Freitag, 4. Juni 2010

Noch etwas zögerlich ...



... sitzt klein Katze nach dem Tierarzt-Besuch
in sicherer Entfernung von mir im Garten.

Es war ganz schön anstrengend für so wenig Kater
so viel But für die Tests hergeben zu müssen, ...

aber die Infusion tat ihm gut, und nun raschelt das Papier.
Jetzt gibt es wieder einen Snack - Roastbeef im Garten!

Fotos: S.Schneider



Ganz schön matt war der arme Kerl, als er zum Tierarzt musste.
Aber das störende Herzgeräusch ist weg - es hing wohl wirklich
mit der Entzündung im Körper zusammen. Weder beim Ertasten
der Nieren noch der Blase protestierte er. Und auch das Mäulchen
ist weiterhin auf dem Wege der Besserung. Um Herauszufinden,
ob sein vermehrter Durst nun mit Diabetes, der Schilddrüse oder
doch mit den Nieren zusammenhängt, wurde er nun zum dritten
mal angezapft. Inzwischen hat er leider schon Routine ...

Am Nachmittag lagen die ersten Ergebnisse vor: Die Schilddrüse
ist in Ordnung, aber nun heißt es einen zweiten Diabetiker zu
versorgen. Wahrscheinlich hat die 2-Monats-Spritze Cortison bei
ihm Diabetes ausgelöst. Allerdings hatte ich schon vor der Blut-
abnahme mit der Tierärztin besprochen, dass die Verabreichung
von Insulin meiner Mutter nicht zuzumuten ist, da sie ja bereits
meine 103-jährige Großmutter als bettlägerigen Vollzeit-Pflegefall
nahezu allein versorgt. Auch wäre es für den ohnehin ängstlichen
Kater eine Qual 2x am Tag gegriffen zu werden, um ihn zu testen
und anschließend Insulin zu spritzen. Da haben wir zu zweit mit
Allegra schon so unsere Probleme!

Zum Glück hatte ich bereits vor ein paar Tagen einen kleinen
Beutel von Allegras Diabetes-Trockenfutter nach Braunschweig
mitgenommen, und auch das Katerfutter in den letzten Tagen auf
zuckerfreie, proteinreiche Dosen bzw. Beutel umgestellt. Nun
gab es also das ok der Tierärztin, dass auch er zukünftig dieses
Diabetes-Trockenfutter bekommen sollte. Leider ist für ihn das
Futtersortiment eingeschränkter als für Allegra. Denn meist bietet
die Tiernahrungs-Industrie nur Diabetes-Futter für übergewichtige
Katzen an. Aber dieser inzwischen 16-jährige Herr wiegt im Korb
gerade mal 5,2 Kg ...

Leider stellte sich heraus, das Naturheilverfahren in der Tier-
arztpraxis zwar auf dem Leistungsverzeichnis-Schild angeboten
werden, aber die Beratung dann doch eher aus Büchern kommt.
Zum Glück hatte uns unsere Haus-Mitbewohnerin schon vor ein
paar Tagen darauf hingewiesen, dass die Verabreichung von
Globulis für Diabetiker bedenklich sei, da die Streukügelchen aus
purem Zucker bestehen. Also kämen für klein Katze und Allegra
nur Bachblüten oder Schüßler-Salze in Frage. Mit Bachblüten in
Form von Rescue-Tropfen hatten wir bei Maus & Allegra nur ein
einziges Mal in einer Transport-Situation Erfolg. Danach wurden
beide schon nervös, wenn wir das Fläschchen in ihrer Nähe
öffneten. Ob der geringe Alkoholgehalt schon Erinnerungen an
stressige Momente hervorrief? Auf Schüßler-Salze hatten wir
Allegras Tierarzt bereits angesprochen - er wollte sich infor-
mieren, riet aber davon ab alles gleichzeitig auszuprobieren:
Futterumstellung,
Insulin und Salze. Da allerdings für das Kater-
tier kein Insulin in Form von Spritzen oder Tabletten in Frage
kommt, und seine Werte nun über den Harn kontrolliert werden
sollen, habe ich gestern Abend noch schnell zunächst 3 von 5
Salzen besorgt, die von Claudia-Bergmann-Scholvien in dem
Buch '
Schüßler-Salze für meine Katze' bei Diabetes mellitus
empfohlenen werden. Meine Mutter wird nun je eine halbe
Tablette pro Tag pulverisieren, in etwas Wasser auflösen und
über den Tag verteilt seinem Feuchtfutter beimischen.
Vielleicht ist er bereit die Salze aufzunehmen ...



Nachtrag Samstag 5. Juni 2010:
Da Allegras erste Ration Insulin eventuell wohl nicht über
das Wochenende reicht, war ich eben bei ihrem Tierarzt.
Zum Glück brauchen wir uns um ihre Keton-Werte noch
nicht zu sorgen und können uns ganz langsam an eine zu
ihr passende Insulin-Dosis heranarbeiten. Inzwischen hat
sich unser Tierarzt auch mit dem Thema Schüßler-Salze
befasst, und stuft sie ebenfalls als unbedenklich ein. So
dass die Salze als Begleit-Therapie durchaus sinnvoll sein
können. Nun werden wir ersteinmal abwarten, ob und wie
das Katertier auf die Salzmischung reagiert, und dann wohl
in der nächsten Woche Allegra etwas mit den passenden
Salzen aufbereites Futter anbieten.

Auf jeden Fall werden unsere Katzen weiterhin abwechselungs-
reiche Kost von verschiedenen Trocken- und Feuchtfutter-
Herstellern bekommen, ebenso Thunfisch & Lachs im eigenen
Saft aus der Dose, etwas Roastbeef oder Putenaufschnitt ohne
scharfen Rand - der bleibt für uns übrig, wir werden versuchen
ihnen ein
paar Rezepte aus diesem Buch schmackhaft zuzu-
bereiten
(eigentlich hatten wir das Buch vor Jahren nur zum
Spass gekauft) und natürlich gibt es Medizialafutter für die
beiden Diabetiker. Obwohl Maus wohl gerade diese Futter-
sorten zur Zeit am Liebsten frisst. Aber da sie keine Nieren-
probleme hat und auch etwas abspecken könnte, ist das
nicht weiter tragisch. Und auf die ganzen schönen Reste
wartet schon der Drosselmann vorm Treppenhaus, um seine
Schreikinder im Waldnest zu füttern. Sonst vergreift er sich
in seiner 'Not' auch am Fischfutter oder kommt am Besten
gleich zur Futtersuche ins Haus ...


Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Tierarztbesuche sind immer sehr anstrengend für das Tier und auch für den Mensch. Aber, da glaube ich, das eben notwendig ist und nur zum Besten.

Er scheint nun doch auf dem Wege der Besserung. Was alle natürlich freut.

Als es unserem Kater im Januar schlecht ging, haben wir ihn natürlich ebenfalls gründlich untersuchen lassen, was zu keinem Ergebnis führte. Trotzdem habe ich den Rat des Tierarztes angenommen, der meinte, ich solle ihm füttern, was er wolle und was ihm gut bekommen würde. Das habe, exakt abgemessen, nach seinem Gewicht, auch gemacht. Keinerlei Zusatzgaben gegeben, und den auch hier den Rat befolgt, der da hieß, vom normalen Futter (Trockenfutter) zwei oder drei Stück abnehmen und ihm, falls er belohnt werden solle, füttern. Das hat perfekt funktioniert. Er hält seitdem das Gewicht von ca. 7 kg, welches bei seiner Größe normal sei. Fühlt sich wohl, spuckt nicht mehr, ist zufrieden mit seiner "Belohnung". Ich war auch geneigt Verschiedenes auszuprobieren, habe mich jedoch dagegen entschieden, weil ich dachte, dass der Tierarzt sein Fach schließlich studiert hat und Bescheid weiß. Was gestimmt hat.

Lieben Gruss, Brigitte

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ohje, das kann man verstehen - eine 103jährige im Haus, und Deine Mutter wird ja auch nicht mehr die Jüngste sein ...

Was Homöopathika betrifft, so gibt es doch Tropfen. Die haben sogar meine Kinder bekommen und einer Katze kann man das schon irgendwie untermischen.
Kann mir aber eigentlich nicht vorstellen, daß der minimale Anteil Zucker bei den Globulis tatsächlich schaden soll?? Gibts da genaue Nachweis-Quellen?

Katzen können die reinsten Diven sein, ich sehe das bei der nurmehr noch einzigen Katze meiner Mutter ;-) Sie hatte Neurodermitis, die neuerdings so ziemlich weg ist. Vielleicht, weil unsere Mutter nun mehr zuhause ist. Obwohl die Katzen ja damals noch zu Zweit waren und sie trotz alledem die Neurodermitis hatte und das Fell "abrasierte".

Ich wünsch' Euch das Beste und weiterhin Genesung, alles Liebe
Sara

PS: Auch wenn's jetzt hier nicht so paßt - wir haben jetzt auch wieder Zecken :-( Hatte schon die 4. in diesem Jahr. War wohl der Winter dran schuld, daß die sich vermehren konnten. Die ganzen Jahre habe ich hier kaum nennenswert etwas beobachtet und das sind jetzt schon 4.

kelef hat gesagt…

bei nachbars lebte jahrelang eine dackeline, die diabetes hatte.

nach langem hin und her wurde auf pen-insulin umgestellt, das funktionierte dann tadellos. spritze verabreicht, unmittelbar danach: futter.

der pen ist relativ teuer, aber eine überlegung wert. es gibt ja verschiedene insuline, der trick beim pen ist eines zu wählen das die anschliessende sofortige fütterung erlaubt. da diabetiker meist unter einer art heisshunger leiden, ist das dann ziemlich einfach zu trainieren. ausserdem sind die pen-nadeln dünner als die normalen insulin-nadeln, und auch die handhabung ist wesentlich einfacher. die menge des zu verabreichenden insulins wird einmal elektronisch eingestellt, und wird dann bei jeder verabreichung vom pen genau dosiert. da die dosierung ja nach dem körpergewicht berechnet wird, ist das bei kleinen tieren wie katzen ja immer so ein lotteriespiel mit dem aufziehen in einer spritze.

leider haben tierärzte damit kaum erfahrung, aber wenn sie einen vernünftigen menschenarzt haben kann der ihnen sicherlich weiterhelfen. es gibt eine menge selbsthilfegruppen, die auch von den pharmazeutischen firmen gesponsert werden. vielleicht kommen sie auf diesem weg auch zu einem pen, unter dem titel: sie sponsern mich, und ich liefere ihnen die berichte über die anwendung bei katzen. grundsätzlich ist das für eine firma nicht uninteressant, evtl. können sie auch über eine grössere tierklinik oder vet-uni unterstützung bekommen. es gibt immer wieder tiere - besonders oft unkastrierte hündinnen - die diabetes bekommen, neuerdings tritt diabetes auch bei katzen gehäuft auf. das wäre dann zwar eine art tierversuch, aber eben als anwendungsbeobachtung, sowas wird auch bei menschen gemacht. irgendwoher müssen die erfahrungsberichte ja kommen.

trauen sie sich einfach und telefonieren sie ein wenig herum in ihrer umgebung.

ach ja, und vergessen sie nicht, dass es auch beim tier zweierlei diabetes gibt, und während der altersdiabetes (typ 2) u.u. ganz gut mit diät in den griff zu kriegen ist, ist der typ 1 nur mit medikamenten in den griff zu kriegen. insofern ist die sache mit naturheilmitteln immer in bezug auf den jeweiligen diabetes-typ zu beurteilen, und nicht in bezug auf präferenzen natur- versus schulmedizin. so erklären sich auch die manchmal für den laien nicht nachzuvollziehenden völlig unterschiedlichen behandlungsmethoden und -erfolge. natürlich könnte der tierarzt das den besitzern auch genau erklären, aber nun ja.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Brigitte/Sara/Kelef
Meinem ersten Kater haben wir im Alter von 19 Jahren den wahrscheinlich sonst dritten und letzten Gang zum Tierarzt erspart. Wir vermuten er ist damals in der Nacht von Samstag auf Sonntag an Nierenversagen gestorben. Für ihn wäre es wahrscheinlich unerträglich gewesen ohne eigenen Transportkorb zu irgendeinem total fremden Wochenend-Tiernotarzt auf die letzte Reise zu gehen ...

Aber da dieses Katertier nun ja schon einiges hinter sich hat und am Behandlungsbeginn die Prognose der Tierärztin lautete, dass es lange dauert bis das Mäulchen abheilt, wir Geduld haben müssen, es aber kein lebensbedrohlicher Zustand ist, kam uns jetzt sein Zustand insgesamt aber doch schlechter vor. Und eh' nun weiter an ihm herumexperimentiert werden würde, fanden wir es nun angebracht alle relevanten Werte zu bekommen, um zu beurteilen, wie viel Weiterbehandlung in seinem fortgeschrittenen Alter sinnvoll ist oder wann die Behandlungsmenge bei ihm - in seiner ganz speziellen Lebenssituation - in Quälerei ausartet.
Denn wenn sich dieses Katertier, der es gewöhnt ist im Garten zu sitzen und noch immer kleine Spaziergänge zu unternimmt, nun wegen der regelmäßigen Verabreichung von Medikamenten im Haus eingesperrt werden muss, da er sich sonst der Behandlung über Stunden entzieht - wo ist das noch Lebensqualität?
Und wenn dann auch noch dazu die ihn Pflegende nicht genug innere Ruhe zum permantenten Tabletten oder Tropfen eingeben bzw. zum Blutzuckermessen & Insulinspritzen besitzt, dann überträgt sich diese Anspannung auf das Tier.
Leider ist der Kater so scheu, dass er auch niemanden aus der Nachbarschaft in seine Nähe kommen lässt. Daher besteht auch nicht die Möglichkeit, dass ein Nachbar bei der Verabreichung der Medikamente (in dem Fall nun ja Insulin) helfen könnte.
Ebenfalls macht es keinen Sinn den Kater nun zu unseren beiden Katzendamen nach Hannover zu holen. Das wäre für alle 3 und auch uns eine absoluter Stress - sie sind sich noch nie persönlich begegnet.
Und einen so alten Baum sollte man nicht mehr aus seinem Garten verpflanzen.
Im Notfall gibt es auch ein oder gar mehrere homoöpatische Mittel, die ihm die letzten Tage in seinem Zuhause erleichtern können. Aber da muss ich mich noch genauer informieren welche Potenzierung und Menge dann sinnvoll für ihn ist.

Aber noch stehen ja nicht alle Werte fest. Nur im Moment scheint es so, als ob er zumindest für einige Zeit Insulin gebrauchen könnte. Allerdings haben sich in den letzten Tagen seine Klobesuche erheblich reduziert. Vielleicht baut sich das Cortison allmählich ab und seine Werte normalisieren sich noch etwas ...

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Brigitte
Viele Tierärtze - viele Meinungen. Aber auch ich stehe auf dem Standpunkt, dass der behandelnde Tierarzt die beste Lösung ist. Denn er hat schließlich das Tier und im Idelalfall auch seinen Halter gesehen und kann die Gesamtsituation zwischen beiden beurteilen. Denn was für die eine Bezugsperson unvorstellbar ist, ist für den nächsten vielleicht kaum ein Problem.
Je mehr ich nun bei den beiden Tierärztinnen bei klein Katze und dem Tierarzt von Allegra nachfrage, um so individuellere Informationen bekomme ich nach und nach. Anfänglich klang das alles etwas anders. Aber ich bin mir sicher, dass es viel entscheidender ist, dass die Empfehlung zum Tier und der Bezugsperson passt und dann auch so umgesetzt wird.

Es ist schön, dass es für Kater W. die richtigen Empfehlungen gab und er nun seinen Sommer genießen kann!

@ Sara
Wie der Kater und meine mutter nun den ersten Tag mit den Salzen gemeistert haben, weiß ich noch nicht. Aber inzwischen haben wir überlegt, dass es in diesem Fall die einfachste und individuellste Handhabung ist (es kommen unterschiedliche Salze für ihn in Frage - da gibt es zum Beispiel 1x pro Woche einen Joker ...) alle relevanten Salze zu pulverisieren - geht ganz einfach - sie in eine kleine Spritze zu füllen und dann Wasser aufzuziehen. Die Lösung etwas schütteln und dann über den Tag verteilt dem nassfutter beimischen. Denn inzwischen kommt der kater 4 bis 5x am Tag und möchte eine kleine portion Feuchtfutter haben. Daher ist dies zur Zeit die beste Lösung für die beiden.

So ein Globuli ist für uns eine winzige Zuckermenge. Aber für ein Tier? Ich werde die Tierärztin am Dienstag dazu befragen. Aber die Anwendung der Salze erscheint mir im Moment einfacher, wenn er sie annimmt. Außerdem beinhaltet meine kleine Hausapotheke inzwischen fast alle Salz-Tabletten, so dass wir zwischendurch auch etwas für sein Immunsystem tun könnten, wenn sich allmählich das Cortison wieder abbaut ...

Ich denke mir auch, dass das seelische Wohlbefinden viel mit der Katzengesundheit zu tun hat. Darum ist der Garten auch für beide wichtig und im Moment der beste Ausgleich - Therapie.

@ Kelef
Von dem Pen habe ich schon gelesen, aber soweit ich weiß, haben die Katzen-Diabetes-Profis auf ihrer HP (siehe Link-Liste) davon abgeraten. Im Moment geben wir Allegra 2 Einheiten - das ist eine winzig kleine Menge. Wir sind mit ihr ja erst im Anfangsstadium. Aber nach den Erfahrungen der ersten 1 1/2 Wochen ist das meiner 71 jährigen Mutter in ihrer wirklich extremen Situation nicht zuzumuten die Blutzuckerwerte des Katers zu testen und dann die entsprechende Menge Insulin aufzuziehen. Selbst den Urintest mit Combur 3 im Katzenklo musste ich schon durchführen. Nein, irgendwann ist eine Grenze erreicht. Und das versteht auch die Tierärztin von klein Katze, der ich die Situation geschildert habe. Daher werden wir versuchen seine Werte durch Futterumstellung und Schlüßlersalze zu korrigieren. Auch wenn es wahrscheinlich zu Lasten seines Sehnerves gehen wird ...

Brigitte hat gesagt…

Liebe Silke,

so meinte ich es auch. Der Tierarzt muss die Gelegenheit bekommen mit der Zeit Tier und Besitzer näher kennenzulernen. Denn dann kann er ja auch besser diagnostizieren, denn eines fügt sich ja dem anderen hinzu.

Eine Verwandte hat 2 kranke Katzen und wechselt ständig den Tierarzt. Und schimpft. Da meinte ich dann schon auch, dass man zuerst mal die Gelegenheit des Kennenlernens bieten müsse.

Ich denke, mit ständigen Wechseln tut man den Tieren auch nicht gerade einen Gefallen.

Doch der Besitzer kennt das Tier am besten und weiß, was für es gut ist. In Zusammenarbeit mit dem Tierarzt lassen sich gute Lösungen finden.

Dem Katerchen wünsche ich noch eine schöne und entspannte Zeit!

Lieben Gruss und eine gute Woche, Brigitte

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Brigitte
Früher war ich mit dem Kater einige Male bei einer anderen Prais mit mehreren Tierärzten, aber dort hatte ich das Gefühl, dass er trotz der Gefahr von Struvitsteinen eher standartmäßig behandelt wurde, wenn er zum Impfen kam.

Und nun hat der Kater das Pech/Glück inzwischen 3 Tierärztinnen und den Herrn Doktor der anderen Praxis zu kennen, wo er seit einigen Jahren aktenkundig ist. Als es klein Katze vor Ostern sehr schlecht ging und er für das verlängerte Wochenende noch eine Infusion benötigte, lernten wir dann auch mal den Chef kennen. Mit ihm kam das Katertier aber überhaupt nicht klar. Seitdem habe ich versucht nur noch Termine bei einer ganz bestimmten Ärztin zu bekommen. Aber die ist nun ausgerechnet jetzt im Urlaub. Doch zum Glück sind ja alle seine Untersuchungs-Ergebnisse im Computer festgehalten!

Maus kennt inzwischen ja schon 4 Tierärzte in Hannover. Ihren 'Hausarzt' einen zweiten 'Hausarzt' in der Nähe der alten Wohnung, da mitten im tiefsten Winter der Weg mit einer Bindehautentzündung zu weit war, und noch 2 sonntägliche Notärzte. Wobei die letzte Tier-Notärztin uns gut gefiel, da sie Maus nicht gleich röntgen wollte, als sie vom Dach gefallen war, zusätzlich homöopathische Mittel vorschlägt und noch dazu 24 Stunden erreichbar ist. Leider dauert die Fahrt zu ihr etwa 20 Minuten, was bisweilen schon sehr stressig für unsere Katzendamen sein kann. Doch, da es spätestens im fortgeschrittenen Alter und mit Allegras Diabetes jetzt häufiger auch Notfälle geben kann, werden wir mit Maus&Allegra wohl demnächst zusätzlich auch diese Tierärztin aufsuchen. Denn unser Tierarzt um die Ecke hat nur an 5 Tagen jeweils 5 Stunden seine Praxis geöffnet und Samstags nur 1 Stunde lang. Da hat uns Maus jetzt schon oft genug bewiesen, dass diese Sprechstundenzeiten nicht katzengerecht sind ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
Soweit mir bekannt, rechnet man bei einer Katze immer so, als wäre diese ein kleines Kind, was die Mengen bei Medikamenten betrifft.

Meine Mutter hatte Tropfen, die kann man auch ganz problemlos ins Futter träufeln. Am besten der Katze gar nicht zeigen, die sind ja sehr findig, wenn sie erst sehen, was da gemacht wird, wollen sie manchmal nicht mehr fressen ;-) War mal ganz putzig mit der weißen Katze, die meiner Mutter noch geblieben ist. Sie bekam mal ein Sonderfutter, das wollte sie aber partout nicht anrühren, weil wir mehr oder weniger zuguckten :-) Hätte nicht gedacht, daß die so "eigen" sind ;-) Dabei haben wir uns ruhig verhalten, aber wir waren halt in der Nähe und wollten mal sehen ...

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ sara
Katzen können Gedanken lesen ;-) Darum ist das ja mit dem Verabreichen von Medikamenten so eine Sache. Ihr Mensch verhält sich dann einfach anders und dasspüren sie sofort. Darum wird Allegras Insulinspritze auch in einem anderen Raum vorbereitet. Aber egal wie Wolfgang dann den Raum betritt, Allegra merkt etwas. Das dauert bestimmt noch ganz schön lange bis wir ein eingespieltes Insulin-Team sind ...

Zu den Tropfen: Warum soll ich extra Tropfen (und vor allem welche?) besorgen, wenn ich schon alle relevanten Schüßler-Salze (immerhin 5 verschiedenen bei Diabetes) und sogar die empfohlene Dosierungsmengen in meinem Buch habe? Die Salz-Tablette läßt sich ganz problemlos mit etwas Wasser auflösen und die Dosierung auf dem Futter über den Tag verteilt mittels einer kleinen Spritze ist auch kein Problem.
Auch ist es ein Vorteil, wenn der Kater eines der Salze ablehnen sollte, so kann man es durch Einzelanwendung herausfinden und weglassen. Bei einer fertigen Tropfenmischung ist dann das gesamte Präparat nutzlos. Denn das wichtigste ist weiterhin, dass der Kater frißt. Denn Futterverweigerung richtet noch schneller größere Schäden als Diabetes an ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, die sind schon gut :-) Wundere mich auch immer wieder. Und wie "eigen" die sein können :-)

Nee, das hatte ich anders verstanden bezüglich der Tropfen. Hatte das so verstanden, als seid ihr abgeneigt, generell Tropfen zu geben, dafür lieber die Schüßler-Salze, da ohne Zucker und Alkohol.

Wir machen viel mit Klassischer Homöopathie, da gibts dann keine Mischungen. Aber auch da muß man schon wissen, welche, das kann bei jeder Person (oder Tier) ganz anders sein bei gleicher Störung.
Und alle möglichen Tropfen zu bevorraten, geht auch ins Geld, da ist ein Arztbesuch dann doch vorteilhafter.

Ich wünsch' euch was ... muß jetzt schnell nochmal zu meiner Mutter.

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Mist, nun habe ich doch vergessen nach dem Zucker der Globulis zu fragen ...
Wie schon geschrieben, bei Maus& Allegra reichte wohl schon die geringe Spur von Alkohol in den Rescue-Tropfen, um das mittel abzulehnen.
Ob es bei klein Katze nun am ständigen Hunger liegt oder ob ihm die Salze im Futter wrklich nichts ausmachen? Jedenfalls scheint es unkompilziert zu sein und meine Mutter kommt mit der Anwendung gut klar. Das ist die Hauptsache.

Ab Freitag werde ich es auch bei Allegra versuchen - ich hatte leider gestern vergessen mir einen Teil der Tabletten für Allegra mitzunehmen :-(
Das Gute daran ist, ich kann sie übers Futter geben und Maus darf notfalls auch davon fressen. Denn nicht benötigte Salze werden einfach vom Körper wieder ausgeschieden ...
Und von Vorteil ist auch, dass ich die meisten der ersten 12 Salze selbst verwende (hartnäckiger Winterhusten, Arthrose, Migräne, Stärkung des Immunsystems usw.) bzw. demnächst mal verwenden werde. Außerdem sind sie immerhin sind bis 2014 haltbar. Und wenn ich überlege, dass ein Fläschchen mit 100 Tabletten weniger als 4,- Euro kostet und der Kater von 4 Salzen pro tag 1/2 Tablette bekommen soll - da sind dieSalze immer noch günstiger als 1 Tierarztbesuch ...
Gut, das Buch hat auch etwas gekostet, aber es ist äußerst interessant und leichtverständlich geschrieben. Es beschreibt die Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen und schlägt mögliche Salze vor. Ich denke mir, dass ein Mensch, der eng mit seiner Katze zusammenlebt schon recht gut nach den Beschreibungen das passende Mittel für seine Katze herausfinden kann. Ich habe jetzt ja 2 'Versuchsobjekte'. Und der Vorteil ist ja wirklich: Schaden kann es nicht - wenn hat es nur etwas Geld (im Vergleich zu Tierarzt-Rechnungen) gekostet ...