Mittwoch, 29. März 2017

ganz entspannt ...



Jetzt bin ich froh, dass ich trotz schwieriger Lichtverhältnisse 
kurz vor 20 Uhr nochmals versucht habe unsere kleine Maus 
im Treppenhaus in Wolfgangs Arm zu fotografieren. Denn nach 
einem kurzen Gartenspaziergang zu dritt und etwas frischem
entspannt aus … 

Nur als Cäsar ihr und Allegra ganz unbemerkt einen Hausbesuch 
abstattete, und ich ihn dabei im Flur stellte, war sie nicht 
gerade begeistert - aber erstaunlich gelassen. Bald darauf aßen 
wir noch gemeinsam im Treppenhaus, und ich bereitete unser 
Nachtlager vor. Schließlich hielten entweder Wolfgang oder ich 
schon seit dem Morgen unsere totkranke Graukatze im Arm. 
Und da sie im Laufe des Tages schon mehrmals bewiesen hatte, 
wie viel Energie trotzdem noch in ihr steckte, wollten wir 
sie lieber zwischen uns ins Bett legen.

Foto: S.Schneider


Nachtrag, Donnerstag 30. März 2017:
Die meiste Zeit atmete sie ruhig zwischen uns im Bett. 
Erst gegen Mitternacht wurde sie unruhig, bewegte 
häufiger den Kopf hin und her, richtete sich etwas auf 
und fiel auf einem Kopfkissen auf die Seite. So blieb sie 
ganz still und ruhig atmend liegen. Erst gegen 1:27 Uhr 
jaulte sie 1x laut auf, atmete noch einige Male aus 
und um 1:36 Uhr war sie auf dem Weg 


Montag, 27. März 2017

Nur schnell ein Foto ...



Hier darf unsere totkranke Maus jetzt auch mal 
ziemlich erschöpft aussehen … 

Es war ein schöner gemeinsamer sonnig-warmer Frühlingstag. 
Fast 4 1/2 Stunden waren wir zusammen auf dem Balkon 
unserer Haus-Mitbewohnerin. Und die Maus machte sogar 
noch einen kleinen Dachspaziergang bis zum First. Bei dem 
Abenteuer war das Wasserspuken schnell vergessen. Und 
dann fiel ihr ein, dass es da neben dem Gründach einen 
herrlich warmen Platz zum Liegen gibt. Also spielte sie 
noch einige Zeit die Katze auf dem heißen Blechdach und 
verzog sich irgendwann in den Schatten. Etwa 4 Stunden 
kampierte sie dann im Schatten unter dem besonnten Grill, 
nahm dankbar etwas Wasser an und fand es gar nicht gut, 
als wir sie dort hervorholten. Aber unbeaufsichtigt sollte 
sie dort oben auch nicht bleiben. Und irgendwann muss 
auch ich zumindest etwas arbeiten. Also wurde die kleine 
Graukatze wieder in die Küche zur Fensterbank getragen, 
bekam für ca. eine Stunde noch ein schattenspendendes 
Tablett ins Fenster gestellt und konnte je nach Bedarf 
träumen oder aus dem Fenster zum Hof schauen.

Am späten Nachmittag leistete ihr Wolfgang am Fenster 
noch etwas Gesellschaft. Und um kurz vor 19 Uhr gingen wir 
mit ihr zu unseren Nachbarn, um 'Heilwasser' zu holen. 
Eigentlich dachten wir, sie würde dort gern selbst wieder 
am Wasser sitzen und trinken Aber so eingemummelt 
im 'Kängurubeutel' wollte die kleine müde Maus gar nicht 
aussteigen - oder hatte eventuell auch gar keinen Durst.

Danach entdeckten wir noch eine unserer Nachbarinnen 
bei der Gartenarbeit im Vorgarten und schlenderten ganz 
gemütlich zum Zaun. Hier entstand dann auch dieses Foto.
Die leicht verklebten Augen haben wir ihr nach dem Ausflug 
vorsichtig gereinigt und die kleine Rotznase mal wieder 
mit warmen Wasser und einen Taschentuch geputzt. Irgend-
wann trank die Maus dann auch von ihrem frischen Wasser 
und schlief erschöpft auf der Fensterbank ein 

Foto: W. Hein


Nachtrag Dienstag, 28. März 2017 8:45 Uhr:
Nachdem der Tag wieder herrlich sonnig ist, sitzt auch die 
kleine Maus etwas aufgeweckter und erholter am Fenster 
'im Grünen'. Im Moment kann sie sich gar nicht entscheiden, 
ob sie nun lieber 'Heilwasser' aus Nachbars Garten, Staatl. 
Fachingen still oder einfaches Leitungswasser trinken will. 
Denn da wir ihr leider mit Futter oder Pasten schon seit 
über einer Woche keine Freude mehr bereiten können, 
so soll sie zumindest die Qual der Wahl an einer kleinen 
Wasserbar im Küchenfenster haben.

Etwas Kummer macht mir - neben der Tatsache, dass sie 
jeden Tag schwächer wird und das Ende unausweichlich naht, 
dass ihre Öhrchen zeitweilig ungewöhnlich warm sind. Daher 
versucht sie ihren Kopf wahrscheinlich auch zeitweilig 
am Wasserschälchen zu kühlen, während der Körper auf 
der Kuscheldecke bleibt. Sie bevorzugt eben immer häufiger 
möglichst wechselwarme Plätze. Und glücklicherweise ist sie 
noch immer in der Lage sich selbstständig so zu positionieren, 
wie es ihr behagt 


Sonntag, 26. März 2017

reintragen ...


… oder noch draußen bleiben?

18:45 Uhr wieder so einer der Momente, wo ich ihr sagte, 
dass ich sie nicht aufhalte, wenn sie nun irgendwann 
nicht mehr bleiben mag. Es wurde allmählich kalt im Garten,
die Bank lag schon länger im Schatten, und ich hatte ihr 
kurz zuvor eine Decke übergelegt, als sie mal wieder 
die Bankseite gewechselt hatte.

Schon oft sah unsere Maus in den letzten Tagen ins Leere. 
Dann sackte das Köpfchen immer tiefer, sie atmete meist
ganz ruhig, und die Augen waren halb geöffnet. Häufiger 
durchzog sie ein leichtes oder heftigeres Zucken, dessen 
Ursache wir wohl nicht mehr herausfinden werden …

Und plötzlich hebt sie nach einigen Minuten dann doch 
wieder das Köpfchen und ist immer noch da.

Ich wartete noch einige Zeit, aber bald darauf trug ich sie 
zurück ins Haus - zu ihrem Aussichtsplatz im Küchenfenster.

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Montag, 27. März 2017 um 7:15 Uhr:
Was wird der Tag wohl bringen? Zumindest scheint die Sonne, 
und sie ist immer bei uns. Zur Zeit sackt das Köpfchen gerade 
in die Decke, denn nachdem sie nun einige Zeit den Morgen 
begrüßt hat, muss sie jetzt wohl mal wieder etwas schlafen. 

Sie trinkt immer noch das 'Heilwasser'. Allerdings inzwischen 
als Glasflaschen-Abfüllung. Denn gestern Abend mochte sie 
das abgestandene Wasser vom Vortag nicht mehr. Und bald 
nachdem sie aus dem Schälchen das abgefüllte Wasser aus 
der PET-Mehrwegflasche vom Vortag trank, musste sie leider 
reichlich gelbes Wasser spucken. Glücklicherweise war 
unsere Haus-Mitbewohnerin gerade zugegen, so dass sie ihr 
kurz vor Anbruch der Dämmerung noch frisches Teichwasser 
für die Nacht holen konnte. Und bis jetzt ist das auch 
im Katzenmagen geblieben 


Samstag, 25. März 2017

über dem Teich



Alles für die Maus! Wie gut, dass Wolfgang unserer 'Ausreißerin' 
in Cäsars Garten gefolgt war. Nicht nur um die Maus nun vor Cäsar 
zu schützen, sondern auch, um ihr im Nachbargarten ein kleines 
Schälchen zu suchen, es mit dem besonderen Fremdteichwasser 
zu füllen und es ihr gut erreichbar hinzustellen …

Foto: S.Schneider


'Heilwasser' im Haus



Es war wirklich eine gute Idee nicht nur ein Schälchen 
Beim zweiten Besuch der Maus am Fremdteich haben 
unsere Nachbarn uns eine leere Wasserflache zum Abfüllen 
des Teichwassers gegeben. Nun haben wir einen Vorrat für 
den restlichen Tag und die Nacht. Und morgen dürfen wir 
bei Bedarf frisches Wasser für die Maus holen … 

Pepino - der Nachbarskater vor Cäsar, hatte früher 
auch häufiger in der Zeit zwischen Leben und Sterben 
von diesem 'besonderen' Teichwasser getrunken, als 
er doch noch nicht gehen wollte.

Foto: S.Schneider


Freitag, 24. März 2017

von oben herab ...



Auch heute signalisierte die Maus am frühen Nachmittag, 
dass ein Besuch der Straße noch immer ganz wichtig ist. 
Doch als sie mitten auf der Fahrbahn stoppte, sich dort 
lang ausstreckte und liegenbleiben wollte, nahm ich sie 
nach einiger Zeit wieder auf den Arm.

Wie schon an den letzten Tagen ergab sich schnell 
ein längerer Nachbarschaftsplausch am Straßenrand. 
Und Tim, der Junge aus der Nachbarschaft fotografierte 
von unten herauf eine ganz entspannte Maus.

Fotos: Tim S.


Donnerstag, 23. März 2017

glückliche ...


und doch so traurige Momente …

Aber keine Sorge, sie ist noch da …

Ich konnte sie nach dem schrecklichen Moment, als sie 
neben dem Wohnklo gelbliche Flüssigkeit herauswürgen musste 
und dann auf den Fußboden kauerte, irgendwann auf meinen 
Schoß nehmen. Doch dort wollte sie nicht bleiben und schaute 
sehnsüchtig vom Fußboden zum Küchenfenster hinauf. Schnell 
nahm ich das kleine Klappergestell mit der Decke hoch und 
setzte sie in die Fensterbank. Dort positionierte sie sich und 
Ihr Blick schweifte in die Ferne. Sie erschien mir erstaunlich 
ruhig und mit ihrer kleinen Welt auch irgendwie zufrieden.

Doch da ich Angst hatte, dass sie irgendwann unbemerkt
aus dem Fenster springen und sich dabei verletzen könnte, 
setzte ich mich mit einem Stuhl zur ihr vor das Fenster. 
Denn es war gut möglich, dass es sie irgendwann wieder 
in das andere Treppenhaus vor die Küche unserer Haus-
Mitbewohnerin zog. Daher rief ich Wolfgang an, und bat ihn 
vor allem wegen Allegra bald nach Hause zu kommen ...

Foto: S.Schneider


Der Maus das Wasser reichen ...







Ein wirklich bewegender Moment, als Wolfgang nach Hause kam, 
sich auf meinen Stuhl setzte, und die kleine Maus signalisierte, 
dass sie vielleicht trotz allem nun wieder etwas trinken würde …

Foto: S.Schneider


ganz vorschichtig ...


Damals, bei Herrn Katze, schrieb jemand irgendwann einmal 
zu einem seiner Fotos, dass ihm sein Pelzmantel inzwischen 
zu groß geworden ist ...

Dieses Stadium hat unsere kleine Maus in den letzten Tagen 
nun leider auch erreicht. Denn eigentlich hat sie am 
vergangen Samstag - nachdem wir ihr irgendwie klarmachen 
konnten, dass sie nicht mehr zum Tierarzt muß, noch 
ein kleines Schälchen Sheba-Soup-Wasser mit einer 
halben Traumisal-Tablette zu sich genommen. Doch seitdem 
hat sie nur noch wenig Paste vom Finger geschleckt. Ich müßte 
jetzt genau nachschauen, aber ich bin der Meinung, dass sie 
seit Dienstag jegliche Nahrung verweigert, indem sie sich 
vom angeboten Futter abwendet. Doch das ständig und überall 
zur Verfügung stehende Wasser nimmt sie nach einer leichten 

Beim Mausestreicheln sind wir inzwischen sehr vorsichtig. 
Sie wirkt so zerbrechlich, obwohl sie in kritischen Momenten 
noch ziemlich energisch sein kann. So hatte sie vorhin dem 
Nachbarskater Cäsar von oben herab im Garten ganz deutlich 
zu verstehen gegeben, dass er vor ihrem Treppenhaus immer 
noch unerwünscht ist. Aber wenn sie sich danach wieder in 
meinen Arm kuschelt, genießt sie den leichten Kopfstreichler 
mit meiner Nase. Ihr immer mehr hervortretendes Rückgrad 
trauen wir uns nicht mehr gegen den Strich durchzukraulen, 
so wie sie es noch vor einigen Wochen so gerne mochte ...

Foto: S.Schneider


warm und kalt



Nach einem erlebnisreichen Tag ist die kleine Katze 
jetzt wieder total erschöpft und vergräbt ihr Näschen 
zwischen Fensterrahmen und Kuscheldecke.

Hier zeigt sich jetzt ganz deutlich, dass unsere sonst 
so extrem wärmeliebende Maus immer häufiger nicht nur 
einen kühlen Kopf benötigt. Wahrscheinlich ist es das 
zeitweilig aufkommende Fieber, dass sie dazu veranlasst 
sich auf kühlere Flächen zu setzen oder aber nur minimal 
beheizte Räume aufzusuchen.

Bei Herrn Katze vermuteten wir im Winter 2010, als er sich 
immer mehr zurückzog, dass er nur seine Ruhe haben wollte. 
Aber höchstwahrscheinlich war es eher mein kaum beheiztes 
ehemalige Kinderzimmer, das seinem schon damals erkrankten 
und vielleicht fiebergeplagten Körper Linderung verschaffte 

Fotos: S.Schneider


fast wie früher ...



Ein bewegender Moment: Die Maus wirklich sehr entspannt 
auf der Fensterbank in unserem Küchenfenster. So, wie wir sie 
in den letzten Tagen, als sie ihr Lager im anderen Treppenhaus 
aufgeschlagen hatte, kaum noch gesehen haben …

Allegra schlief währenddessen auf ihrem Kissen im Gartenfenster, 
und wir schauten der Maus gemeinsam beim Schlafen zu. Später 
haben wir zusammen bei ihr am Fenster gegessen und dabei 
wie ein altes Ehepaar ab und an aus dem Fenster geschaut. Aber 
die meiste Zeit konnten wir die Augen nicht von der kleinen 
müden Katze lassen. Zeitweilig drehte sie sich um, wechselte 
die Position und schaute immer mal wieder aus dem Fenster.

Als sie abends gegen 21 Uhr noch immer auf der Decke lag, 
entschieden wir ihr aus Schubladenkästen eine kleine Treppe 
zu bauen. Denn vielleicht mußte sie doch irgendwann mal 
zum Katzenklo oder es zog sie wieder ins kühlere Treppenhaus.

Bis kurz vor 11 Uhr abends blieb ich noch bei ihr sitzen
 und wünschte mir, dass sie am nächsten Morgen noch 
immer so daliegen und nicht mehr aufwachen würde 

Vom Bett aus konnte ich später noch einen Blick auf 
die Fensterbank werfen, und um 2 Uhr lag sie noch immer 
auf ihrer grünen Decke. Doch um 2:30 Uhr war ihr Platz 
wieder leer. Mit einem etwas ängstlichen Gefühl ging ich 
auf die Suche nach ihr. Doch sie hatte nur wieder ihren 
neuen/alten Stammplatz bezogen …

Foto: S.Schneider


Mittwoch, 22. März 2017

Zielstrebig ...






Fotos: S.Schneider


Woher nimmt diese kleine und schon so geschwächte Katze 
noch die Energie? Gerade eben hatte sie unserer gegenüber 
wohnenden Nachbarin vorgeführt, wo sie jahrelang in ihrem 
Rosenbeet vor dem Haus ein Katzenklo hatte; versuchte 
anschließend nicht mehr vorhandenes Futter herauszuwürgen; 
und nun kam sie zielstrebig auf das spontane Nachbarschafts-
treffen an der Gartenpforte zu. Da dort auch Furby - der Hund 
von schräg gegenüber angeleint stand, nahm ich die kleine 
Graukatze unter leichtem Protest auf den Arm. Von dort oben, 
mit Blick auf die Straße und die umliegenden Vorgärten 
war die Mausewelt dann wieder in Ordnung. Wohlig warm 
in meinen dicken Pulli eingemummelt, sah sie sich leicht 
erschöpft um, döste etwas, schlief zeitweilig auf dem Arm ein 
und genoß die Nähe sowie die Kopfstreichler einer Nachbarin. 
Nach ca. 45 Minuten war mir das kleine Leichtgewicht dann 
doch mal zu schwer. Und da inzwischen auch Wind aufkam, 
und die Sonne hinter den Häusern verschwand, löste sich 
die Gruppe auf. Ganz gemütlich schlenderten wir wieder 
nach Hause und kuschelten uns noch fast eine Stunde 
gemeinsam in den Gartensessel vor dem Treppenhaus.


Dienstag, 21. März 2017

Grün und Grau




Foto: W.Hein


Dieses Bild wird wohl das letzte richtig schöne Foto 
unserer kleinen Maus sein. Auch wenn die Augen 
schon etwas 'tiefer' liegen - was auf den reduzierten 
Wasserhaushalt zurückzuführen ist, so sieht man ihr 
hier kaum an, dass ihre Tage ziemlich angezählt sind. 
Sie sitzt gerade bei mir auf dem Schoß und schaut 
interessiert, was Allegra vor ihr im Garten treibt 


Nachtrag Mittwoch 22. März 2017:
In den letzten Tagen ist sehr viel passiert, und so manche 
Packung Taschentücher wurde seitdem benötigt. Denn 
die kleine Graukatze zieht es seit einigen Tagen vor 
ihren alten Lebensraum zu meiden und stattdessen Tag 
zu hocken. Die Decke, die ich ihr dort zeitweilig für 
die kühle Wand anbot, wurde konsequent gemieden. 

Seit Samstag sind es meist nur noch teelöffelgroße Portionen, 
die sie nach viel gutem Zureden zu sich nimmt. Wasser wird 
sporadisch geschlabbert, aber freiwillig würde sie seit einigen 
Tagen ihre Näpfe an der Futterbar nicht mehr aufsuchen. 
Die Kraft dazu hätte sie jedoch noch. Etwas Paste von einem 
'Functional Snack' wird ab und an noch vom Finger geschleckt, 
doch da es am Samstag dann keinen 'Boxenstopp' mehr 
beim Tierarzt gab, ist ihr Appetit nahezu verschwunden. 
Und immer häufiger wendet sie sich nach einer kurzen 
Überlegungsphase ganz bewußt vom angeboten Futter ab.

Leider konnte ich den Tipp, den ich am Samstag bei 
der Terminabsage von unserem Tierarzt erhielt, bei 
der kleinen dickköpfigen Katze nicht anwenden. 
Er schlug vor ihr Traumisal als Schmerzmittel ins Futter
zu mischen. Aber nur 1x gelang es uns ihr extrem 
verwässertes Feuchtfutter mit einer halben pulverisierten 
Tablette unterzujubeln. Denn auch wenn das Mittel süß 
schmecken soll, lehnte sie danach diese Art der 
Feuchtfutter-Mischung ab.

Sehr nachdenklich stimmte mich, dass ihr Kot nach 
dem Dauerdurchfall seit dem 2. Weihnachtstag plötzlich 
2x wieder geformt, und zumindest dem Anschein nach 
erstaunlich normal war. Hatten wir doch zu oft einen 
'Boxenstopp' beim Tierarzt eingelegt, der ihr irgendwann 
mehr geschadet hatte als er nützte? Denn das Antibiotikum 
auch zu Durchfällen führen. Und Cortison macht durstig, 
so dass durch die häufigeren Klobesuche eine Blasen-
entzündung eventuell begünstigt wurde. Denn zeitweilig 
sah ich Blut im Urin. Glücklicherweise scheint dieses 
gesundheitliche Problem ihr aber keine Schmerzen 
zu bereiten. Und das sonst so typische Maunzen im 
Katzenklo war bei ihr nicht zu vernehmen. Da wir 
jedoch schon mehrfach in den letzten Monaten versucht 
hatten den Tierarzttermin hinauszuzögern, und es ihr 
danach recht schnell merklich schlechter ging, setzten wir 
bald darauf reumütig die Behandlung mit einer etwas 
widerwilligen Patientin fort. Allerdings kostete es uns 
einige Überlistungskünste sie rechtzeitig zum Termin 
in den Transportkorb zu verfrachten. Und es wurde 
von Mal zu Mal schwieriger. Die letzten beiden Versuche 
am sonnigen Samstagmorgen sowie am darauffolgenden 
Mittwoch arteten dann schon in ziemlichen Stress für 
uns drei aus. Und am Montag der letzten Woche 
verkroch sie sich mit angsterfüllten Augen hinter dem 
Geschirrspüler als sie bemerkte, dass ich geduscht und 
mich umgezogen hatte, um das Haus zu verlassen. Diese 
letzten beiden Termine hätten wir ihr vielleicht lieber 
ersparen sollen. Aber später ist man meist klüger. 
Und so konnte unsere kleine Graukatze noch so manches 
Futtervarianten genießen.

Was seit Donnerstag noch so geschah, ist zur Zeit 
nur in den Kommentaren nachzulesen. Es sind in 
den letzten Tagen reichlich Bilder von Maus & Allegra 
entstanden. Aber bisher bin ich noch nicht einmal 
dazu gekommen eine Vorauswahl zu treffen. Denn auch 
spielt, so machen wir uns auch um unsere alte Madame 
große Sorgen. Sie ist zur Zeit ziemlich verwirrt, benutzt 
zeitweilig nicht mehr ihr Katzenklo, hat die Dusche als 
sehr bequemen Pinkelplatz für sich entdeckt, schläft 
viel auf ihrem Kissen in der Kleiderkammer, frißt seltener 
und sucht ab und an an den früheren Aufenthaltsorten 
die Maus. So war sie zum Beispiel morgens um 4 Uhr 
sehr unruhig und wollte in die Kochbuch-Abteilung 
hinter der Schranktür schauen ...

Ob und wann ich es schaffe diese letzten, traurigen und 
trotzdem so wichtigen Tage zu posten, weiß ich nicht. 
Aber der Blick in unsere Blog-Statistik zeigt mir, dass 
nicht nur ich im Sommer 2010 - als Herr Katze lange 
wollte, ein immenses Informationsbedürfnis hatte. Auch 
nach über 6 Jahren werden seine Posts noch immer 
mehrmals täglich besucht. Und gerade gestern hatten 
Maus und ich noch wunderschöne gemeinsame Stunden - 
auch wenn sie inzwischen etwas wackelig auf den 
Pfötchen wird. Doch wären wir den inzwischen 
wieder aufkommenden Empfehlungen einiger 
tierlieber Freunde gefolgt, so hätten wir diesen 
gestrigen ganz besonderen Tag nicht mehr erleben 
können. Wir wissen, dass es eine Gradwanderung ist, 
ob es irgendwann den richtigen Zeitpunkt gibt das 
geliebte Tier besser zu 'erlösen' oder der Natur 'einfach' 
ihren Lauf zu lassen. Aber auch wenn die Maus jetzt 
wohl kaum noch etwas frißt, so hat sie gestern zumindest 
ihren Wasserhaushalt an einem mir bis dahin vollkommen 
unbekannten Teich in der Nachbarschaft aufgefüllt. Ob 
ihr der Bakterien-Coctail aus dem Fremdteich geschadet 
hat, ob sie sich beim Ausflug in der feuchten Nacht 
oder den 2 Spaziergängen auf der nassen Straße nun 
verkühlt hat? Aber eigentlich ist es doch egal. Jedenfalls 
waren ihr diese Ausflüge gestern wohl sehr wichtig. 
Ebenso wie die Zeit auf meinem Arm auf der Straße 
und im Sessel mit Blick zum Steg.

Und da sie zur Zeit noch recht wach vor der Küche sitzt, 
schauen wir bald wieder gemeinsam den Vögeln bei 
der Futtersuche, Revierkämpfen und den Amseln beim 
Nestbau zu. Und vielleicht zeigt sich uns ja sogar noch 
einmal das Mäuschen unter dem Steg 


Donnerstag, 16. März 2017

wohlig im Sonnenschein














Unsere kleine Straßenkatze. Erstaunlich wie viel Energie 
noch in ihr steckt, und wie viel Lebensfreude sie plötzlich 
im Sonnenschein auf der Straße entwickeln konnte …

Der kahle Fleck am Bauch ist hier jetzt mal bewußt 
nicht wegretuschiert worden. Diesen unbedeutenden 
Makel trägt sie seit der Kastration. Denn unsere 
ungeduldige kleine Maus hatte sich damals vorzeitig 
selbst die Fäden gezogen.

Fotos: S.Schneider