Dienstag, 13. Juni 2017

Heute kam ein Engel per Post ins Haus geflattert ...



Und da unsere kleine Maus nun leider schon lange 
nicht mehr im Gartenfenster sitzen kann, hat jetzt 
der Engel mit der Graukatze im Arm den Platz a
'Hausaltar' neben dem Katzenkissen eingenommen.

Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis dieser 
früher bei Maus & Allegra so beliebte Sitzplatz mit 
Gartenblick und Vogel-TV wieder belebt ist. Denn 
Allegra residiert weiterhin lieber im ebenerdigen 
Teil des Hauses. Und vorzugsweise leider noch immer 
und an leistet sie uns nun zumindest mal wieder 
im Treppenhaus Gesellschaft oder setzt sogar 
ganz kurz ein paar Pfötchen vor die Gartentür.

Foto: S.Schneider


Nachtrag Dienstag, 26. September 2017:
Inzwischen ist sehr viel passiert und der Mause-Engel 
mußte sicherheitshalber am Abend des 12. August 2017 
ganz schnell in den 'Engel'-Rahmen am Bett flüchten. 
Denn Flo & Finja hatten am Tag zuvor den Fernseher 
als Spielplatz für sich entdeckt. Und nach einigen wilden 
Umrundungen des Flachbildschirmes wurden Katzenbuch 
sowie Karte erlegt, und der Engel wurde mitgerissen.
Fast einen Monat konnte der Engel im Rahmen am Bett 
dann dort sicher verweilen. Doch Flo ist inzwischen
so neugierig geworden und noch dazu eine Meisterin 
im Hochsprung, so dass sie plötzlich früh morgens 
am 12. September 2017 versuchte vom Regal aus 
den 'Engel'-Rahmen zu erreichen. Allerdings war ihr 
der Abstand zwischen Regal und Wand wohl nicht 
ganz geheuer. Und so sprang sie bald darauf von unten 
den Holzrahmen an. Mit beiden Vorderpfoten hing sie 
nun am unteren Brett in ca. 1m Höhe. Und glücklicher-
weise konnte ich den Engel gerade noch rechtzeitig 
vor dem freien Fall auffangen. Danach ist der Engel 
schnell in die Küche geflattert und hat sich einen Platz 
in einem stabileren Regal gesucht. Aber es wird wohl 
nur noch ein paar Tage dauern, bis Flo & Finja auch 
dieses Regalfach erobern.

Wie es Allegra, Flo & Finja sowie Feala erging und geht, 
das ist zur Zeit nur hier nachzulesen 


Montag, 24. April 2017

getrennt leben ...


In der freien Zeit, die Wolfgang nicht im Büro oder 
mit einem seiner vielen Hobbies verbringt, muss er sich 
nun oftmals entscheiden, ob er die Zeit lieber mit mir 
oder mit seiner Allegra zusammen sein will. Denn unsere 
Madame wohnt jetzt fast nur noch in der Kleiderkammer 
auf ihrem Plüschkissen. Streicheln und fotografieren lässt 
sie sich zwar immer noch gern. Aber am Liebsten jetzt 
zwischen dem DekoGerümpel und all' den Verpackungen, 
die sie dort auf dem Sideboard umgeben. So verbringt 
Wolfgang inzwischen einen Teil des Tages auf dem Stuhl 
sitzend neben seiner grauen Dame in der Kleiderkammer.


Und ich bleibe außen vor 

Foto: S.Schneider


Nachtrag, Sonntagmorgen 3. September 2017:
Während Allegra nun gesättigt wieder auf ihrem Plüschkissen 
unter der 75 Watt Glühlampe auf dem Sideboard in unserer 
früheren Kleiderkammer schläft. Liegen wir mit den inzwischen
schon 13 Wochen und 5 Tage alten Russenmädchen Flo & Finja
 im Bett. Die etwas dunklere Flo liegt im linken Arm vor dem Laptop, 
während Finja die Wärme der Glühlampe neben meinem Kopfkissen 
zu schätzen weiß. Wir haben nämlich ständig das Küchenfenster 
weit geöffnet, so dass es nachts und vor allem morgens zeitweilig
schon empfindlich kühl geworden ist. Doch da die beiden Mädchen 
am 1. Juni 2017 geboren sind, sind sie hoffentlich etwas kälte-
unempfindlicher als die 1 kg-Maus Mitte im November 2001. Die 
setzte sich nämlich mit ihren 12 Wochen gleich nach der Ankunft 
unter die damals noch 100 Watt starke wärmende Glühlampe, 
obwohl die Heizung schon lange lief 

Seit dem Tod der Maus am 30. März 2017 ist viel geschehen. 
Trauer, Einsamkeit, Annährung und die vielen Überlegungen ob 
und wenn wie die Vergesellschaftung einer oder zwei Katzen 
mit Allegra unter unseren beengten Wohnverhältnissen machbar 
wäre. Denn eigentlich sollte sie nach dem Mausetod doch einen 
ruhigen Lebensabend als gut betüddelte Einzelkatze führen! 
Eine kleine Zusammenfassung einiger Ereignisse sind hier in 
meinen Kommentaren unter dem Post nachzulesen.

Auf diesem Blog bleibt es zunächst noch einige Zeit still. 
Denn ich möchte Maus in der Vergangenheit zu Lebzeiten 
und auch unter dem Label 'in liebevoller Erinnerung' 
noch Raum geben. 

Auch Allegra hat sich schon vor dem Tod der Maus so sehr 
durch ihr Alter bzw. ihre Diabetes-Erkrankung verändert, 
dass es einiges über sie zu berichten gibt.

Und Cäsar - der schwarze Nachbarskater, hat in den letzten 
Monaten unser Leben ebenfalls immer mehr beeinflußt. 
Auch wenn er sich seit den Sommermonaten kaum noch 
hinten im Garten zeigte, sondern uns jetzt auf der Straße 
oder an der Haustür abfängt, um sich Streicheleinheiten 
oder ein Snack-Würstchen abzuholen.

Seit einigen Tagen macht uns nun auch die 'Straßenkatze'
Mau-Mau Sorgen. Sie hat zwar ein Zuhause. Aber entweder 
kommt sie dort wegen der 2 anderen Katzen nun zu kurz, 
oder sie wird mit ihren 15 Jahren und ihrer Nierenerkrankung 
immer wunderlicher. Jedenfalls zieht sie es inzwischen vor 
bei unseren südlichen Nachbarn auf dem Rasen im Vorgarten 
zu kampieren und in der Rabatte ihr Katzenklo einzurichten, 
uns auf dem Hof oder sogar auf der Außenfensterbank des 
Katzenfensters mehrmals täglich um Futter anzubetteln und 
sich im Vorgarten der Nachbarin schräg gegenüber die immer
noch notwendigen Streicheleinheiten abzuholen. Ihre Tage 
sind leider ziemlich angezählt. Und soweit möglich versucht 
die Nachbarschaft der früher so niedlichen, zutraulichen und 
immer nach Aufmerksamkeit haschenden schwarzen Katze 
mit den weißen Pfötchen & weißem Latz nun noch einen 
einigermaßen erträglichen Lebensabend zu ermöglichen. 
Doch vielleicht zieht sie es in den jetzt kälter werdenden 
Tagen ja nicht mehr so sehr nach draußen. Denn in letzter 
Zeit saß sie sogar im Regen vor unseren Hof-Fenstern 
oder unter einem der parkenden Autos, so dass ich ihr 
schnell einen Unterstand aus einem Pappkarton mit 
eingelegtem Kissen und ein Wasserschälchen auf den Hof 
brachte. Doch seit gestern mag sie nun kaum noch fressen 
und kommt auch seltener vorbei 

Bleibt noch zu erwähnen, dass wir am 6. August 2017 
in Allegras Fell feststellen mussten, dass es bei uns im Haus 
ein Floh-Problem gibt: Wir hatten nach dem Starkregen 
Ende Juli plötzlich eine junge Ratte im Haus. Die wurde 
wahrscheinlich von Allegras Futterbar im 'Schiffskeller' durch 
die geöffnete Gartentür ins Haus gelockt. Und als die Ratte 
und ich uns plötzlich im Flur gegenüber standen, flüchtete 
das scheue Tier blitzschnell die Treppe hinunter in den Keller. 
Nach einigen wilden Fangversuchen ist sie in einem der Keller-
räume wahrscheinlich an einem Schock gestorben. Wie lange 
sich das Tierchen jedoch schon im Haus aufgehalten hatte, 
ist unklar. Aber sie hat uns wahrscheinlich die ungebetenen 
Gäste mitgebracht.

Einen Teil der Ereignisse möchte ich hier daher noch möglichst 
chronologisch posten, bevor Flo & Finja in Erscheinung treten. 
Aber ihren Platz auf der Sidebar haben sie schon unter den Bildern 
der kleinen Maus und Allegra eingenommen, und auf unserem 
Nebenblog sind sie nun endlich mit einigen Fotos vertreten 


Madame Plüsch



Hier liegt sie nun, unsere schöne Katz' Allegra. 
Lang ausgestreckt und recht glücklich, auf ihrem 
grauen Plüschkissen unter der wärmenden 75 Watt 
Glühlampe auf dem Sideboard in der noch immer 
mit reichlich Dekokartons & erzgebirgischen Figuren 
vollgestellten Kleiderkammer 

Inzwischen verbringt sie wohl mindestens 23 Stunden 
des Tages dort. Und wenn wir Kuscheleinheiten benötigen, 
müssen wir sie dort besuchen. Die Zeiten, als sie noch 
ganz selbstverständlich morgens im Bett auf Wolfgang 
thronte und auf seinen Beinen den Ausblick in den Garten 
genoß, sind leider vorbei. Ebenso schlief sie zum letzten
 Mal an diesem Tag im Gartenfenster. Und auch in der 
Küchenfensterbank sitzt sie seit einigen Wochen meist nur 
noch kurz für eine Zwischenmahlzeit. Vorbei die Zeiten, 
als sie noch im Schrank hinter dem Bett im Versteck 
auf ihrem Plüschkissen schlief, oder als sie ganz selbst-
verständlich in meinem Arm liegend beim Online-Banking 
oder Rechnungen schreiben auf dem Küchentisch dabei 
sein wollte. Einige Minuten hält sie es machmal noch 
hinter der Gardine im Katzenfenster aus, aber schon bald 
verschwindet sie wieder in der Kleiderkammer. Und 
bisweilen ist sie wahrscheinlich so verwirrt - oder eventuell 
auch schon zu blind, so dass sie wohl eigentlich gern 
wieder auf ihrem Kissen liegen würde, aber erst auf ihren 
Treppen-Stuhl und dann auf das Sideboard springt, wenn 
wir mehrmals mit der Hand auf den Stuhl und dann 
auf das Sideboard klopfen.

Leider können wir nun auch die Tür zum Garten tagsüber 
nicht mehr einfach für sie geöffnet lassen, da uns Cäsar, 
der Nachbarskater sonst mehrmals täglich einen Besuch 
abstatten würde. Er kennt sich inzwischen schon so gut 
im Haus aus, dass er morgens häufiger schon vor unserem 
Bett stand und schon längst herausgefunden hat, wo sich 
die Futterbar befindet. Auch Allegras früheren Lieblingsplatz 
im Küchenfenster hatte er schon mehrmals besetzt. Und 
seitdem Allegra ihn Anfang März nachts irgendwann im Haus 
gestellt hatte und sich bei dem Kampf mit ihm so verletzte, 
dass sie am nächsten Tag wegen einer abgebrochen Kralle 
zum Tierarzt musste, ist das Verhältnis seitens unserer 
Hausdame leider ziemlich gestört. Cäsar hingegen würde 
trotzdem noch immer gern seinen Zweitwohnsitz bei uns 
einrichten. Zumindest an den Tagen, wenn in seinem 
Zuhause ein Pflegehund wohnt. Und das Gartenrevier 
der kleinen Maus hat er ja ohnehin schon seit einiger Zeit 
übernommen. So erscheint das schwarze Schmusetier nun 
also mehrmals am Tag im Garten und sitzt seit dem Tod 
der Maus mittags vor der Gartentür um sich sein tägliches 

Uns ist über Ostern nun wirklich klar geworden, dass durch 
den Verlust der kleinen Maus jetzt viel in unserem Leben 
fehlt, das Allegra nicht mehr befriedigen kann oder will. 
Und eigentlich wollen wir nun doch nicht mehr so vernünftig 
sein, Allegra erst in Ruhe sterben zu lassen, dann das Haus 
zu sanieren, um irgendwann in den nächsten Jahren bereit 
für zwei neue Katzen zu sein. Außerdem sind wir inzwischen 
der Meinung, dass die allmählich tüddelig werdende oder 
gar erblindende Allegra wieder einen kätzischen Gefährten 
zur Orientierung braucht. Auch wenn Maus & Allegra sich 
in den letzten Jahren meist aus dem Weg gegangen sind. 
Aber wahrscheinlich lag das auch eher an der Maus, die 
durch ihre Krankheit bisweilen unleidlich wurde ...

Vielleicht war es Schicksalsfügung, dass ich am Dienstag 
nach Ostern zu gar nichts Lust hatte und im www zunächst 
in Tierheimen und bei der Katzenhilfe nach 'gebrauchten' 
Katzen suchte. Aber dort wurde ich nicht fündig und 
stöberte dann weiter bei verschiedenen Internet-Haustier-
Kleinanzeigen. Dort begegnete mir ein 6 1/2 Monate altes 
graues Geschwisterpaar, das aus privaten Gründen ein 
neues liebevolles Zuhause sucht. Eigentlich sollte es ja 
nur eine ältere Katzendame für Allegra und uns werden, 
aber in das Foto der beiden Katzen-Teenager hatte ich mich 
sofort verliebt. Ich hatte Mühe nicht sogleich auf die Anzeige 
zu reagieren und stattdessen auf Wolfgang zu warten. Abends 
nahmen wir dann endlich Kontakt auf und bemerkten schon 
bei dem längeren Telefonat, dass die Abgabe der beiden
nicht leicht werden würde. Bald darauf wurde dann aber 
doch für Donnerstagabend ein Schnuppertermin vereinbart, 
zu dem wir mit allerlei Bestechungsversuchen anrückten. 
Der selbstsichere kleinen Kater Heisenberg war sofort 
schwer beschäftigt, als die mitgebrachte Katzenminze 
und das Katzengras, an dem Allegra zuvor schon etwas 
geknabbert hatte, im Flur auf dem Fußboden standen. 
Die zierliche, und uns gegenüber etwas zurückhaltendere 
Mila brauchte etwas länger, um sich dem neuen Grünzeug 
zu nähren. Und schon nach wenigen Minuten war klar, 
dass Mila Fremden gegenüber zunächst eine ähnliche 
Vorsicht an den Tag legt, wie wir es von Allegra gewöhnt 
sind. Heisenberg hingegen störte sich kaum an unserer 
Anwesenheit und war schon nach wenigen Minuten 
schwer mit der mitgebrachten und schon lang nicht mehr 
benutzten Fellmaus beschäftigt. Es war ein herrlicher 
Spieleabend. Und nach den über 3 Stunden, die wir mit 
den beiden grauen Katzen spielten oder sie auch einfach 
nur beobachteten, stand für uns fest, dass die beiden 
bereits kastrierten Geschwister auch vom Temperament 
die optimale Lösung für Allegra und uns sein würden. 
Denn die beiden sind Spielgefährten und könnten Allegra 
eventuell noch zu der einen oder anderen Teilnahme 
am Spiel motivieren. Doch wenn unsere Madame sich 
entschließt, weiterhin nur hoch oben auf ihrem Kissen 
zu verweilen, dann würden sie die beiden Halbstarken 
wohl etwas weniger nerven als 12 Wochen alte extrem 
unternehmungslustige Katzenkinder.

Doch nun müssen wir uns leider immer noch gedulden, 
denn wie schon erwartet, fällt es dem Paar unheimlich 
schwer, sich von den beiden Herzensbrechern zu trennen.

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 13. April 2017

Eierkuscheln ...



Es ist schon einige Wochen her, dass Allegra zumindest 
einen Moment lang so entspannt im Küchenfenster lag. 
Zwar saß sie morgens häufiger dort und schaute dem
Treiben auf der Straße zu, aber sobald ihr Frühstücks-
Bringdienst funktionierte, war Madame kurz darauf 
schon wieder auf ihrem beleuchteten Plüschkissen 
in der Kleiderkammer verschollen. Und weder der Platz 
vom Kissen im Gartenfenster kann sie seit dem Tod 
der Maus dazu verleiten, uns länger im Wohnraum 
Gesellschaft zu leisten. Und ihre Schmuseeinheiten 
holen wir uns zur Zeit fast nur noch auf dem Kissen 
in der Kleiderkammer von unserer grauen Dame ab …

Foto: S.Schneider


Donnerstag, 30. März 2017

Etwas vom ...




Bevor Wolfgang dann frühmorgens die leblose Maus 
aus unserem Bett holte, zupfte ich noch etwas Schafwolle 
aus ihrem inzwischen alten Kinder-Tretelfell und wickelte 
die Stücke um die Zweige der Hedi Grimm am Wiesenrand. 
Denn in den letzten Tagen konnte ich wieder mehrmals 
eine Kohlmeise beobachten, die den verlassenen Sessel 
vorm Treppenhaus heftig bearbeitete und dann schnell 
mit ihrer weichen Beute davonflog. Für unsere Maus 

Fotos: S.Schneider


Nachtrag Freitag, 7. April 2017:
Im Nachhinein habe ich meine spontane Idee mit den kleinen 
Schaffell-Stücken in der Rose am Haus in den vergangen Tagen 
oftmals verflucht. Denn der Blick in den Garten, wo nun am frühen 
Morgen keine kleine Maus mehr ganz selbstverständlich am Ende 
nach Mäuschen inspiziert, tut auch so noch unheimlich weh. 
Auf diesen zusätzlichen Hinweis auf unser jetzt leider so ganz 
anderes Leben hätte ich gut verzichten können. Denn schließlich 
war das auch der Ausblick an unserem letzten gemeinsamen Tag
den wir alle zusammen im Treppenhaus verbrachten 

Doch nachdem ich am folgenden Morgen um ein Haar 
die Schafwolle entfernt hätte, stimmte mich die Natur am 
regnerischen 2. April dann doch versöhnlich: Eine Kohlmeise 
zupfte & zerrte im regenfeuchten Garten mehrere Minuten 
an den nassen Wollresten, flog mit dem Baummaterial davon 
und wählte dann wieder eines der restlichen Flöckchen aus, 
bis es den Schnabel voll hatte.


Mit dem Schaffell ...


… ist sie abends am Freitag dem 9. November 2001 
in unser Haus gekommen.


Und heute verlässt sie uns damit. Mach's gut Kleine Maus
Wir werden dich nie vergessen …

Foto: S.Schneider


Nachtrag Freitag, 31. März 2017:
Seitdem unser Tierarzt beim letzten Spritztermin am Mittwoch, 
dem 15. März 2017 seine Vermutung äußerte, dass der Maus 
wohl höchstens noch 4 Wochen blieben, musste ich viel zu oft 
beim Maushalten über ihr Grab und den letzten Post über sie
nachdenken. Also habe ich irgendwann den Text dann einfach 
vorgepostet, um mich nicht mehr mit dem Danach sondern 
lieber mit dem 'Hier und Jetzt' beschäftigen zu können und die 
letzten Tage mit der kleinen kranken Maus so gut als möglich 
zu genießen. Sicherheitshalber - und weil die Hoffnung 
zuletzt stirbt, hatte ich den Post auf den 30. April 2017 datiert. 
Aber uns blieben nur noch 2 Wochen, in denen wir glücklicher-
weise ihr Vertrauen dann doch noch zurückgewinnen konnten
Denn spätestens nach den letzten beiden Tierarztbesuchen 
Mitte März zog sie sich immer mehr zurück und wollte sich 
nicht mehr bei uns - in ihren früheren Wohnräumen aufhalten.

Wir haben gestern zahlreiche Versuche unternommen dieses 
letzte Foto der kleinen Graukatze zu machen. Aber das war 
nicht mehr unsere Maus, die da noch bis zum Nachmittag 
im Treppenhaus lag. Schon als sie noch bei uns im Bett war, 
veränderte sich ihre Ohrstellung. Diese nicht rassetypischen - 
viel zu flach stehenden Öhrchen zogen sich plötzlich zusammen. 
Und auch wenn ich sie schon früher mein kleines Katzenfell 
genannt hatte, so war es plötzlich nur noch ein Katzenfell 
in einem Meise-Mause-Schaffell-Sessel. Gut, dass wir vor 
einigen Tagen noch diesen besonderen Moment mit ihr 
einfangen konnten 


Was bleibt, ist die Erinnerung ...




Foto: W.Hein


Nachtrag, Freitag 31. März 2017:
Als ich am Donnerstag vor 2 Wochen zusammen mit der Maus 
im Sessel saß, fiel mein Blick auf einen kahlen Fleck links 
am Hochwald hinter der Magnolie. Und plötzlich musste ich 
darüber nachdenken, wo wir Maus und später einmal Allegra 
begraben könnten. Aber die Vorstellung, dass ich dann in 
heißen Sommern dort über die Fläche gehen und sie wegen 
der Magnolie häufiger unter Wasser setzen müsste, behagte 
mir gar nicht. Ebenso wie im Hochwald gleich hinter der 
Überschwemmungszone vom Teich. Und irgendwann fiel 
mein Blick auf den Steg zum riesigen panaschierten Ilex, 
der sicherlich auch schon über 40 Jahre im Garten steht. 
Wahrscheinlich musste ich wegen dem Film 'Schick mir 
keine Blumen' mit Rock Hudson und Doris Day plötzlich 
daran denken, ob das Grab unangetastet bleibt - wenn wir 
vielleicht doch mal Haus & Garten verlassen sollten. Ich 
gehe davon aus, dass der Garten dann platt gemacht wird - 
so, wie das zur Zeit auf vielen Grundstücken bei uns in 
der Siedlung geschieht, wenn ein Haus verkauft wird. 
Aber vielleicht hätten die neuen Eigentümer doch etwas 
Ehrfurcht vor so einem alten üppigen Ilex. Seitdem stand 
der Platz im Hochwald also fest. Und das Schaffell, in 
dem Maus als Katzenkind so gern tretelte und das seit 
einigen Jahren im Meise-Mause-Schaffell-Sessel lag - 
auf dem wir gerade saßen, könnte ich nach ihr ohnehin 
nicht mehr ertragen. Also ideal anstatt Biberbettlaken, 
Decke oder Pappkarton. Und nachdem Maus dann lieber 
und ich ins Haus ging, fiel mein Blick auf die schon 
Reihe am Treppengeländer.

Und gestern Nachmittag mußten meinen Überlegungen 
vom vorletzten Donnerstag leider schon Taten folgen.


Es ist so absurd ...


Am Sonntag, dem 30. März 2003 haben wir früh morgens 
diesen Zettel überall in der Nachbarschaft verteilt:


Und nach 19 Stunden voller Sorgen konnten wir spät abends 
unsere kleine abenteuerlustige Maus endlich zurück bekommen. 





Doch genau 14 Jahre später haben wir sie an diesem Tag
für immer verloren



Dabei zogen wir nur wegen ihr am 29.3.2003 ganz spontan um. 
Denn unsere kleine Graukatze hatte an diesem sonnigen Frühlings-
Samstag nachmittags im Garten Ausgang, sprang über den Zaun 
an der Ostgrenze und war dann verschwunden. So verschwunden, 
dass Wolfgang abends unser Bettzeug und ein paar andere Dinge 
aus unserer Stadtwohnung holte, so dass wir auch nachts die Tür 
zum Garten auflassen konnten und zusammen mit Allegra auf 
die Rückkehr der kleinen Maus hofften …

Als Wolfgang am Sonntagabend gegen 23 Uhr unsere kleine 
unternehmungslustige Maus endlich nach Hause tragen konnte
waren alle total erschöpft. So entschieden wir uns auch noch 
diese Nacht, im kühlen Haus zu verbringen. Und am nächsten 
Morgen, als beim Aufwachen, unser Blick in den Garten fiel, 
hatte für uns die Sommerzeit begonnen. Wir holten in den 
nächsten Tagen noch einige Dinge von der Wohnung ins Haus 
und verbrachten den ganzen Sommer dort. 

Als es zum Herbst jedoch wieder kälter und unangenehmer 
im feucht-kalten Haus wurde, und es allmählich Zeit war 
wieder in die kleine, aber besser beheizbare Stadtwohnung 
zu ziehen, wurde uns bald darauf klar, dass eine kleine Maus 
auch in der kalten Jahreszeit auf keinen Fall auf die täglichen
Gartenspaziergänge verzichten wollte. Und Wolfgang hätte 
abends - nach einem anstrengenden Arbeitstag, wahrscheinlich 
 auch wieder so manches Mal vor der falschen Haustür gestanden. 
So blieben wir seitdem in Haus & Garten und wohnen nun noch 
immer hier - und eigentlich nur wegen der Maus. Allerdings 
ist es im Winter bei Minusgraden schon manchmal etwas 
unangenehm vom warmen Wohn-/Schlafzimmer durch das 
frostige Treppenhaus ins wärmere Bad zu gehen. Aber dafür
sehen wir hier morgens im Bett Eichhörnchen- & Vogel-TV!


Nachtrag Montag, 3. April 2017:
Diesen Text über unseren spontanen Umzug wegen der Maus 
hatte ich irgendwann im letzten Frühjahr mal für unseren 
Wildwuchs-Blog vorgeschrieben und wollte ihn dort eigentlich 
am 30. März 2017 posten. Und nun ist alles ganz anders 

Allerdings muss ich zugeben, dass ich die Maus, die ich hier 
im Post irgendwann im Sommer 2002 im Arm gehalten habe, 
nicht so vermisse. Das waren wundervolle Zeiten mit zwei 
sehr verspielten Katzenkindern, die wir in 4 dicken Fotoalben 
ausführlich festgehalten haben. Das Betrachten dieser Bilder
 ist einfach nur eine schöne Erinnerung an unheimlich viele 
erlebnisreiche Tage in Haus & Garten. 

Was mir/uns jetzt fehlt, die die eigenwillige Charaktermaus, 
die früh morgens nach dem ersten Gartenspaziergang zum Beispiel 
in mausetypischer Art ihre Kuscheleinheiten einforderte: Sie lief 
daher um das Betthaupt herum, sprang mit ihrem markanten Ton 
links auf die Bettkante, gab dem Laptop zunächst Köpfchen, 
schmiegte sich an, ließ sich oft die kalten Öhrchen warm kneten
warf sich mir vorzugsweise in den rechten Arm und behinderte 
mich noch einige Zeit beim Posten, bis sie sich neben mir auf 
ihre Kuscheldecke unter die wärmende 75 Watt Glühlampe 
knallte und selig den Morgen verschlief