Freitag, 28. Mai 2010

Fast 16 Jahr und graues Haar ...



Morgen hat das Katertier Geburtstag und seit einigen Wochen
sieht man ihm sein Alter leider auch an. Er putzt sich kaum
noch sein Mäulchen, obwohl es für ihn heute sogar drei ganz
saftige Schreiben Roastbeef-Aufschnitt gab! Inzwischen geht
er sehr langsam durch seinen Garten, ...

und sitzt nun immer häufig im Wohnzimmer neben der
geöffneten Gartentür. Allerdings gab es in den letzten
Wochen ja auch nur selten katzenfreundliches Wetter!
Auch sein abendliches Kuschelbedürfnis hat in letzter
Zeit
stark abgenommen.

Jetzt ist es fast 2 Monate her, dass seine Behandlung
begann. Erste Symptome waren ein entzündetes Maul,
er mochte nicht mehr fressen, war fürchterlich schlapp,
verkroch sich oftmals und schlief extrem viel. Nach der
Blutuntersuchung beim Tierarzt wurden schlechte Leber-
werte festgestellt. Zukünftig sollte er ein spezielles Leber-
Diätfutter bekommen und bekam ein Antibiotikum. Doch
nach 3 Tagen ging es ihm noch schlechter anstatt besser.
Nun folgte die Diagnose Katzenschnupfen mit Hausarrest.
Also 2 Spritzen und eine Infusion, da er immer weniger
Kater wurde. Etwa 3 Wochen lang waren der Kater und ich
etwa alle 3 Tage wegen Antibiotikum, Cortison & Infusion
beim Tierarzt. Zwischenzeitlich stellte sich noch ein Herz-
geräusch ein, das da nicht hingehörte, was wohl mit den
entzündlichen Prozessen in seinem geschwächten Körper
zu tun hatte. Über einige Wochen gab es dann Zwangs-
ernährung mit den interessantesten Futtervarianten, die
Katzen sich wünschen können. Und Maus & Allegra profi-
tierten von den Resten! Vor etwa einem Monat, nachdem
durch einen Katzen-Aidstest sichergestellt wurde, dass er
nicht an dieser Immunschwäche litt, bekam er nun seine
2-Monatsspritze Cortison. Schon wenige Tage danach war
er wie ausgewechselt: Hatte Freude am Futter, fraß wie
ein Scheunendrescher und unternahm längere Gartenspazier-
gänge. Doch dann kam plötzlich der Moment, wo er kaum
mehr das Haus verlassen wollte, Unmengen an Wasser trank,
sein Katzenklo mindestens 10x am Tag aufsuchte und wieder
kraftloser wurde. Nach einem weiteren Termin bei der Tier-
ärztin kam heraus, dass es nach so einer Langzeit-Cortison-
spritze zu vermehrtem Durst kommen kann. Doch inzwischen
vermute ich, dass das hochdosierte Cortison nun Diabetes bei
ihm ausgelöst hat. Die Klobesuche pro Tag nehmen zwar all-
mählich etwas ab, aber insgesamt hat er sehr stark abgebaut.

Da wir nun für Allegra die Diabetes-Teststreifen besitzen,
wollte ich versuchen auch seinen Harn zu testen. Allerdings
heute weigerte er sich standhaft sein Klo zu benutzen ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Anja hat gesagt…

Das artet bei euch ja wirklich in ein Spezial-Katzen-Pflegestelle aus. Ich hoffe, dass ihr bald den Tierarzt mit allen Katzen nur noch zu "Kontrollen" besuchen müsst.
Gute Besserung an alle Pfoten!

carola hat gesagt…

*tränen wisch* ... kommt mir so schrecklich bekannt vor . . .

"quält" ihn nicht mehr, er weiß besser wann seine zeit zu ende gehen soll.
er wird esssen wenn er hunger hat, und trinken wenn er durst hat - und wenn er beides nicht mehr tun wird, dann ist fast jeder versuch das ändern zu wollen, nur quälerei für ihn.
aber das wißt ihr auch.

schöne wochen vlt noch monate oder sogar jahre mit ihm, das wünsche ich ihm und euch.

PS macht regelmäßig fotos und vergleicht sie, dann fällt euch später die notwendige entscheidung sehr viel leichter.

von mir auch ein bisschen traurige grüße
carola

Gartenfee hat gesagt…

Armer alter Kater...
Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass Tierarztbesuche oft einen regelrechten Rattenschwanz nach sich ziehen und manchmal alles nur noch schlimmer als besser wird. Ich habe mich aus dem "Bauch heraus" schon gegen Behandlungsvorhaben unserer Tierärztin entschieden und lag letztendlich damit richtig. Manchmal ist weniger einfach mehr.

Alles Liebe und gute Besserung den kranken Samtpfoten.

Liebe Grüße von Bärbel

guild-rez hat gesagt…

Gute Besserung für alle Katzen.
Ich weiss, wie das ist, wenn unsere kleinen Vierbeiner krank sind, man leidet mit ihnen.

Happy Birthday!!
Gisela.
Unser Maximus wird im July 9 Jahre alt.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ohje, aber das ist das Alter. Und viel Schlafen ist ja nicht verkehrt. Das tun hochaltrige Menschen oft auch, bis sie irgendwann ganz einschlafen. So traurig das ist, aber das ist der Lauf der Natur, und ich finde auch, manches ist Quälerei für ein Tier, wenn wir Menschen es auch gut meinen.

Meine Mutter hatte auch eine alte Katze, die letztes Jahr starb. Sie schlief am Ende auch nur noch sehr viel....
Meine Oma sagte immer als sie am Ende ihres Lebens war: "Bringt mich bloß nicht in ein Krankenhaus, das ist nur Quälerei", sie wollte zuhause in Frieden sterben, ohne all diese quälerischen Untersuchungen und Maßnahmen, weil der Mensch nicht wahrhaben will, daß man einmal sterben muß und alles Erdenkliche erst noch tun will ...
Denn sie wußte, daß es ohnehin bald zu Ende geht. Ihr Wunsch wurde erfüllt und sie starb nach 6 Wochen Bettlägerigkeit zuhause in ihrem Bett. Ich glaube, bei Katzen ist es nicht anders ...

Das andere beantworte ich noch, komme eben zu nichts ;-)

Lieber Gruß
Sara

Brigitte hat gesagt…

Ein altes Katerchen! Es tut uns leid, obwohl ihr ja alles für ihn tut. Doch würde ich nicht sagen, dass man ihn nun gleich erlösen solle. Denn das wissen die, die um ihn sind, am besten zu beurteilen. Wenn es dann so sein soll, dann werdet ihr das sicher machen lassen. Bis dahin wünsche ich noch viele zärtliche Augenblicke mit ihm!

Lieben Gruss, Brigitte

Micha hat gesagt…

hab ich da wen übersehen? Ich hab noch nie was über das Katerchen gelesen. Es tut mir leid das er so krank ist, aber 16 Jahre ist auch ein stolzes Alter. Ich finde er sieht schon ganz schön mitgenommen aus. Der Arme.
Ich wünsche Euch viel Kraft für die nächste Zeit.
LG Micha

Renate hat gesagt…

Ich sitze hier und mir laufen die Tränen über die Wangen.Kenne ich diese traurige Situation doch so gut. Bei meinem gelieben Fritzchen waren die Symptome ähnlich - er hatte massive Nierenproble, wie die Blutuntersuchung ergeben hat.
Als dann feststand, dass die Behandlung nicht anschlägt, wollte ich vom Tierarzt wissen, wann es so weit sei, wann er so leiden würde, dass ich ihn gern erlösen möchte. Der Tierarzt sagte:"Das brauche ich dir nicht zu beschreiben, das siehst du selbst".

Das war dann auch so.

Über elf Jahre ist das her aber die Erinnerung macht mich immer noch sehr traurig. Ich liebte mein Fritzchen über alles.

Ich schicke traurige und ganz ganz liebe Grüße - Renate

Herz-und-Leben hat gesagt…

Mir war da noch eingefallen ... weil Brigitte übers Erlösen schreibt ...
Meine Mutter hatte früher noch eine andere Katze, die schon lange tot ist. Sie starb auch, wie die letzte im vorigen Jahr eines natürlichen Todes. Meine Mutter ist nicht für dieses Erlösen durch die Giftspritze. Nun mag mancher meinen, das ist Quälerei. Aber die Tiere sind an einem Tag so am anderen so. Schlafen viel, wenn es ihnen nicht so gut geht und während sie schlafen, werden sie genausowenig spüren, wie Menschen. Ich weiß es von meinem Vater, der leider schon früh starb und sehr krank war. Es gibt immer wieder lichte und gute Augenblicke - ein Tierarzt würde da nur stören. Es kann auch ein Zuviel an Ärzten und Behandlung geben, genauso wie manche Menschen das als unnötige Quälerei ablehnen.

Das damalige Kätzchen hat am Ende seines Lebens meine Mutter noch überall in der Wohnung herumgeführt, an die Orte, die eine besondere Bedeutung hatten - das waren ganz magische Momente - und sogar noch auf meine Schwester gewartet, die aber leider zu spät kam. Im Arm meiner Mutter schlief sie dann ganz ruhig ein. Die menschliche Nähe war wichtig.
Wer weiß, wie ein Tier es empfindet, wenn man es "einfach" totspritzt? Wissen wir es wirklich? Vielleicht tun wir es nur, weil wir es nicht ertragen können?

Der Mensch kann sich dafür oder dagegen entscheiden, ein Tier aber nicht. In der Natur stirbt das Tier irgendwo - meist verkriechen sie sich. Und es ist so im Schöpfungsplan mit vorgesehen, der Tod ist einfach Teil unser aller Leben ... vielleicht ist er nur grausam für Außenstehende bzw. das Leiden?

Woher wissen wir, was ein Tier empfindet, empfindet ein Haustier anders als ein wildes? Diese Dinge gingen mir einfach so durch den Kopf, das soll also kein Für und Wider, keine Wertung sein ... einfach nur Gedanken ... vielleicht zum Weiterdenken ...

Alles Liebe nochmal
Sara

Diamond hat gesagt…

It is hard for us to understand everything from the very poor Google translation, but we can see there are several of you with medical problems at the moment. We are not too sure who the elderly cat is. I also have a kidney problem and have to eat a kidney diet, which has helped me a lot. I hope all of you improve in health quite soon.
Diamond

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Alle
Heute muss das arme Katertier noch einmal Blut hergeben - Diabetes oder Schilddrüse? Aber die Ergebnisse werden wohl dann auch erst am Dienstag vorliegen ...

Allegra hat immer noch sehr hohe Glukosewerte im Urin und hatte zwischenzeitlich noch extremere Probleme mit den Hinterläufen als zuvor. Doch bis jetzt sind ihre anderen Werte noch nicht besorgniserregend. Sie springt sogr wieder und kommt zeitweilig mit in den Garten.
Seit gestern gibt es nun 2x am Tag Insulin mit je 2 Einheiten. Aber das wird wahrscheinlich kaum reichen ...

Und unsere Maus bringt sich neben allerlei Mäusen vielleicht wieder eine Bindehautentzündung mit nach Hause, denn ihr linkes Auge ist mal wieder häufiger geschwollen ...

Zum Posten weiterer Bilder kommen wir im Moment noch nicht. Aber hoffentlich demnächst wieder!

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Anja
Ich glaube ich werde jetzt eher zur Expertin, wie man aus ganz unterschiedlichen Tierärtzen möglichst viel Infos herausbekommt. Inzwischen bereite ich mich regelrecht auf Telefonate und Tierartzbesuche vor, denn wer nicht fragt, erfährt auch recht wenig. Das ist jedenfalls bisher meine Erfahrung bei den Tierärtzen die ich durch unsere beiden Katzendamen und den Kater meiner Mutter gemacht habe.
Allein in der Praxis, in der klein Katze behandelt wird, haben das Katertier und ich nun schon alle 4 Tierärzte kennengelernt. Und Maus brauchte ja schon als abenteuerlustiges Kätzchen 2x an einem Sonntag-Nachmittag den Tier-Notarzt ...

@ Carola
So schlimm ist es jetzt ja wohl doch noch nicht. Das Wetter mobilisiert die Lebensfreude. Aber Deine Zeilen haben mir zu denken gegeben und wenn er keine Freude mehr hat, dann sollte er auch ohne großen Stress gehen können. Dafür werde ich rechtzeitig das entsprechende Mittel besorgen, das ihm die Angst vorm Sterben nimmt - nur Potenz & Dosierung muss ich noch herausfinden. Dann kann er vielleicht irgendwann ganz in Ruhe zu Hause sterben, wenn seine Zeit gekommen ist ...

Das mit den Fotos ist mir auch aufgefallen. Zuerst bei Allegra - sie ist über den Winter richtig aufgequollen. Undda wir kein Fotoalbum mehr haben, ist dieser Blog die beste vergleichsmöglichkeit - auch im Positiven, denn klein Katze sieht wieder besser aus!

@ Bärbel
Hätte ich geahnt, dass das Langzeit-Cortison Diabetes auslösen kann, hätte ich mich bestimmt dagegen entschieden. Es hätte sicherlich auch andere Wege zur Stärkung seines Immunsystems gegeben, damit die Entzündung im Maul abheilt.
Das werde ich jetzt demnächst auch mit einem Salz versuchen. Aber zuerst müssen die Diabetes-Werte etwas besser werden ...

@ Gisela
Stimmt, Max,Maus & Allegra sind alle ein Jahrgang!

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Meine Großmutter wollte wohl eigentlich nur 100 werden. Aber dann plötzlich 101, und dass sie irgendwann ihren 102 Geburstag hatte, interessierte sie nicht mehr. Inzwischen liegt sie nun seit Januar 2009 ohne lebenserhaltende Medikamente nur noch im Bett und befindet sich im Wechsel zwischen hyperaktiven unruhigen Wachphasen und fast tagelangem Dauerschlaf. Da ist Deine Großmutter mit 'nur' 6 Wochen wirklich zu beneiden ...

Unser erster Kater konnte nach 19 Jahren friedlich zu Hause sterben. Aber das scheint nicht mehr der Regelfall zu sein. Der Trend geht wohl wirklich dahin sein krankes/altes Tier noch rechtzeitig zum Tierarzt zu bringen ...
Ein wenig klang bei dem Gespräch mit klein Katzes Tierärztin heraus, dass es die Tierhalter das 'Elend' auch nicht ertragen können bzw. mit dem Tod nicht mehr umgehen können.

@ Brigitte
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn man so eng mit seinem Tier zusammenlebt, dann weiß man wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Und für meinen ersten Kater war es bestimmt das Beste einfach in seinem Zuhause sterben zu können. Im Nachhinein tut es mir nur leid, dass er in seiner letzten Nacht nicht im Wohnzimmer bleiben durfte sondern wie jeden Abend in den Keller musste. Aber im Vergleich zu den anderen Bauernhof-Kätzchen aus den 70ern hat er bestimmt trotzdem ein besseres Katerleben geführt!

@ Micha
Den Kater hatten Wolfgang & ich für meine Großmutter (damals 87 - sie brauchte was zum Betüddeln) & meine mutter besorgt. Wenn es nicht geklappt hätte, wäre er bei uns in Hannover geblieben. Die Idealvorstellung war, dass wir ihn am Wochenende bei uns in Hannover gehabt hätten. Aber er wollte einfach kein Reisekater werden. Und das war auch gut so. Denn irgendwann erzählte meine Großmutter ihrem Hausarzt sie müsste noch etwas für ihren Kater weiterleben ...

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Renate
Das haben wir bei unserem ersten Kater im Alter von 19 Jahren auch irgendwann gesehen.
Aber bei ihm ist es noch nicht so weit. An dem Tag ging es ihm wirklich nicht gut, aber es gibt auch andere Tage, wenn die Sonne lacht und es nicht so windig ist. Er ist halt alt und die Erkrankung bzw. letzten Behandlungswochen haben ihm zugesetzt.
Darum sind mir zur Zeit auch die Fotos so wichtig, denn Carola hat recht, auf diese Weise sind körperliche Veränderungen im nachhinein gut zu erkennen.

@ Sara
Für meinen ersten Kater war es bestimmt auch besser in Ruhe zu Hause zu sterben. Zum Glück war es ein Wochenende, so dass wir ohnehin nur einen fremden Tier-Notarzt hätten aufsuchen können. Auch wir haben ihn an seinem letzten Abend mehr herumgetragen als das er noch selbst gegangen ist. Mir schien er genoß unsere Nähe und lag überwiegend auf seiner Decke im wohnzimmer. Und es war doch irgendwie schön zu sehen, dass er an seinem letzten Tag noch eine Runde um sein Haus gemacht hat. Zwar hat er sich oft erschöpft hingesetzt und ist dann erst nach einer Pause weitergetrottet, aber es schien im wichtig zu sein, denn sonst hätte er einen viel kürzeren Weg zurück ins Haus wählen können ...

@ Diamond
Yes, two of our cats have diabetic problems. The old mancat - 16 years old and Allegra too. 'Klein Katze' lives 70 kilometeres far away from us in Braunschweig - he stays at my mother. We spended a lot of time with him in his first years. But in fact he is the cat of my mother & grandmother.

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
meine Oma hatte so gar nie geglaubt, einmal so alt zu werden, sie starb mit 84, war aber auch schon jahrelang ziemlich krank. Aber die letzte Sterbephase dauerte eben "nur" diese 6 Wochen. Vorher hat sie ihren Haushalt, soweit sie konnte, mit unserer Hilfe noch selbst erledigt. Als sie sich dann niederlegte, war sie sogar richtig froh darüber und meinte, jetzt könne sie sich endlich mal so richtig ausruhen ;-)

Aber so Hochaltrige wie Deine Großmutter schlafen oft sehr viel und lange, auch ohne Demenz. Ich mag ja dieses Wort nicht so, weil das heute viel zu schnell und voreilig verwendet wird. Sicher kann man gewisse Einschränkungen in höheren Lebensaltern haben - aber unsereins merkt das ja auch schon - so manches fällt einem nicht auf Anhieb ein usw. ;-) :-)

Von einer Freundin erfuhr ich, daß eine Oma aus ihrer Familie 3 Tage lang durchgeschlafen hatte, um darauf wieder überaus unternehmungslustig zu sein. Aber die Schlafzeiten nahmen insgesamt immer mehr zu.
Kleine Kinder schlafen meist noch viel, ganz alte Menschen auch wieder.

Die Katzen meiner Mutter sind alle zuhause gestorben. Meine Mutter findet das mit der Spritze unnatürlich, sie kommt vom Land, damals kannte man sowas nicht. Aber die Tiere sollen ja auch nicht unnötig leiden. Tiere in freier Natur leiden meist nicht an den Zivilisationskrankheiten (der Menschen) wie Stubentiere - das macht auch noch einen Unterschied.

Die Katzen merken aber viel, wie Du ja weißt, und die zuletzt Verstorbene schrie immer sehr in Panik, wenn es zum Tierarzt ging, die mochte das nicht. Was hätte sie erst empfunden, wenn es zur letzten Spritze zum Arzt gegangen wäre? Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Mancher Mensch wollte so etwas auch nicht.
Ich selbst bin auch so, daß ich um Ärzte einen großen Bogen mache, soweit es möglich ist. Manchmal braucht man sicher schon einen ... aber die sind eben auch nur Menschen und wissen vieles nicht. Man muß mehrere zu Rate ziehen, um sicherer zu gehen ... manches Mal wollen sie einem etwas verkaufen, weil sie halt auch leben müssen ...
ist auch für Ärzte nicht einfach, besonders für Verantwortungsvolle, die sich umfassender auskennen, als lediglich in der Schulmedizin, heute zu überleben.

Es wird von uns oft nur an das physische Leiden gedacht und an uns selbst, die wir das nicht mitansehen können, aber nicht an die Seele der Tiere. Das wird die Tierärztin auch wissen ...
Die Tiere in der freien Natur sterben schließlich auch, sie ziehen sich dann zurück ins Dickicht, Unterholz, um da in Ruhe sterben zu können ... der moderne Mensch hat all das verlernt ... genauso wie das Leben mit den alten Menschen ... was sag ich - es ist bei allem so, auch bei Krankheiten, meist sind es chemische Medikamente, der Doktor soll machen - anstatt daß man selbst aktiv wird und etwas an seiner Lebensweise verändert und sich der Natur zuwendet.

Unsere Wellensittiche früher starben auch alle daheim, sogar in unserer Hand. Das war ganz normal und friedlich. Einer mußte mal zum Tierarzt, weil er krank war, dieser kam dann mit einer "Aufbauspritze" - das war dann seine letzte ... denn noch in der Straßenbahn starb mir das arme Tierchen. Hätte ich da mal auf meine innere Stimme gehört, die es unmöglich fand, diesem kranken Tier noch eine solche Spritze zu verpassen ... kein Wunder, daß er das nicht mehr verkraftet hat.
Stellt sich die Frage, warum ich überhaupt zum Tierarzt gegangen bin .... unsere eigenen Ängste ...

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Leider trifft Demenz bei meiner Großmutter zu. Denn in der Gegenwart befindet sie sich kaum noch. Weder das Haus in dem sie seit 52 Jahren lebt noch, noch ihr verstorbener Mann, und auch ich sind noch von Bedeutung. Den Namen meiner Mutter hat sie zwar noch im Gedächnis, aber nur, da es sich um eine Person handelt, die ihr hilft. Ihre schon lange verstorbenen Geschwister und ihre Eltern sind ihr allerdings sehr nah. Mir scheint sie lebt von Tag zu Tag mehr in einer Traumwelt in der Vergangenheit:Irgendwo spielen Kinder, es gibt Bäche & Wiesen und oft sitzt sie in der Fensterbank in der Schumacherei ihresVaters oder möchte tanzen. Bei dem Kopfkino gibt es anscheinend noch keinen Grund zum Sterben, obwohl ihre Haut vom ständigen Liegen trotz aller erdenklichen Vorkehrungen immer mehr leidet.
Meine Mutter nennt die wohl bis zu 2 Tagen Dauerschlaf-Zustände inzwischen komatös. Dann ist sie kaum noch zum Essen oder Trinken bereit. Und danach kommt dann leider keine 'unternehmungslustige' sondern eine Unruhe-Phase, in der sie permanent aufstehen will und sogar noch die Beine über ihr Bettgitter bekommt. Aber kaum sitzt sie kurz auf dem Stuhl, will sie sofort wieder ins Bett.
In dieser Phase wirkt dann selbst das schulmedizinische Medikament nicht mehr. Zum Glück haben wir von einer Apothekerin entsprechende Globulis empfohlen bekommen, die ihr in solchen Phasen etwas die Angst nehmen.

Ich denke mir, bei Tieren gibt es keine pauschale Lösung wann es so weit ist, und ob der Mensch dann eingreifen sollte. Fest steht, heute wird wohl sehr häufig eingeschläfert - da die Tiere ja auch viel länger leben als in freier Natur. Ich hoffe, wenn es nötig sein sollte, dass dann der Tierarzt ins Haus kommt ...