Samstag, 5. Juni 2010

Was für ein herrlicher Gartentag ...








Fotos: W.Hein



Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

So könnte es bleiben ... wenn da nicht die Zecken wären ... und da sie uns jetzt auch heimgesucht haben, mag ich gar nicht mehr rausgehen ...

Aber was anders, habe grad bei Dir nach Katzenstreu gesucht und nichts gefunden. Ist Dir das auch schon mal aufgefallen, daß Asbestfasern in Katzenstreu enthalten waren? Meine Mutter hat ja eine Katze und jahrelang eine bestimmte Streu, die diese Fasern enthielt, bei genauem Hinschauen konnte man das erkennen.
Auf mein Nachforschen hin, entdeckte ich seinerzeit Verschiedenes und jetzt im Öko-Test

http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=38508;bernr=23;seite=01;co=

Scheinbar haben die Hersteller das jetzt geändert. Was man uns doch alles verkaufen will ... aber kein Wunder, wenn auch Katzen bösartig erkranken ... von unseren Lungen ganz abgesehen ...

Lieber Gruß zum Sonntag
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Vielleicht sollten wir nach dem regen Erfahrungsaustausch ja zusammen einen Zeckenblog aufmachen und davon betroffene Gartenbesitzer als Mitschreiber einladen!?

Nö, Katzenstreu ist bei uns auch kein Thema, da Maus & Allegra schon aus der Katzenkinderstube an Biokats 'Classic' gewöhnt waren. Erst hatten wir aus Unwissenheit noch ein Streu mit geruchsbindenden Hochleistungskügelchen besorgt, aber da Maus als verspieltes Kätzchen versuchte die Kugeln zu fangen und zu fressen, wurde das Streu blitzschnell entsorgt.
Klein Katze war aus seiner Kinderstube an Catsan ultra gewöhnt. Und das blieb bis heute so. Aber bis vor kurzem benutzte er ja ohnehin mehr die große Gartentoilette - wie unsere Maus ...
Von chemischer Belastung hatte ich mal kurz etwas gehört, mich aber ehrlich gesagt nicht weiter darum gekümmert.
Aber genervt bin ich von dem Staub, den Biokatz beim Einfüllen verursacht. Der Katzenkeller hat eine richtige Streu-Staubschicht.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Silke,
mal schauen, das mit den Zecken, aber warum nicht ... ich hoffe ja, daß die wieder verschwinden ;-)

Meine Mutter mußte schon sehr aufs Geld schauen und von daher gab es nichts Besonderes - sie hatte jahrelang diese Thomas-Streu und eben darin waren diese Fasern. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Zwischendurch wurde mal Catsan verwendet.

Es ging meiner Mutter auch darum, daß die Streu gut saugfähig ist und nicht klumpt usw. - anfangs wurden schon auch mal andere Streus ausprobiert, aber bei manchen stinkts zu sehr oder die sonstigen Eigenschaften waren nicht so ideal.

Aber da kann man mal sehen, was man aus Unwissenheit so tut - letztendlich wäre was anderes auch bei meiner Mutter langfristig günstiger gekommen.

Der Staub ist wirklich sehr unangenehm und stauben tut auch die Streu von Thomas immer noch. Die Fasern waren aber besonders schlimm, da sie Krebs verursachen können. Das sind dann z.B. die Leute, die an Lungenkrebs erkranken und als Nichtraucher nicht wissen woher ...

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Stimmt, das Streu hatte auch eine Nachbarin verwendet, deren Katze dann auch recht früh gestorben ist. Woran weiß ich allerdings nicht mehr.

Mit den Zecken brauchst Du Dir wirklich keine Hoffnung zu machen, dass sie von selbst wieder verschwinden.
Meine erste Zecke hatte ich etwa 2004 an klein Katze gesehen. Inzwischen gibt es ja auch im Garten meiner Mutter in bestimmten Ecken immer mehr Zecken. Als der Kater recht geschwächt war, brachte er vor ein paar Wochen trotz Frontline-Behandlung gleich mehrere am Tag mit. Mir scheint, dass Tiere & Menschen mit geschwächtem Immunsystem auch etwas attraktiver für Zecken sind - zumindest von ihnen bevorzugt werden, wenn es genug Wirte zur Auswahl gibt.
Den besagten Holzbock hatte unser alter Kater nur 1 in den 70ern. Und als Kind bin ich links der Saarstraße ganz oft im Wald gewesen und habe ich gern auf einem total verwilderten Grundstück in der Siedlung rumgetrieben. Aber nie hatte ich mir eine Zecke eingefangen.
Klima und viele andere Faktoren spielen da jetzt wohl eine Rolle. Ich vermute wirklich, dass wir sie uns auch aus Baumschulen und Gärtnereien in den Garten holen, denn auch wenn wohl nichts darüber geschrieben wird. Ich immer mal wieder an die nette Beschreibung Mitte der 90er wo bei den Stauden von Manufaktum, in den Gärtnereien zur Schneckenbekämpfung Laufenten eingesetzt wurden. Wir hatten Mitte der 90er reichlich Stauden & Sträucher aus verschiedensten Gärtnereien gekauft und in den fast leeren und schneckenfreien Garten gesetzt. Ab etwa 2000 ein richtig fieses Nacktschneckenproblem ...
Angeblich sollen milde & feuchte Winter den Zecken schaden. Aber die Tierchen sind zäh und sehr vermehrungsfreudig. In meinem unbeabsichtigten Test brachte das vollgezogene Zeckenweibchen aus dem Post vom 12. Juni 2009 mindestens 50 Laven unter Luftabschluß hervor ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, ich bin der unverbesserliche Optimist! :-) und von daher überzeugt, daß die auch wieder verschwinden. Wie alles auf der Erde, wird auch das seine Zeit haben ... ob nun noch zu unserer Zeit oder anderer Zeit, ist natürlich die Frage ...

Das ist schon offensichtlich, daß geschwächtere Menschen oder nicht optimal ernährte empfindlicher sind. Das ist wie bei Pflanzen, an denen man Ähnliches beobachten kann. Z.B. die zu hoch aufgeschossenen sind anfälliger als die kräftigen, stämmigen und die gelblichen, denen das Grün fehlt, sind auch empfindlicher z.B. auf Blattläuse.

Mit Sicherheit spielt all das eine Rolle - Klimaveränderung, nichtheimische Pflanzen aus dem Ausland ... ach, an die Laufenten-Geschichte erinnere ich mich auch noch :-)

Puh, ist ja eklig. Ich habe Zecken noch nie so genau beobachtet, weiß al so nicht, wo die ihre Nester haben, wie das da aussieht. Vielleicht kannst Du mir irgendwann so eine Stelle mal zeigen, damit meine Augen dafür geöffnet werden ;-) Wo ich sonst die Natur ziemlich genau beobachte ... aber vielleicht weil ich gegen diese Biester ohnehin eine Aversion habe und "lieber nicht zu genau" hinschaue??? :-)

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Ich stelle bei mir selbst fest, dass ich mich, je mehr ich mich mit dem Thema Zecken beschäftige, auch besser damit umgehen kann. Vor 2 Jahren habe ich ernsthaft in Erwägung gezogen den Garten aufzugeben ud wegzuziehen, da mich das Haus hier nie interessiert hat - nur er Garten. Und den Zecken wird wohl noch lange nicht beizukommen sein, da sie bis jetzt wahrscheinlich kaum natürliche Feinde haben.
Platz für Zeckennester scheint in der kleinsten Ritze zu sein. Aber mein ungewolltes Experiment fand in einer durchsichtigen Diafilmdose mitten auf dem Küchentisch statt. Ich wollte die Zecke aufheben, um eventuell einen Boreliosetest mit ihr machen zu lassen, habe sie aber vergessen. Sie lag in der Dose mehrere Wochen dort, wo mittags auch noch die Sonne draufknallte. Den genauen Zeitpunkt habe ich leider nicht notiert, aber nach 4 bis 6 Wochen schlüpften aus der toten Mutterzecke die Laven. Also brauchen sie zum Schlüpfen keine feucht-warme dunkele Umgebung. Sie können sich auch unter Licht & sogar Hitze, trockner Luft und sogar unter Luftabschluß vermehren. Rosige Aussichten, wenn die erste Zeckengeneration im Garten angekommen ist ...

renate hat gesagt…

httWas für schöne Fotos!

Herzliche Grüße - mit ganz guten Wünschen und Gedanken für alle deine Leisetreter.

Renate

renate hat gesagt…

Zum Thema Zecken gibt es einen informativen Thread auf meinem Katzenblog. Diese widerlichen Viecher überstehen sogar Monate im Tiefkühlschrank.

http://www.die-kunterbunte-katzenseite.de/blog/rindenmulch-bringt-zecken-in-den-garten

Herz-und-Leben hat gesagt…

tja, liebe Silke, ist schon seltsam mit den Zecken. Da war ich heute - relativ leicht bekleidet in den Wiesen hier und auch am Wald, aber nichts, keine einzige Zecke. Habe aber auch nicht mehr groß dran gedacht und bei dem schönen Wetter hatte ich auch keine Lust, mich zu vermummen oder nur auf dem "rechten" Weg zu bleiben ;-)
Bei mir wars bisher eher umgekehrt, je mehr ich mich mit einem Thema beschäftigte, zog ich es geradezu "magisch" an ... - daher versuche ich, möglichst nicht dran zu denken und mich nur so viel wie notwendig damit auseinanderzusetzen.

Mein Garten macht mir sonst auch keine Probleme, da wir hier ohnehin nicht ewig bleiben werden. Wie lange genau kann ich jetzt noch nicht sagen ... alles wird uns aber auf Dauer zu groß und die Wege dann auch zu weit. Immer aufs Auto wollen wir auch nicht angewiesen sein oder womöglich zwei Autos haben müssen ...

Für mich war zuerst das Haus sehr wichtig, weil es genau die Zimmeranzahl hat, die wir brauchen und zudem ganz schön aufgeteilt ist für unsere Zwecke, dabei aber sehr handlich, nicht zu hoch, was ich gar nicht mag (Staubsaugerschlepperei & Co. ;-) - ich hab' auch nicht gern mehrere gleiche Geräte, nur weil man mehrere Etagen bewohnt ... da hat jeder so seine Vorstellungen und tragen darf ich eh keine schweren Staubsauger mehr, da ist alles mehr oder weniger ebenerdig schon sehr praktisch. Und zum anderen gefiel mir natürlich schon auch der Garten - vor allem in seiner Größe. Alles was kleiner ist, ist stressiger, was Nachbarn betrifft - hier ist es großzügig und wirklich sehr angenehm. Außer in L. - da war es auch sehr schön, wenn auch ungefähr so viel qm wie bei Euch.

Wie ein Zeckennest ausschaut, habe ich noch nie gesehen, von daher würde ich es wohl übersehen. Das mit der Filmdose ist ja eklig - vermutlich hätte ich die so lange gar nicht aufgehoben, um das feststellen zu können.

Hier gewitterts grade ... soll am Tage sehr heiss werden, aber auch Wetter "Alarmstufe Rot", wie mein Sohn mir vorhin sagte ... na dann ... "gutes" Wetter zum Streichen ... war die letzten Tage dazu nicht mehr gekommen ...

Gute Nacht
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Renate
Na, Dein Post vom Herbst hat doch erst die Überlegungen wie Zecken in den Garten kommen angeregt!

@ Sara
Bei uns ist das mit den Zecken auch ganz sonderbar: Unsere Nachbarn auf der Südseite (rechts) im sonnigen ordentlichen Garten stellt fest, dass dort jetzt auch Zecken sind. Dort haben sich wohl schon einige bei der Gartenarbeit angesammelt. Bei unseren Nachbarn im etwas verwilderten schattigen Garten links habe sogar ich auf ihrem Wiesenrasen gesessen und mir im letzten Jahr kein Tierchen eingehandelt.
Ebenso ist das in Hannover wohl mit der Eilenriede: Es gibt verseuchte Stellen und welche wo es angeblich ungefährlich ist.
Ich habe jedefalls gestern 2 lauernde Zecken vom Gartensessel aus an unserem Wiesenrand in den hohen Gräsern gesehen und abgesammelt und eine bei Maus aus dem Fell gefischt. Aber ich habe jetzt wohl halt auch den Zeckenblick - so wie früher den Nachtschneckenblick. Esscheint eine Frage des Trainings zu sein ...

Deine Überlegungen zu Haus- & Gartengröße kann ich so gut verstehen. Solche Überlegungen haben mich in diesem Spätwinter auch so einige Nerven gekostet. Zumal hier im Haus Leben und Arbeiten zur Zeit nicht unter einen Hut zu bekommen ist - oben ist vermietet, und das Haus ist noch dazu dafür ungünstig geschnitten. Außerdem sind die Baufehler im Treppenhaus nicht gerade gesundheitsförderlich (Schimmel an der Holzdecken-Unterseite, der sich nur durch Totalabriss des Treppenhaus-Daches beseitigen lassen würde - unddann gibt es Anschlußprobleme mit den angrenzenden Dächern ...).
Und der Garten ist so groß und inzwischen aus den Fugen geraten, das er von mir mit Rückenschmerzen oder fetter Wintererkältung etc. nicht allein zu bewältigen ist. Und die Handlanger-Gartenhilfe, die ähnlich wie Wolfgang rücksichtsvoll schneidet und sich im ebenso im Garten bewegt, die ist mir noch nicht begegnet.
Meist bange ich schon immer bei meiner Mutter, wenn ihre Birke von Profis gekappt werden muss, da ich es wieder nicht rechtzeitig geschafft habe sie nachzuschneiden.
Wir hatten mal ganz im Anfang 1996 professionelle Baumpfleger für unsere mitgeerbeten grenzüberschreitenden Weide und die beiden Fichten - danach war der Garten schrecklich zugerichtet. Und wir haben mindestens 3 Jahre gebraucht die Korkenzieherweide wieder in Form zu schneiden ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Silke,
Du hast gute Augen! :-) Bei mir ist das leider nicht mehr sooo toll - aber früher habe ich auch "alles" gesehen. Meine Schwester, die kurzsichtig ist, hat es da mit zunehmendem Alter viel besser, denn durch die hinzukommende Altersweitsichtigkeit, die fast jeden überfällt, gleicht sich ihre Kurzsichtigkeit nun etwas aus, sie sieht aber immer noch gut genug im Nahbereich, besser als ein Weitsichtiger, so daß sie für den Nahbereich ja sogar ihre Brille abnehmen kann und trotzdem alles vergrößert sieht, wofür unsereiner schon eine Lupe braucht.

Was die Gartenhilfe betrifft, da sagst Du was. Wir hatten auch jemand letztes Jahr, der wollte alles ratzeputz beschneiden. Daher auch unsere teilweise superkurzen Sträucher und Hecken. So daß darin jetzt vorläufig die Vögel keine Nester mehr bauen können. Aber wenn dann noch Sprachprobleme bestehen (kein Deutscher), ist es schwierig, sich zu verständigen. Von daher machen wir meist auch alles lieber allein. Aber es war halt doch zuviel geworden ...

Mit Häusern ist es schon so eine Sache, irgendwann hat man ein Alter, wo man nicht mehr alles allein zu jeder Zeit bewältigen kann, gesundheitliche Probleme kommen bei fast allen irgendwann.
Und die Kinder haben oft auch keine Lust und sehen den Sinn nicht darin und natürlich ihr eigenes Leben - oft weiter weg ...

Andererseits könnte ich mich an eine Stadtwohnung auch nicht mehr gewöhnen. Diese Enge, auch zu den Nachbarn, finde ich unerträglich. Hier ist alles relaxed. Wo mehr Platz ist kümmert sich keiner so leicht im Negativen um den Anderen ...

Aber wenn das Wohnen dann an die Gesundheit geht, muß man über kurz oder lang doch handeln, sonst drehte man sich im Kreis. Sowas hatte ich früher schon mal, von daher bin ich jetzt aufmerksam und werde den richtigen Zeitpunkt zum Absprung finden.
Schimmel haben wir hier auch - im Keller, der ist so feucht, daß wir da gar nichts reinstellen können. Es ist zu befürchten, daß die Feuchtigkeit durch Mauerrisse mal nach oben gelangt.
Noch finde ich aber, daß das Positive überwiegt ... na, mal sehen, wie lange noch ...

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Ich vermute, dass Wolfgang auch 'weniger' Zecken an sich sammelt, da er vor Kurzem feststellte, dass er zum Lesen wohl bald eine Brille braucht ;-)

So eine Gartenhilfe hatte meine Mutter für ein Angebot auch vor ein paar Tagen im Garten - zum Glück, bin ich nicht dabei gewesen! Da müssen wir wohl weitersuchen ...
Auch im letzten Jahr hatte ich so ein Erlebnis bei uns im Garten, als wir für unsere Mitbewohnerin die lange Tafel zur Geburtstagsfeier aufgestellt hatten. Da hatten wir einen Stadtgärtner unter den Gästen!

Unser kleiner Herr Zaunkönig war vor ein paar Tagen auch ganz verzweifelt, denn der baute für seine Frauen wohl vorzugsweise bei uns im Efeu an der Mauer zum Nachbarn hinter dem Küchentisch und im Efeu-Apfelbaum. Aber da war nun sehr viel verfroren ...
Ich versuche beim Schnitt möglichst immer einige Nistmöglichkeiten für die Vögel übrig zu lassen. Obwohl es wegen unserer Maus gar nicht so gut ist, dass sie hier brüten. Aber in den anderen Gärten gibt es leider immer weniger Möglichkeiten.
Daher versuche ich auch den Garten lieber mit Wolfgang zu bewältigen. Nur das geht jetzt meist nur noch am Wochenende - im Moment kann er sich vor Aufträgen nicht retten, da wächst und der Garten dann eben munter weiter über den Kopf.

Tja, alte Häuser - da habe ich so gesehen ja 1 1/2 und 1 1/2 Gärten. Und wenn mich dann zeitweilig mal der Rücken im Stich lässt, dann merke ich, was wir irgendwann fürs Altern alles vorsorglich ändern sollten. Ob das hier in dieser Bausubstanz noch sinnvoll ist so viel zu investieren? Aber nun hat vorerst die Firma die erste Priorität, und der Rest findet sich dann in ein paar Jahren - oder notfalls dann doch schneller. Aber der Garten ist ja eigentlich ein perfetes Fitness-Center!

Doch, eine Stadtwohnung wäre für mich auch wieder vorstellbar. Nur habe ich leider in den letzten Wochen gemerkt, dass ich genau wie meine Mutter, nun Arthrose im Knie bekomme, so dass das Treppensteigen irgendwann ein richtiges Problem werden kann. Und wir hatten den schönen Luxus in der 3. Etage im Altbau in der Stadt zu wohnen, wo es einfach hell und übersichtlich ist. Weiter unten würde ich ungern leben. Und Fahrstühle sind oftmals gerade dann kaputt, wenn man sie am dringensten braucht. Da möchte ich dann schon lieber bodennah mit Garten leben - auch wegen unserer Miezen.

Einen Rechtsstreit wegen Grenzen, Lärm usw. kann sich überall entwickeln. Manchmal verändert sich selbst ein netter Nachbar irgendwann durch Einsamkeit oder Krankheit in einen richtigen Stinkstiefel - in der Stadtwohnung haben wir das miterlebt: Ein Hausmitbewohner füllt inzwischen ganze Aktenordner. Und die Hausgemeinschaft ist machtlos, da er einen vom Gericht bestellten Betreuer hat ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Silke,

obwohl ... ich habe auch in meinen besten Zeiten (augenmäßig) und das war ja damals, als wir die vielen Zecken in BS hatten - noch nie diese winzigen glänzenden Nymphen gesehen! Das wäre mir ja aufgefallen, auch an den Kindern. Wir kannten die wirklich noch nicht. Auch keine Nester, obwohl ich damals den Garten ziemlich genau inspiziert habe. Aber viell. wollte ich die Nester auch gar nicht sehen ;-) Hab jedenfalls nicht direkt danach Ausschau gehalten.

Ah, die Stadtgärtner ... sind meist auch keine gelernten Gärtner und den wir letztens hatten, war ja auch eine Zeitlang unter denen. Die machen DEN Kahlschlag. Meine Mutter kann auch ein Lied davon singen. Wo sie wohnt, blüht kein Flieder mehr, weil der bodenkurz runtergeputzt wird. Was hat das für eine Art?!

Ich stelle fest, daß ich hier immer weniger schaffe, von daher werden wir uns in absehbarer Zeit doch mal nach etwas - zumindest äußerlich - kleinerem umsehen. So ein Garten ist nur schön, wenn man Zeit und Energie hat, diesen zu bearbeiten und das am besten noch mit Freude. Manchmal muß man loslassen, wenn noch Zeit dafür ist ... Mein Mann ist noch lange kein Rentner u. auch selbst., da ist ein Ende gar nie abzusehen. Außerdem macht er sich eh nicht viel aus Gartenarbeit ;-) Der Garten war immer eher für mich ...

Bei der Stadtwohnung fehlte mir persönlich der Garten und hoch habe ich wiederum noch nie gern gewohnt, da kriege ich Platzangst oder wie man das nennt ;-) Ich brauche den Kontakt zum Boden, muß die Menschen, die vorübergehen, aus der Nähe sehen können. Höchstens 1. OG. Und mit den Einkäufen wird es mit den Jahren auch immer schwerer, die so hoch zu schleppen - man wäre auf einen Fahrstuhl angewiesen.

Garten als Fitnesscenter würde ich eher nicht so sehen, denn um fit zu werden, braucht man aerobisches regelmäßiges Training, das geht nur beim Laufen, walken, joggen, Radfahren o.ä. - ohne die statische Belastung der Gartenarbeit und ohne Di-Stress.
Aber natürlich ist Gartenarbeit besser als drinnen zu sein und gar nichts zu handwerkliches zu machen oder sich überhaupt nicht draußen zu bewegen.

Da hattet ihr ja Pech mit dem Mitbewohner. Sowas hatten wir gottlob noch nie, aber es gibt schon unangenehme Zeitgenossen. Mir fällt nur immer auf, wo die Leute zu dicht bei dicht wohnen, fallen ihnen viel schneller Dinge ins Auge, die zum Stein des Anstoßes werden, als wenn die Grundstücke großzügiger verteilt sind. Auch Leute, die zuviel Zeit haben, zum aus dem Fenster schauen ;-)

Ich wünsch' Dir/Euch nicht zu viel Stress mit Arbeit und Garten, alles Liebe und für die Kätzchen weiterhin alles Gute
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Mir sind diese kleinen durchsichtigen Tierchen ja auch eher zufällig an einem herrlichen Sommertag in der Wiese am Bein hochgekrabbelt. Erst viel später habe ich dann kombiniert, dass das Zeckenlarven aus einem Nest waren. Soetwas ist im Vergleich zum Spinnenkokon auch noch schlechter zu entdecken. Ich vermute, es ist unmöglich so ein Zeckennest im Garten zu entdecken, denn selbst eine vollgesogene Mutterzecke mit ihrem grau-brauen Körper ist in der Natur ja unheimlich gut getarnt ...
Ich möchte nicht wissen, wie viele Zeckenlarven und Nymphen ich schon achtlos aus der Haut gekratzt habe. Jedenfalls hat die Zahl der entzündeten Hautstellen im Laufe der Jahre erheblich zugenommen. Und seit Juni 2006 habe ich etwa 30 Larven und Nymphen bei mir aus der Haut entfernt - daswaren aber bestimmt nicht alle, die mich als Wirt angepickst haben!

So einen Kahlschlag habe ich gerade am Donnerstag bei der Nachbarin meiner Mutter gesehen: Gemischte Blühsträucherhecke - quadratisch, praktisch, gut. Etwa 7m mal eben komplett mit der Heckenschere bearbeitet. Nee, dawürde ich lieber den Garten aufgeben eh' ich so einen Arbeiter in den Garten lasse. aber selbst engagierte GaLa-Bauer gehen gnadenlos mit dem Pflanzen-Material um. Das mussten wir feststellen, als bei meiner Mutter der Hof neu mit Wesersandsteinplatten und Granitpflaster verlegt wurde. Unmengen an Aushub landeten trotz Container in den Beeten. Nach dem Motto: Nachher wird alles umgegraben und mit neuen Pflanzen neu angelegt!

Ja, Männer und ihre Arbeit! Da muss ich jedes Mal Wochen vorher einen Antrag stellen, damit er mir mal einen Ast auffängt den ich absägen möchte ;-) Rentenalter, was ist das, wenn es das bei uns später überhaupt dann noch gibt!? Es wird durchgearbeitet bis zum Umfallen ...
Genau das hat mich auch zu den Frühjahrs-Überlegungen geführt, wie lange so ein großer Garten noch für uns handhabbar ist. Denn wenn ich durch eine hartnäckige Winter-Erkältung immer wieder gerade in der Zeit ausfalle, wo ich hier wirklich viel tun sollte, da es die zeckenfreiere Zeit ist, in der ich unbeschwerter im Garten arbeiten kann, wann dann?
Gut, das Wässern des Gartens habe ich jetzt wieder optimiert, so dass es auch mit Rückenschmerzen wieder etwas besser funktioniert. Vorbei die Zeiten, wo ich mal eben 2x pro Woche bei uns 1500 Liter im Garten per Gießkanne umhergetragen habe und dann noch 2x pro Woche bei meiner Mutter etwa 400 Liter für ihre Kübel-Pflanzen und Rosen im Garten verteilte. Doch, jahrelang war Garten mein Fitness-Center - nicht nur zum Wassertragen ...
Zum Glück passen wir unsere Gartenansprüche unseren veränderten Lebensbedingungen an und entdecken dabei neue reizvolle Aspekte. Aber aufDauer muss ich mich wohl wirklich nach einem sensibelen Gartenhelfer fürs Grobe umsehen, wenn wir den Garten auf Dauer halten wollen! Doch in den nächsten 2 Jahren müssen wir uns zunächst noch mit den vorhandenen Umständen arrangieren. Zu viele Baustellen auf einen Streich wären jetzt unvernünftig ...

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara - Teil 2
Stadtwohnung wäre heutzutage für mich auch nur noch mit Dachgarten & Fahrstuhl vorstellbar. Aber wahrscheinlich gäbe es dann doch von unten eine menge Straßenlärm. Ob ich mich daran wieder gewöhnen könnte?

Solche Hausmitbewohner können Dir heutzutage überall begegnen. Beide Männer, die mir echt schon Lebenszeit geklaut haben, waren im Anfang total freundlich und kamen mit ihrem Leben noch gut zurecht. Doch dann kam nach und nach die Trennung von der Partnerin bzw. Familie oder Freunden, Krankheit & Alkohol. Und irgendwann wohnt dort ein ganz anderer Mensch, den das System nicht mehr auffangen kann. Denn ganz im Anfang hatten wir ihnen sogar die sozial-medizinische Beratungsstelle auf den Hals gehetzt. Aber solche Hilfen werden dann oftmals abgelehnt. Diese beiden Fälle sind/waren schon sehr extrem: Messies, Alkohol bis zum Notarzt-Einsatz und diverse Polizei-einsätze, da befürchtet wurde, dass die Männer tot in der Wohnung liegen ...

Wenn Menschen zu dicht nebeneinander wohnen, kommt es bestimmt eher zu Spannungen, das stimmt schon. Aber ich vermute, oft spielt auch Neid und mangelnde Toleranz eine wichtige Rolle. Und die Toleranz scheint leider häufiger mit zunehmendem Alter abzunehmen. Oder liegt es daran, dass die Menschen mit ihrer freien Zeit nichts anzufangen wissen!? ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
nachdem mich heute eine - kleine schwarze - Zecke erklimmen wollte, muß ich mich wiederum wundern ob dieser durchsichtigen Nymphen, die ich ja bewusst noch nie gesehen habe... An sich selbst spürt man ja recht deutlich das Gekrabbel. Solche haben wir tatsächlich noch nie gesehen oder am Leibe gehabt.

Diese Kahlschläge sind echt schlimm, aber manchmal gehts schneller als man denkt. So haben wir das erlebt, der "Gärtner" hat mehr gemacht, als wir wollten oder dachten, abgesprochen zu haben - man muß manchmal jeden Schritt "bewachen" ;-)

Was m. Mann betrifft, dürften wir gar keinen Garten haben oder nur mit Gärtner ;-) Wenn man diesen nur zum Entspannen benutzen will ...
Leider kann ich die schweren Arbeiten kaum noch machen oder nur sehr eingeschränkt ... insofern brauche ich auch immer mal Fremdhilfe - notfalls mit Anleitung online übersetzt in polnisch oder so ;-)

Das mit der freien Zeit sehe ich auch so. Denn sonst würden einige Zeitgenossen nicht den halben Tag vorm Fenster hängen ;-) Andererseits versucht man auch das zu verstehen ... Krankheit oder sonstige ungünstige Umstände, die dazu führen ??? Und mit der Toleranz ist es sowieso so eine Sache. Das ist oft eine Sache der "Anderen" ;-)

Lieber Gruß zum Wochenende
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Darum bräuchte ich für unseren Garten einen sensibelen Gartenhelfer, den ich mir langsam erziehen kann. Jemanden einfach nur im Garten machen lassen - Horrorvorstellung. Woher soll jemand wissen, ob das nun in unserem Garten Kraut oder Unkraut ist. Oder ob dieser abgestorbene Ast im Apfelbaum nun störendes Holz oder ein natürliches Insektenhotel ist ;-)
Gartenhilfe nur unter Aufsicht! Sonst verliert der garten gerade das, was ihn für uns so reizvoll macht.

Übrigens habe ich jetzt wieder festgestellt, dass ich nur die Zecken-Männchen auf der Haut spüre kann - selbst bei den Nymphen lassen sie sich die Geschlechter schon am Hinterteil unterscheiden. Einem ausgewachsenen Zeckenweibchen kann ich beim Krabbeln auf der Haut zusehen und spüre gar nix. Die sind wirklich perfekt zum Überleben ausgestattet ....

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
Wenn man das vorher immer so wüsste ... ich ging davon aus, daß unser Helfer verstand, was ich meinte, da er bekräftigte ... Leider war das denn doch nicht der Fall ... aber bei den Sprachschwierigkeiten auch ein gewisses Problem. Ich mochte aber auch nicht ständig bei Fuß dastehen ... Zum Glück hatte ich es aber so vereinbart, daß immer eines nach dem anderen gemacht würde - also nicht zu viel Aufträge auf einmal ... von daher konnten wir das Ganze noch relativ rechtzeitig abbrechen ...
Aber davon abgesehen hatte selbst meine Schwiegermutter damals einen prof. Gärtner, der schien auch nicht zu wissen, was nun Kraut oder Unkraut ist und putzte auch alles so ziemlich hinunter.
Kein Wunder, wenn manche ihre Gärten lieber verwildern lassen ...
Bei meinen Putzhilfen früher habe ich so einen Arbeitszettel angefertigt, das nützt aber auch nur, wenn sie Deutsch verstehen.

Ich glaub', so genau könnte ich so eine Mini-Zecke kaum unterscheiden. Habe gerade mal erkannt, daß es eine ist und daß sie schwarz ist ;-)

Lieber Gruß und schönen Sonntag
Sara