimmte Salze manchmal wie Bonbons vorkommen - ich da anscheinend einen Mangel an diesen Mineralien habe, der gestillt werden muss ...

wieviel Kätzchen tummeln sich denn eigentlich bei Euch? Oder habt Ihr sogar eine Katzenzucht?

Anonym hat gesagt…

@silke:
Ja, über die Gabe von Salzen hab ich auch schonmal nachgedacht.
Bei unserem Kater sinds halt definitiv Struvit-Steine, unter dem Mikroskop ganz deutlich erkennbar.
Aber als Bonbons wird der die Tabletten sicher nicht nehmen, der alte Lump, hihi.
Wieviele Katzen sich tummeln??
Man darfs gar nicht laut sagen, derzeit sinds 11. :-)
Es fing an mit einer Halbwilden vor 7 Jahren, die wir nahmen, weil sie da wo sie war, von den anderen nur gemobbt wurde. Wir dachten, wir bekämen sie etwas zutraulicher. Das war ein Irrtum. Also beschlossen wir zwei kleine Katzen aufzunehmen, um sie ein bissl aufzumuntern, immerhin kauerte sie nur noch in einer Ecke im Keller.
Das waren Mr.Struvit und seine Schwester von einem nahegelegenen Bauernhof-Wurf. Dass das Siam-Mischlinge werden würden, dachten wir nie und nimmer.
Wenig später bekamen wir zwei Scheidungskinder, bzw. -kater überlassen. Noch später wurden wir von einem Dorfkater adoptiert, der wohl von seinen früheren Besitzer verjagt wurde, weil er so einen starken chronischen Schnupfen hat. Er verstand sich mit der Halbwilden so prima und beschloss nie wieder wegzugehen. (die Beiden zogen dann gemeinsam in einen Schrank in unsere Garage. :-) )
So ging das eine Weile, dann starb die Halbwilde. es waren wieder "nur noch" 5.
Ende März dieses Jahres fand ich auf meinem Weg zur Arbeit eine angefahrene Katze auf der Strasse liegen.
Ich brachte sie zum TA und liess sie wieder zusammenflicken, in unserem Keller konnte sie sich erholen und brachte wenig später dort auch ihre 5 Babies zur Welt, denn zum Fundzeitpunkt war sie schon trächtig.
Tja, die Kleinen wollten wir in gute Hände vermitteln.
aber find mal gute Hände......

Wie geht es deinem alten Herrn heute?
liebe Grüße
graugrün

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Alle
Nach einem wunderschönen Gartentag, den das Katertier zwar sehr langsam, aber trotzdem für einige Spaziergänge nutze, zwischendurch sich etwas über sehr saftiges Roastbeef & Feuchtfutter nach seinem Geschmack freute, oftmals lang ausgestreckt und entspannt im Wintergarten lag, wurde der Abend dann wirklich im wahrsten Sinne des Wortes beschissen: Denn leider zeigte sein Urintest am Mittag noch immer die höchste Stufe bei Blut/Hämoglobin an. Unter den Umständen fand ich es nun doch sinnvoll Herrn Katze am Abend seiner Tierärztin vorzustellen. Damit er dort etwas entspannter auf dem Untersuchungstisch sitzen sollte, wurde zuerst seine Blase punktiert. Die erste Spritze ließ sich auch recht problemlos mit seinem Urin befüllen. Bei der zweiten Spritze presste er jedoch zeitgleich so sehr mit, dass bald darauf nicht nur Urin an seinem Hinterteil hinunterlief sondern auch reichlich Durchfall sein Fell verklebte. Und als sich in ihm alles immer mehr verkrampfte, musste sich der arme Kerl auch noch bis zum Mittags-Roastbeef übergeben. Danach war vorerst keine weitere Untersuchung möglich und er bekam ein leichtes Schmerzmittel gegen die Krämpfe und Vitamine.
Die Penisöffnung lässt über den Tag verteilt zwar immer noch reichlich Urin durch, aber ist winzig klein. Gegen eine Penisamputation sprechen nicht nur seine schlechten Nierenwerte sondern auch seine Diabetes, die eine gute Wundheilung beeinträchtigt. Also ist ihm auf dem Wege leider wirklich nicht mehr zu helfen.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

Teil 2
Auch wird es nun leider immer schwieriger noch ein Antibiotikum gegen seine Blasenentzündung zu finden. Aber das neue Präparat hat er - soweit meine aufgehobenen Unterlagen reichen - bisher noch nicht bekommen. Damals bei den 2 oder 3 Struvit-Vorfällen hatte ich keine Rechnung mit den verabreichten Medikamenten mitgenommen oder sie irgendwann weggeschmissen. Nun hoffen wir, dass dieses Mittel wirkt und nicht Erbrechen oder andere Komplikationen mit sich bringt.
Insgesamt hat sich sein Zustand seit dem letzten Besuch verschlechtert. Selbst Herz und Lunge hören sich jetzt nicht mehr gut an.
Aber trotzdem krabbelte er wieder in sein Körbchen und machte nicht den Eindruck, dass er sich jetzt schon aufgeben wollte.
Globulis und Salze sollen wir ihm in der gewählten Kombination ruhig weiter geben, da sie ihm nicht schaden können. Da stimmten Tierärztin und die mobile Tierheilpraktikerin, die zu dem Zeitpunkt ebenfalls in der Praxis anwesend war, überein.
Während der Fahrt lag er vollkommen geschafft im Körbchen und war aber richtig aufgereget, als wir auf dem heimischen Hof ankamen. Da dem armen Stinktier nun noch fast ein Vollbad bevorstand, brachte ich ihn zur Erholung in den Wintergarten. Dort trank er dann endlich wieder. Das angebotene Wasserschälchen in der Praxis rührte er jedoch nicht an. Nach einer kleinen Verschnaufpause wanderte er dann sogar zu seinem früheren Lieblingsplatz an der Garage, verkroch sich etwas hinter dem Buchsbaum, aber während ich seinen Waschzuber füllte, kehrte in den Wintergarten zurück. Das Wannenbad ließ er über sich ergehen. Allerdings scheint er inzwischen den Ablauf zu kennen und blieb sogar einige Zeit mit seinen verschmierten Hinterpfoten in der Wanne stehen. Danach wieder die obligatorische Kuschel- & Trockenzeit und auch die Nachtwanderung durfte nicht fehlen. Dann war es wirklich Zeit für sein warmes Lager. Heute kuschelte er sich mit dem Rücken sogar an die Wärmflasche und ließ sich etwas zudecken.
Mit der entleerten Blase wird er nun vielleicht eine weniger feuchte Nacht haben ...

Nach dem heutigen Drama bot seine Tierärztin von sich aus an, Blasenpunktierung etc. lieber als Hausbesuch durchzuführen, da es wirklich zu viel Stress für ihn bedeutet. Und in dem Zuge klärten wir auch, dass sie zu ihm nach Hause kommt, wenn er unter all' seinen gesammelten Krankheiten zu sehr leidet und seinen Kampfgeist dabei irgendwann verliert ...

Auch wenn ich ihm einen weniger unangenehmen Tierarztbesuch gewünscht hätte, so war es doch gut noch einiges in der Praxis abzuklären zu können und sogleich ein neues Antibiotikum mitzunehmen. Und nun haben wir endlich die Gewissheit, dass ihm wirklich nicht mehr zu helfen ist. Aber vielleicht hat er trotzdem noch ein paar für ihn wichtige Tage oder Wochen in seinem Garten ...

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Graugrün
Oh, da ist ja wirklich viel bei Euch los! Und dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass wenn Euer Tierarzt auf Reisen ist soetwas ein ungutes Gefühl erzeugt.

Dass Euch die 5 Babys nun ganz besonders am Herzen liegen ist doch klar - hoffentlich findet Ihr genug Katzenverrückte! Aber ganz ehrlich, so ganz kann ich mir nicht vorstellen, dass Ihr Euch nach all' den Erlebnissen wirklich von allen 5 Zöglingen trennen könnt ...

Ich würde es mal mit den Salzen probieren - auch ruhig schon begleitend zur Paste. Unter dem Post 'Ach Kater' hatte ich die Entsprechenden schon mal aus meinem Büchlein rausgesucht. Schaden kann es bestimmt nicht. Nur das Eingeben könnte zum Problem werden - schade, dass er so ein Feuchtfuttermuffel ist. Auch wenn die Wirkung geringer sein soll unser Kater schlabbert sie verflüssigt immer zuerst vom Futter. Müssten wir sie ihm ins Mäulchen spritzen, würde er sie bestimmt seltener bekommen ;-)

Suse hat gesagt…

Liebe Silke,
meine Freundin hatte einen 17!! jährigen Rottweiler. Das Tier krumm und schief und voller Beulen. Zeitweise war er bis zu 2 Tagen bettlägerig. Wir waren mit ihm noch im Urlaub.Es war sehr sehr schön. Wenn er mit am Meer war, haben wir gemerkt wie zufrieden er war. Alles ging in Mäuseschritten, na und. Er wollte jeden Tag mit.Viele Leute aus unserem Bekanntenkreis konnten das nicht verstehen.
Liebe Grüße Suse

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Suse
Gerade solche Momente, die Du da beschreibst, die sind es, warum ich wirklich Zweifel habe, ob er jetzt schon 'erlöst' werden will. Denn gestern in der Dämmerung schaute er total interessiert von meinem Arm aus in die Beete. Und heute früh erzählte mir meine Mutter, dass sich ein kleiner Molch im Katerkeller verirrt hatte, den er ganz interessiert beobachtete.
Gefressen hat er in der Nacht - trotz des Fiaskos bei der Tierärztin - auch schon wieder recht gut. Und nun liegt er auf der Liege im Wintergarten. Es geht zwar alles recht langsam - so wie Du es auch beschreibst, aber im Moment scheint es ihm noch wichtig zu sein.

Doch bei diesem Thema spalten sich die Tierfreunde, bzw. die, die noch nie intensiv mit Tieren zusammengelebt haben wohl immer in zwei Lager ...

Anke hat gesagt…

Och Gottchen der arme Kerl, ich wünsche ihm noch schöne Momente und Dir alles Liebe, knuddel ihn man zart von mir, es ist ja schon ein ganz besonders schöner Kater.

Liebe Grüße
von Anke